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Das Touristentrauma

So, jetzt also Strand! Die 11 stündige Busfahrt war es wirklich Wert! Wir reisen für solch lange Strecken mit den ´Luxusbussen‘  der ADO-Gesellschaft. Nicht nur weil sie scheinbar bequemer sind sondern vor allem wegen der Toilette! 😉 Außerdem sind sie sicherer, denn nichts ist furchtbarer, als mitten in der Nacht an der Straße zu stehen, weil der Bus streikt.

Puerto Escondido

Es ist wirklich ein wirklich schönes Örtchen. Touristisch, aber trotzdem noch authentisch mit wunderschönen Stränden. Es herrscht eine sehr entspannte Atmosphäre, mit vielen sonnengebräunten Menschen, die an ihrer Kokosnuss schlürfen und vielen Surfen. Wie bereits im vorherigen Bericht erwähnt, haben wir uns ein Zimmer über AirBnb gemietet. Ein wirklicher Glücksgriff! Sehr günstig, aber sehr sauber und bequem. Außer uns waren noch zwei Australier und ein Deutscher da, mit denen wir uns gut verstanden haben. Jeden Tag haben wir kleine oder auch größere Spaziergänge gemacht und richtig schöne Ecken entdeckt.

Dolphin Watching Tour

Trotz unserer extremen Sparfuchsmentalität wollten wir dann aber einmal ein richtiges Touristending machen, eine Dolphin Watching Tour! Ehrlich gesagt, es war tatsächlich das coolste, was wir bisher erlebt haben! Früh morgens wurden wir an unserer Unterkunft abgeholt und waren passend zum Sonnenaufgang am Strand. Dort stiegen wir dann mit 4 anderen Personen und zwei Guides in ein Bötchen und los gings. Erst fuhren wir ein paar Kilometer raus auf den Pazifik, stets auf der Suche nach Delfinen. Irgendwann waren wir umringt von 10 bis 20 Delfinen, die Seite an Seite mit dem Boot schwammen. Dann durften immer zwei Leute ins Wasser und mit ihnen schwimmen. An einem Seil, welches am Boot befestigt war, ums Handgelenk gebunden, sprangen wir ins Wasser. Wir hatten schon etwas Angst, einfach so im großen Pazifik zu schwimmen. Aber es war wirklich atemberaubend! Auf dem Rückweg haben wir dann tatsächlich noch einen Wal mit seinem Kind gesehen. Es sah richtig surreal aus. Der Guide war völlig aus dem Häuschen und ist direkt mit seiner Actioncam ins Wasser gesprungen. Als er alles gefilmt hat, rief er Christian zu auch reinzuspringen und zack ist Christian, ohne groß nachzudenken ins Wasser gehüpft und mit dem Wal geschwommen. 😀 Glücklich, aber mit einem riesen Muskelkater und zig blauen Flecken vom aus dem Wasser zurück ins Boot klettern kamen wir dann wieder in der Unterkunft an.

Mazunte

Nach ein paar schönen Tagen wollten wir dann weiter ins nächste Strandörtchen. Wir haben im Vorfeld viel positives über Mazunte gehört und hatten uns sehr gefreut. Auch hier hatten wir eine Unterkunft über AirBnb gebucht… nur leider für März… Das haben wir aber leider erst gemerkt, als wir vor der Unterkunft standen. Völlig planlos und mit unseren großen Rucksäcken sind wir dann durch das Dorf gelaufen und haben nach einem Zimmer gesucht. Irgendwann wurden wir fündig. Eine Dame in einer Hängematte rief uns zu: „Habitacion?“ Das war unser Stichwort! Die Unterkunft war, naja wie sollen wir es beschreiben, ok für unsere Zwecke? Ja, vielleicht. Die Toilette war nur durch einen kleinen Vorhang von der Außenwelt bedeckt und so hatte man viele Zuschauer bei seinem Geschäft! 😀 Aber es gab ein Bett, ein Moskitonetz und einen Ventilator in unserem Zimmer. Statt der geplanten drei Nächte sind wir allerdings nur eine geblieben, denn auch das Dorf hat uns leider gar nicht überzeugt. Es war wirklich sehr schön, viel Grün und ein schöner Strand, aber alles andere wirkte sehr aufgesetzt. Es war ein Hippie-Tempel und jeder der nicht irgendwie völlig abgespaced und heftig alternativ durch die Gegend lief, wurde schräg begutachtet. Zumindest fühlte es sich für uns so an. Naja wir waren wohl einfach nicht bereit für diesen Ort. Abends haben wir uns dann aber noch mit einem Bierchen an den Strand gesetzt und einen unheimlich schönen Sternenhimmel bewundern können. 🙂

Huatulco

Am nächsten Morgen sollte es dann weiter gehen nach Huatulco. (Auch ein Strandort, an einem Nationalpark gelegen, etwas weiter südlich)

Den Weg dorthin sind wir wieder getrampt. Es ist kräftezehrend, weil man teilweise ziemlich lange in der Sonne steht und auf ein Auto wartet, aber es macht sooo viel Spaß, weil man die unterschiedlichsten Menschen kennenlernt. Zuerst nahm uns eine Mexikanerin mit, dann zwei Schweizer und dann noch mal zwei Mexikaner. So haben wir fast 70 Kilometer bestritten und natürlich fleißig gespart.

In Huatulco angekommen waren wir dann gar nicht mehr so happy. Vor uns lag eine Touristadt, mit vielen schicken Hotels und gar nicht mehr das Mexiko, dass wir so lieben gelernt haben. Wir hätten uns im Vorfeld einfach ein bisschen besser informieren sollen, aber auch das ist eine Erfahrung.  Grund für den Tourismus ist der Hafen, an dem auch große Kreuzfahrtschiffe anlegen können. Im Vorfeld, hatten wir wieder ein Zimmer über AirBnB gebucht. Es lag abseits, in einem kleinen etwas ‚mexikanischerem‘ Viertel und haben uns eigentlich sehr wohlgefühlt, bis es Nacht wurde. Die Geräusche in der Nacht ließen uns kaum schlafen. Irgendwas ist immer. Entweder sind es die Hunde, die einen Chor bilden, Vögel, die hier noch mal einige Dezibel lauter zwitschern, Autos, Menschen, Musik…   einfach alles. Es war auch in den Nächten davor nie ruhig und diese Hunde in der Nacht gab es bisher überall, aber wahrscheinlich hat sich die allgemeine, etwas niedergeschlagene Stimmung, seinen Teil dazu beigetragen. Letztendlich haben wir in fast keiner Nacht wirklich gut geschlafen, bis auf die letzte. Alles war unheimlich ruhig, ganz merkwürdig. Aber dann gab es in den Morgenstunden ein kleines Erdbeben. Wir sind ein wenig im Bett hin und her geschaukelt worden und dann war es auch schon wieder vorbei. Sehr merkwürdig insgesamt. 😀

Nichtsdestotrotz sind wir immer noch unheimlich froh über unsere gemeinsame Zeit hier und freuen uns auf das was noch kommt. Mexiko ist ein so wunderbares Land. Die Menschen sind  immer für einen kleinen Plausch zu haben und nehmen sich Zeit, trotz unserer noch immer nicht vorhandenden Spanischkenntnisse.  Die Agua frescas (frischer Fruchtsaftmix mit Zucker und Eiswürfeln) gibt es hier an jeder Ecke, genauso wie die kleine Tacostände oder die Cantinas, in denen man wohl das beste hausgemachte Essen für richtig kleines Geld bekommt. Heute Mittag hatten wir beispielsweisen je zwei Quessadillas und einem Liter Agua fresca für insgsamt 3 Euro!! 😉

Heute Nacht geht es weiter nach San Cristobal de las Casas, wieder in die Kälte, 11 Stunden Nachtbus! Yeah!

Bis bald!

P.S einige Videos und Fotos fehlen noch, werden aber in den nächsten Tagen nachgereicht! 😉

Das große Wiedersehen!

So, da sind wir wieder!

Wir sitzen gerade in unserem Hostel in Oaxaca (ausgesprochen: Wahaka) und gucken einen Film über Netflix im Gemeinschaftsraum.

 

***UPDATE#2***

Endlich hat es auch mit den Bilder geklappt und wir haben noch kleines Vorabvideo von unserem gestrigen Tag! Mehr folgt..versprochen!

***UPDATE***

In der südlichen Hälfte von Mexiko ist das Internet ausgefallen und somit hatten wir in unserem Hostel auch kein WLAN mehr. Aber wir sitzen jetzt gerade bei Mc Donalds und trinken einen Alibi-Kaffee, damit ihr auf jeden Fall noch eure News bekommt! 😉 Fotos folgen ganz bald… leider ist die Geschwindigkeit sehr langsam.

Aber zuerst fangen wir mal ganz vorne an…

Dr. Pizza

Nachdem wir uns von der Familie in Cholula verabschiedet haben, sind wir in das 20km entfernte Puebla getrampt! Das hat wirklich wunderbar funktioniert. Nach etwa einer viertel Stunde hat uns ein Paar in einem Kleinwagen mitgenommen. Zwar hätte der Weg mit einem Combi (Kleinbus) kaum etwas gekostet, aber wir sind eine Erfahrung reicher. In Puebla angekommen haben wir dann Conrado getroffen. Es war ein ganz verrückter, schöner Moment, aber es fühlte sich überhaupt nicht fremd an. Sofort zeigte er uns das Haus seiner Familie, stellte uns seiner Schwester und seiner Mutter vor, es wurde für uns gekocht und wir aßen zusammen Nudeln mit Fleischbällchen. 😀 Conrado ist Medizinstudent und hat vor einem Jahr zusätzlich aus seiner „Kinderzimmer“ eine Pizzeria eröffnet. Zu Beginn seines Medizinstudiums bekam er ein  Stipendium und da überlegte er sich, wie er das Geld am besten einsetzten könnte. Er entschied sich einen Pizzaofen zu kaufen, weil er Lust hatte sich seine eigenen professionellen Pizzas zu machen. Da sein Zimmer an der Straße lag, fing er irgendwann an, die Pizza aus seinem Fenster zu verkaufen  und ein halbes Jahr später eröffnete er dann seine eigene Pizzeria. Somit hatten wir, während unserer Zeit da eine Pizzaflatrate! Adios Beachfigur!

Während unseres kurzen, aber schönen Aufenthalts bei Conrado, haben wir einiges erlebt. Unseren ersten Mezcal (quasi neben Tequila das Nationalgetränk), einen Nachttrip auf eine Festung in Puebla, hoch oben auf einem Berg, Tacos lingua (mit Kuhzunge) und Bier, Bier, Bier. 😀

Die Kolonialstadt Oaxaca de Juarez

Nach drei Tagen bei Conrado sind wir dann 5 Stunden in einem Bus nach Oaxaca gefahren. Endlich warm!… dachten wir. Aber nein, auch hier ist es noch nicht wirklich warm. Hier haben wir jetzt drei Nächte in einem 8er Zimmer im Hostel übernachtet. Hier haben wir viele Gleichgesinnte aus aller Welt getroffen und die bereits gemachten Erfahrungen ausgetauscht. Auch das Schlafen in einem 8er Zimmer war tatsächlich ok. Abends die Kopfhörer ins Ohr und ein Sherlock Holmes Hörbuch angemacht und alles war gut. 😉 Über Tag haben wir dann die Stadt erkundet. Alles ist sehr bunt und freundlich gestaltet. Vom kriminellen und gefährlichen Mexiko ist hier nichts zu spüren. Besonders nachts sind die Straßen voller Menschen und der Marktplatz wird zu einer großen Tanzfläche mit Liveband! Wir waren so begeistert! Ich wurde sogar von einem Herrn aufgefordert zu tanzen, habe mich aber nicht getraut. 😀 Im Nachhinein bereue ich das ein bisschen.

Hierve el Agua

Am Montag waren wir in den Bergen. Nach einer ziemlich mühsamen und holprigen Anfahrt durch die Berge und kleine Dörfer landeten wir an einem magischen Ort. Der Ausblick war sagenhaft und der Infinitypool, welcher aus einer natürlichen Quelle entstanden ist, war wirklich beeindruckend. Leider war es ziemlich kalt und unserer Tattoos noch zu frisch, als das wir dort hätten schwimmen gehen könnten, leider. Trotz der Kälte und dem bewölkten Wetter, haben wir beide einen ordentlichen Sonnenbrand im Gesicht abbekommen. Apropos Tattoos, Christians Tattoo Fangemeinde wird immer größer, gerade hier im Hostel fragen viele danach. 😉

Und sonst so

Insgesamt geht’s uns immer noch gut. Nur merkt man schon, dass sich Erschöpfung breit macht. Deshalb haben wir uns entschieden jetzt an die Pazifikküste zu fahren und uns ein eigenes Zimmer über Airbnb zu gönnen. Puerto Escondito, so nennt sich die Stadt, die wir anpeilen, ist schon eher ein Surf/Party/Backpacker Ort und wir versuchen deshalb die überfüllten Hostels zu vermeiden.  Drei Nächte haben wir für’s erste gebucht und danach schauen wir mal, wonach uns ist. 😉 Jetzt wollen wir aber erst mal Ruhe, Sonne und Meer!

Das nächste Mal melden wir uns vom Strand!!!

Bis bald!

P.S. Freut euch auf coole Fotos 😉

El Mexicano, Don Christian

Jetzt sitzen wir hier im Wohnzimmer bei der Familie Sanchez Nava und es ist tatsächlich schon der letzte Abend. Die Woche ist unheimlich schnell verflogen. Viel essen, viel lachen, viel reden… und ein bisschen arbeiten, haben die Woche für uns unvergesslich gemacht.

In der ganzen Zeit war der Schärfegrad der Mahlzeiten wirklich auszuhalten und wir dachten es würde einfach nur übertrieben werden…, bis es heute die Enchiladas gab! Muy pikante! In Mexiko ist scheinbar alles auf pikante (scharf) getrimmt. Ob jegliche Mahlzeit mit Chili, Früchte mit Chili, Eis mit Chili, Bonbons mit Chili und sogar Bier mit Chili, alles kein Problem!

Bier mit Chilli?

Das musste getestet werden:

Das Bier wird Michelada genannt und wird aus handelsüblichem Bier und einer roten Salsa hergestellt. Weil das ja noch nicht reicht, wird noch ein Chilirand hinzugefügt. Wir können euch sagen: es sieht nicht nur furchtbar aus, es ist auch wirklich nicht lecker. Aber wir sind jetzt eine Erfahrung reicher. Jedoch schmecken Früchte mit Chilipulver gar nicht so übel. 😉

Cholula City

Am Wochendende haben wir einen kleinen Marsch in die nächst größere Stadt gemacht. Dort steht eine sehr alte und leider auch eine viele Jahre verachlässigte Pyramide. Von der Pyramide selbst ist leider nicht mehr viel zusehen, viel mehr sieht es aus, wie ein kleiner Berg, der mit Wildwuchs überwuchert ist. Auf dieser Pyramide wurde eine Kirche erbaut, welches dem Ganzen einen märchenhaften Touch gibt. Aber schaut selbst! Wir haben uns mal an einem kleinen Video versucht! 😉

Work, work, work!

Aber wie wir oben schon geschrieben haben, haben wir natürlich auch gearbeitet. Begonnen haben wir nach dem Frühstück und um ca. 14 Uhr war dann Feierabend für uns. In den letzten drei Tagen war unser Hauptprojekt das Bäume stutzen. Es hat uns unheimlich viel Spaß gemacht, aber die pralle Sonne hat Spuren hinterlassen: ordentlichen Sonnenbrand. Zwischendurch hatten wir aber sogar Hilfe. Julia, die unter Morbus Parkinson und Demenz leidet hat ein starkes Bedürfnis sich zu bewegen und zu helfen. Deshalb haben wir sie dann in unsere Arbeit eingespannt und als Team die Äste zerkleinert.

Highlight! 😀

Eine Woche voller Highlights endet natürlich auch mit einem besonderen Highlight, denn plötzlich hatten wir einen Tattootermin! 😀 Ja, es stimmt, wenn sich jetzt einige denken: noch keine zwei Wochen auf reisen und schon ein Tattoo? Geplant, dass wir uns auf unserer Reise eine solche Erinnerung schaffen, hatten wir schon zu Beginn. Während des Frühstücks am Montagmorgen sprachen wir mit Keila und Sharon über Tattoos, weil auch sie beide welche haben und aus diesem Gespräch resultierte ein Termin am Dienstagabend. Grund dazu war aber insbesondere die Sicherheit, dass mit guten Produkten und hygienisch gearbeitet wird. Da kann das dann einfach schon mal passieren. 😉

Unsere neuen Errungenschaften findet besonders Vater Findecio richtig gut und nennt Christian nur noch den El Mexicano oder Don Christian. 😀 Wir sind beide sehr zufrieden und freuen uns auf unsere weiteren Erlebnisse!

Und wie geht’s weiter?

Ein ganz besonderes Erlebnis steht uns morgen bevor, denn dann werden wir Conrado treffen. Conrado war vor ca. 10 Jahren bei meiner Familie für ein paar Wochen „Gastkind“ aus Mexiko. Er war damals 13 Jahre alt und hat mit uns gelebt. Über Facebook sind wir immer ein wenig in Kontakt geblieben und morgen werden wir uns nach 10 Jahren wieder sehen!

Nach dem Frühstück werden wir morgen also unsere Sachen packen und uns auf dem Weg nach Puebla zu Conrado machen, wo wir dann zwei Nächte bleiben.

Beim nächsten Mal erzählen wir euch wie es war und wo es danach hingeht. 🙂

Bis bald!

 

Adios Mexico City, Hola Cholula

Wie der ein oder andere von euch vermutlich schon erfahren hat, sind wir vorgestern weiter gezogen. Aber vorher haben wir von Mexico City noch die Pyramiden von Teotihuacan besucht. Eine Stadt, die 100 – 650 n.Chr. ein florierendes Zentrum Mesoamerikas und auch eine der größten Städte der Welt war.

Gute zwei Stunden von Mexico City mit dem Bus bot sich ein atemberaubender Anblick der Sonnenpyramide! Der Aufstieg war anstrengender als gedacht, da die Treppenstufen weder eben, noch in gleichen Abständen angereiht sind. Aber oben angekommen, hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf das ganze Areal, umrandet von Bergen.

Wir sind ganz gemütlich durch das Areal geschlendert und haben vor allem die Sonne dort sehr genossen, da es in Mexico City doch recht kühl ist.

Abfahrt nach Cholula

Trotz der schönen Zeit in Mexico City sind wir nun weiter gereist. Wir haben uns schon von Deutschland über die Plattform www.workaway.de mit einer mexikanischen Familie in Colula verabredet. Dort tauschen wir unsere Arbeitskraft nun gegen Kost und Logie. Wir waren unheimlich aufgeregt, als wir mit dem Bus 3 Stunden in Richtung Süden gedüst sind. Es hieß, dass sie nur sehr wenig Englisch sprechen würden und  wir somit auf Spanisch kommunizieren müssten. Christian und ich haben deshalb aus lauter Nervosität alle möglichen Szenarien durchgespielt und die dazu notwenigen spanischen Sätze auswendig gelernt. Angekommen haben wir aber schnell gemerkt, dass zumindest die beiden Töchter sehr wohl Englisch sprechen und uns ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen. 😀

Wir leben nun also zusammen mit Mutter Rosalie, Vater Fidencio, den beiden Töchtern Keyla und Sharon, den beiden Großmüttern Julia (79) und Rosalie (90) und 2 Hunden unter einem Dach. Außer Keyla und Sharon spricht aber keiner Englisch und deshalb sind unsere Spanischkenntnisse in den letzten 2 Tagen tatsächlich schon um einiges besser geworden.

Uns fehlen tatsächlich die Worte um die Familie zu beschreiben. Eine solche Harmonie und ein solchen Gemeinschaftsgefühl haben weder Christian noch ich, in der Form und Intensität  je erlebt. Obwohl wir eigentlich Fremde sind, haben wir uns in keiner Minute so gefühlt. Wenn man bedenkt, aus welch verschiedenen Kulturen wir kommen und unser Spanisch sehr zu wünschen übrig lässt, aber man totzdem direkt dazu gehört. Da merkt man, wie einfach Integration sein kann, wenn man es wirklich möchte. „Dazu gehören“ heißt aber eben auch alle Rechte und Pflichten zu teilen. Wir sind keine Gäste und haben somit ebenso den Abwasch zu machen oder den Garten instand zu halten, dafür können wir aber ein richtig authentisches mexikanischen Familienleben miterleben. Wir bekommen drei Mal täglich reichlich und richtig gut zu Essen und können uns am Wasser sowie am Obstkorb einfach bedienen. Lediglich die Essenzeiten sind gewöhnungsbedürftig: ca. 9:30 Uhr, ca. 14:30 Uhr, ca. 20 Uhr. Aber irgendwie passen wir uns schon an. 😉

In den nächsten zwei Tagen haben wir aber frei und werden die Umgebung erkunden.

Bis bald!

P.S. Wir haben unsere Packliste endlich aktualisiert 😉

Die ersten Eindrücke

In den letzten Tagen haben wir einiges erlebt. Wir haben uns zu Fuß auf den Weg gemacht, um Mexiko City zu entdecken. Bewusst haben wir uns gegen einen Bus oder die U-Bahn entschieden. Zum einen möchten wir Geld sparen, aber auch hat man so die Möglichkeit auf dem Weg spannende Sachen zu erleben. Wie z.B. gestern die Valadores – die fliegenden Tänzer, als wir eigentlich auf dem Weg zum Museum für Anthroplogie waren.


„Fünf Männer ersteigen einen 25 bis 30 m hohen Pfahl, an dessen Spitze sich eine drehbare Plattform und ein drehbarer Holzrahmen befinden. Vom Rahmen aus lassen sich vier Männer an Seilen herab, während der Rahmen und damit die Männer um den Pfahl rotieren. Die vier fliegende Männer schweben an einem sich abwickelnden Seil kopfüber zu Boden. Ihr Befestigungsseil wird dabei gleichmässig und ganz langsam vom Pfahl abgewickelt und damit länger. Durch die Drehbewegung entsteht auch eine Fliehkraft, die die Voladores nach aussen treibt, bis die Männer nach 13 Runden den Erdboden erreichen.“ (https://www.mexiko-lindo.de/themenpool/sitten-braeuche-und-traditionen/244-voladores-die-fliegenden-taenzer.html)

Auch das Essen kommt hier in Mexiko City nicht zu kurz. Vorgestern haben wir unsere ersten Tacos(in einem Restaurant) probiert und fanden sie beide furchtbar! WIr waren ziemlich enttäuscht, weil Tacos hier wirklich das Grundnahrungsmittel sind. An jeder Ecke gibt es Tacostände und eigentlich gibt es kaum einen weg daran vorbei zu kommen. Deshalb haben wir es gestern noch einmal woanders versucht und… es war deutlich besser! Gott sei dank! Auch das Frühstück und das Abendessen kann sich sehen lassen. Da das Frühstück im Hotel mit ca. 4€ pro Person sehr günstig ist, haben wir in den letzten Tagen dort gefrühstückt. Kaffee, frisch gepresster Orangensaft, einen Korb mit Brötchen (vorwiegend süß), und Enchiladas, Rührei oder auch ein kontinentales Extra mit Toastbrot und Marmelade kann man bekommen.

Gestern Nachmittag waren wir noch auf einem Kunstmarkt und sind die Gassen voller farbenfroher Stoffe, Kleider und Schmuck geschlendert.

… und haben unheimlich gut gegessen!

Also ja, das mit dem Essen (und mit dem Bier 😉 ) klappt gut hier. Natürlich haben wir auch ein bisschen Sightseeing gemacht und dabei die eine oder andere kleine mexikanische Besonderheit gefunden.

So, das war jetzt ein Überblick über die letzten Tage. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Die Menschen sind unheimlich nett, aber wir müssen wirklich an unserem Spanisch arbeiten, weil tatsächlich nur sehr wenig Menschen Englisch sprechen. Auch kämpfen wir immer noch ein wenig mit der Höhe und dem Jetlag. Spätestens ab dem Mittag sind wir unheimlich schlapp und müde, aber das wird sich in der nächsten Zeit sicher noch einpendeln. Das Wetter ist wirklich angenehm, einen ersten kleinen Sonnenbrand gab es gestern schon, aber nachts und wird es noch sehr kalt.

Bis bald!

Endlich da!

Guten Morgen!

Wir sind gerade voll motiviert und besonders ausgeschlafen aus dem Bett gehüpft. Nein, eigentlich nicht. Wir sind ziemlich geschlaucht von der langen Anreise, die ohne die Übernachtung in Mailand mehr als 20 Stunden betrug.

Um in Mexiko einreisen zu dürfen benötigt man zwar kein Visum, jedoch bekommt man eine Touristenkarte, die jederzeit mit sich zu führen ist. Darauf ist u.a. vermerkt, wie lange wir uns in diesem Land aufhalten dürfen. Die maximale Anzahl der Tage sind 180. Um das zu bekommen, muss ein Rückflugticket vorgezeigt werden. Wir haben leider nicht bedacht, dass wir am Flufghafen erst einmal kein Internet haben werden und somit der Rückflug offline abzurufen sein sollte…  war er aber nicht. Nach ein paar lieben Worten zu der Dame am Schalter, durften wir jedoch auch ohne Ruckflugticket einreisen und haben sogar die vollen 180 Tage Aufenthaltserlaubnis bekommen! 😉

Wir haben uns dann mit Uber (privates Taxiunternehmen) zu unserem Hotel bringen lassen. Wunderbar unkompliziert, weil man einfach seine Daten in die App eingibt, eine gewünschte Zahlungsmethode auswählt und in den nächsten Minuten von einem Fahrer abgeholt wird. Wir haben uns für das Teilen eines Uber’s entschieden und haben damit sogar noch mehr gespart. Insgesamt haben wir umgerechnet 4,25€ für 10km bezahlt!

Um 21:00 Uhr Ortszeit, also 4:00 Uhr eure Zeit, sind wir im Hotel Fornos angekommen. Das Zimmer ist klein, aber gemütlich und für unsere Zwecke völlig ausreichend. Außerdem haben wir für 6 Übernachtungen nur knapp 100 Euro bezahlt.

 

In den nächsten Tagen werden wir euch von unseren ersten Eindrücken berichten.

Wir gehen jetzt erst Mal frühstücken und hoffen inständig, dass wir irgendwie an Kaffee kommen. 😉

 

Langsam wird es ernst…

Die letzten vier Wochen vor unserer Abreise sind angebrochen. Christian tritt morgen seinen letzten Arbeitstag an und ich, Anki, habe in meinem Kopf auch schon meinen letzten Arbeitstag gehabt, jedoch eigentlich nur Urlaub. Über Weihnachten werde ich dann meine letzten 7 Arbeitstage ableisten.

In den vergangenen Monaten und Wochen ist einiges passiert: die Wohnung wird immer leerer, viel haben wir verkaufen können und unser übrig gebliebenes Hab und Gut wird dann bald mit einem Bulli zu unseren Eltern gekarrt. Reise- und Impfpass liegen parat, gespart haben wir auch,… es könnte eigentlich los gehen.

Am letzten Wochenende haben wir zum ersten Mal „probegepackt“. Jeder schlaue Reiseblog sagt, es wäre ein Must-Do vor der Reise, um sich einen Überblick über das Bevorstehende zu verschaffen. Ehrlich gesagt, hat es uns nicht so sehr viel gebracht. Wir wissen, dass unsere Rucksäcke definitiv nicht über 15kg wiegen sollen und natürlich möglichst effizient gepackt werden muss. Aber die Ernsthaftigkeit fehlte uns beiden während des Probepackens noch. Nichtsdestotrotz haben wir eine Packliste erstellt, damit ihr eine Idee vom Inhalt unseres Rucksacks bekommt. Vielleicht ist das für den Ein oder Anderen noch interessant.

Wir versuchen euch während unserer Reise so gut es geht mitzunehmen und sind selbst sehr gespannt auf das was kommt. 🙂