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Ein Zuhause am anderen Ende der Welt

Nach langer Zeit wieder ein Lebenszeichen! 🙂

Wir sind gestern mit dem Bus in Panama City angekommen und haben euch mal wieder was zu erzählen!

Tatsächlich haben wir die letzten 5 Wochen in Boquete bei Greg in seinem Hostel verbracht.  Es wurde zu so einem gemütlichen Zuhause, das wir einfach nicht verlassen wollten. Zum Einen, weil Greg die Hilfe brauchte und zum Anderen, weil uns das Zusammenleben mit den Gästen und anderen Freiwilligen einfach Spaß gemacht hat. Wir waren Wandern, haben einen Ausflug zu heißen Quellen gemacht und haben hin und wieder auch gearbeitet. 😉

Vulkan Nr. 3 – Barú

Vor etwa 2 Wochen haben wir unsere dritten Vulkan bestiegen, den Barú! 3475 Meter hoch und somit höchster Punkt in Panama. Ich hatte wahnsinnigen Respekt davor, weil die Wanderung nachts um 12 Uhr losgehen sollte und insgesamt 30km dabei absolviert werden würden. Aber die Neugierde war einfach größer, denn von oben sollte man einen fantastischen Sonnenaufgang sehen können und mit ganz viel Glück beide Ozeane – Pazifik und Atlantik! Die Entscheidung war deshalb schnell getroffen und wir haben uns ein Taxi für Mitternacht bestellt, haben uns Brote geschmiert, Nüsse und Kekse gekauft und ordentlich Wasser eingepackt. Dann haben wir versucht etwas vorzuschlafen, aber wie ihr euch vorstellen könnt, war das kaum möglich. Um Punkt 0 Uhr war der Fahrer da und nach einer halbstündigen Fahrt sind Christian und ich mit unserer Kopflampe angefangen zu wandern. Ich kann euch sagen, es fühlt sich richtig komisch an, nur mit seiner kleinen Kopflampe, einen völlig fremden Weg zu folgen. Um 5:30 Uhr, nach ca. 15km nur Anstieg hatten wir unser Ziel erreicht:

Es war ein unbeschreibliches Gefühl dort oben. Endlich ein Vulkan mit Ausblick! Es war so bitterkalt dort oben, dass wir den Ausblick nicht lange genießen konnten und uns realtiv zügig wieder auf den Rückweg gemacht haben. Natürlich habe ich mir von dort oben noch eine Erkältung mitgenommen…. und in den nächsten Tagen hieß es von Greg dann immer, wenn neue Gäste kamen: „This is my Volunteer Christin, she is sick, be nice to her“ 😀

Die große Flut

Einige Tage später stand früh morgens plötzlich ein Gast vor unserem Bett und erzählte uns, dass das ganze Hostel unter Wasser stünde… Da wir beide völlig aus dem Schlaf gerissen wurden, haben wir natürlich nicht verstanden was los war. Als wir die Füße auf dem Boden setzten, standen wir in einem See. Oben im Badezimmer war ein Schlauch geplatzt. Deshalb stand fast auch der ganze obere Bereich, inklusive Küche und der Keller unter Wasser.

All unsere Sachen, inklusive Rucksack, sind dabei nass geworden und riechen jetzt ganz wunderbar muffig. 😀 Mit vereinten Kräften haben wir es dann jedoch wieder ziemlich schnell trocken bekommen.

Geburtstagsfeierei 🙂

Es kommt immer anders als geplant- das sei mal vorweg gesagt.

EIgentlich war unserer Plan meinen Geburtstag an einem kleinen Strandörtchen, weit abseits der Zivilisation zu verbringen. Da Christian jedoch in einem Bewerbungsverfahren steckte und eine gute Internetverbindung benötigte, haben wir uns entschieden noch weitere zwei Tage in Boquete zu bleiben. Nichtsdestotrotz hatte ich einen wirklich schönen Geburtstag!

Zuerst waren Kim (eine weitere Freiwillige), Christian und ich gemeinsam frühstücken und nach einigen Geburtstagstelefonaten sind wir dann gemeinsam mit Hostelgästen in die Brauerei gegangen. 🙂

 

Es geht weiter!

Auch wenn wir eigentlich nicht aus Boquete weg wollten, war es langsam wirklich an der Zeit für uns. Nur noch eine Woche bis zum Abflug! Irgendwie kommt es dann doch immer schneller als man denkt, oder? „Was sind schon 6 Monate?“, fragen wir uns jetzt.

Der Abschied von Greg, Kim und den Hunden (die Katze und ich wurden keine Freunde!) war wirklich nicht einfach, da ein Wiedersehen sehr sehr schwer wird.

Aber der ursprüngliche Plan mit Strand, Sonne und ohne Zivilisation sollte jetzt umgesetzt werden. Christian hatte mittlerweile seine Bewerbungen erledigt und somit ging es am Donnerstag wirklich weiter! Santa Catalina hieß unsere nächste Destination. 7 Stunden Busfahren und irgendwie hatten wir vergessen, wie anstrengend das sein kann, denn 7 Stunden Busfahren bedeutet auch 7 Stunden ununterbrochene Beschallung durch Musik in einer nur schwer tolerierbaren Lautstärke. War das immer so? Irgendwie hatten wir es anders in Erinnerung oder waren einfach nur verweichlicht von unserem ruhigen Leben in Boquete. WIe auch immer kamen wir irgendwann in unserem Hostel an und waren froh diesen Trip auf uns genommen zu haben. Es war einfach genau das was wir gerade wollten. Sonne, Strand und nicht so viele Touristen. Dort haben wir zwei Nächte verbracht, bevor wir uns auf die nächste 6 stündige, ähnlich laute, Fahrt nach Panama City gemacht haben.

Was wir nun in Panama City erleben, erzählen wir euch beim nächsten und vermutlich letzten Mal!

Bis bald!

(in zwei Tagen geht der Rückflug..verrückt)

 

Oh, wie schön ist Panama!

Erstmal vielen, vielen Dank für die lieben Kommentare! 🙂

Wir haben tatsächlich unser neuntes und somit letztes Land auf unserer Reise erreicht. Ein tolles, aber auch schreckliches Gefühl. Toll, weil wir schon so viel erleben durften und wahnsinnig faszinierende Länder und Kulturen kennenlernen durften, aber schrecklich, weil es tatsächlich in weniger als einem Monat erstmal vorbei ist. (Es wird natürlich definitv nicht die letzte Reise bleiben)

Auf den ersten Blick unterscheidet sich Panama nicht sehr von Costa Rica. Auch hier gibt es wunderschöne und vielfältige Natur. Das Straßenbild ist ähnlich und auch hier ist die Armut nicht auf den ersten Blick sichtbar, aber wenn man bedenkt, dass durschnittliche Einkommen eines panamaischen Bürgers bei ca. 1000 Dollar liegt und bei Deutschen in etwa bei 3600 Dollar ist das schon ganz ordentlich, denn Lebensmittel kosten in etwa das gleiche wie in Deutschland und Hygieneartikel können sogar noch teurer sein.

Grenzübergang Costa Rica – Panama und die Bananendörfer

Also über die Grenze nach Panama… Ich kann nur sagen, die Grenzübergänge werden nicht besser. Alles war wahnsinnig unorganisiert. Beim Währungswechsel haben wir 6 Dollar minus gemacht.  Wir waren wirklich genervt, denn sofort wollte man uns wieder in einen überteuerten Shuttlebus setzen und wir haben verzweifelt nach lokalen Bussen gesucht – nur einfach keine gefunden. Wir sollten zunächst für eine Stunde fahrt 15 Dollar bezahlen. Mit einem lokalen Bus hätten wir in etwa 4 bezahlt. Wir haben gesagt, dass wir keine 15 Dollar dafür haben und lieber den ganzen Tag hier sitzen und warten bis ein richtiger Bus kommt. Danach sagte er, wir könnten für 5 Dollar mitfahren, dürften das den anderen Mitfahrern aber nicht erzählen. Nunja, so läuft das Geschäft, moralisch irgendwie nicht ganz richtig, aber uns war es erstmal egal.

Die beiden Grenzorte  Sixaola (Costa Rica) und Changuinola (Panama) sind übrigens richtige Bananenstädte. Hier kommt ein großer Teil der Chiquitabananen her. Überall standen Chiquitacontainer, LKW’s und Züge und man fährt an ewig vielen Bananenplantagen vorbei. Wir haben gehört, dass es Changuinola ohne Chiquita gar nicht geben würde, da der Ort nur entstanden ist, um die ganzen Mitarbeiter zu beherbergen. Wieviel Wahrheit darin steckt, kann ich leider nicht sagen. Vorzustellen wäre es aber.

Noch in Deutschland haben wir so viel über Bocas del Toro gehört. „Ein MUSS für jeden Reisenden!„, „wunderschöne Strände“, „Toller Ort zum entspannen!“ usw....

Wir hatten also ein allgemeines Bild und wussten, dass wir definitiv dahin muss.

Bocas del Toro ist eigentlich eine Provinz, jedoch wird hier im Allgemeinen von einer Inselgruppe gesprochen. Wir sind also mit dem Boot zur größten Insel rübergefahren und waren etwas verwirrt. Im Gegensatz zu den anderen Inseln, die wir bisher besucht haben, war es eher ok. Die Gebäude sahen etwas heruntergekommen aus, man wurde direkt überfallen mit touristischen Angeboten und viele junge partywütige Menschen kamen uns entgegen. Auch fuhren auf der Insel Autos und insgesamt wirkte es einfach komisch. Der ausschlaggebende Punkt war vermutlich, dass wir zu Hohe Erwartungen hatten. Nichtsdestotrotz hatten wir eine wirklich schöne Unterkunft und das Wetter war traumhaft.

Da die Hauptinsel ziemlich groß ist, haben wir uns überlegt ein Fahrrad zu mieten und auf Erkundungstour zu gehen. Das war wirklich wunderschön, denn wir haben einen Strandabschnitt ganz für uns allein gefunden.

Ingesamt hat uns die Insel gut gefallen, wir verstehen nur nicht warum sie so sehr gefeiert wird überall.

Boquete – Arbeiten im Hostel

Nach ein paar schönen Tagen dort sind wir weiter gezogen nach Boquete, der Ort des ewigen Frühlings. Hier arbeiten wir nun für noch unbestimmte Zeit in einem Hostel. Boquete liegt in den Bergen, am Rande des Vulkan Barú, der noch auf unserer „Erklimmungsliste“ steht. 😉  Hier gibt es wunderschöne Wanderwege und frühlingshaftes Klima, sprich Sonne, Regen, Sonne, Regen und um die 25 Grad. Ein Paradies für alte Leute, was? Ja genau, dass haben sich nämlich auf viele viele pensionierte US-Amerikaner gedacht und genießen hier ihren Ruhestand. Ein verwirrendes Bild. Wir haben einige dieser Menschen kennenlernen dürfen und auch einige Sichtweisen auf ihr Leben hier. Eine Frau hat uns erzählt, dass sie seit 6 Jahren hier mit ihrem Mann lebt und kein Wort Spanisch spricht. Sie unterstützt das indigene Volk finanziel, (es gibt eine Organisation, gegründet von den überwiegend US-amerikanischen Einwandern in Boquete, die die indigene Bevölkerung unterstützt), sie möchte jedoch nichts mit den Menschen persönlich zu tun haben, da sie die nicht mag. Wir waren geschockt über diese Aussage und haben uns für sie geschämt. Aber ja, auch sowas gibt es.

Zum Glück liegt das Hostel ein Stückchen abseits von Boquete, sodass wir uns das Elend nicht jeden Tag angucken müssen. Unser Hostel hier ist ein kleines Paradies. Greg, der Besitzer, hat uns herzlich empfangen und uns unser neues zu Hause für die nächsten Wochen gezeigt. Ein Haus strahlt absolute Gemütlichkeit aus und wir haben unseren Platz hier schnell gefunden. Wir bereiten das Frühstück vor, beziehen Betten, bespaßen die Gäste mit Filmabenden oder sogenannten Familydinnern, an denen wir alle gemeinsam Essen.

Außer uns arbeitet noch Michelle hier, sie kommt aus den US und war noch bis vor kurzem mit ihrem Freund von Alaska nach Argentinien in einem Van unterwegs. In Panama hat sich ihr Freund von ihr getrennt und somit sitzt sie jetzt hier mit uns und überlegt, was sie jetzt mit ihrem Leben anfängt.

Oft gehen wir auch zusammen wandern und genießen die Natur.

Das war ein Überblick über unsere letzten drei Wochen und Janosch hat recht:Oh , wie schön ist Panama! 🙂

Bis bald!

 

 

Anki

9. Februar 2018

**UPDATE Zwei neue Videos zum Beitrag „Das Touristentrauma“ hinzugefügt!**

Ein Kaffee über den Dächern von San Cristobal !

Das Touristentrauma

So, jetzt also Strand! Die 11 stündige Busfahrt war es wirklich Wert! Wir reisen für solch lange Strecken mit den ´Luxusbussen‘  der ADO-Gesellschaft. Nicht nur weil sie scheinbar bequemer sind sondern vor allem wegen der Toilette! 😉 Außerdem sind sie sicherer, denn nichts ist furchtbarer, als mitten in der Nacht an der Straße zu stehen, weil der Bus streikt.

Puerto Escondido

Es ist wirklich ein wirklich schönes Örtchen. Touristisch, aber trotzdem noch authentisch mit wunderschönen Stränden. Es herrscht eine sehr entspannte Atmosphäre, mit vielen sonnengebräunten Menschen, die an ihrer Kokosnuss schlürfen und vielen Surfen. Wie bereits im vorherigen Bericht erwähnt, haben wir uns ein Zimmer über AirBnb gemietet. Ein wirklicher Glücksgriff! Sehr günstig, aber sehr sauber und bequem. Außer uns waren noch zwei Australier und ein Deutscher da, mit denen wir uns gut verstanden haben. Jeden Tag haben wir kleine oder auch größere Spaziergänge gemacht und richtig schöne Ecken entdeckt.

Dolphin Watching Tour

Trotz unserer extremen Sparfuchsmentalität wollten wir dann aber einmal ein richtiges Touristending machen, eine Dolphin Watching Tour! Ehrlich gesagt, es war tatsächlich das coolste, was wir bisher erlebt haben! Früh morgens wurden wir an unserer Unterkunft abgeholt und waren passend zum Sonnenaufgang am Strand. Dort stiegen wir dann mit 4 anderen Personen und zwei Guides in ein Bötchen und los gings. Erst fuhren wir ein paar Kilometer raus auf den Pazifik, stets auf der Suche nach Delfinen. Irgendwann waren wir umringt von 10 bis 20 Delfinen, die Seite an Seite mit dem Boot schwammen. Dann durften immer zwei Leute ins Wasser und mit ihnen schwimmen. An einem Seil, welches am Boot befestigt war, ums Handgelenk gebunden, sprangen wir ins Wasser. Wir hatten schon etwas Angst, einfach so im großen Pazifik zu schwimmen. Aber es war wirklich atemberaubend! Auf dem Rückweg haben wir dann tatsächlich noch einen Wal mit seinem Kind gesehen. Es sah richtig surreal aus. Der Guide war völlig aus dem Häuschen und ist direkt mit seiner Actioncam ins Wasser gesprungen. Als er alles gefilmt hat, rief er Christian zu auch reinzuspringen und zack ist Christian, ohne groß nachzudenken ins Wasser gehüpft und mit dem Wal geschwommen. 😀 Glücklich, aber mit einem riesen Muskelkater und zig blauen Flecken vom aus dem Wasser zurück ins Boot klettern kamen wir dann wieder in der Unterkunft an.

Mazunte

Nach ein paar schönen Tagen wollten wir dann weiter ins nächste Strandörtchen. Wir haben im Vorfeld viel positives über Mazunte gehört und hatten uns sehr gefreut. Auch hier hatten wir eine Unterkunft über AirBnb gebucht… nur leider für März… Das haben wir aber leider erst gemerkt, als wir vor der Unterkunft standen. Völlig planlos und mit unseren großen Rucksäcken sind wir dann durch das Dorf gelaufen und haben nach einem Zimmer gesucht. Irgendwann wurden wir fündig. Eine Dame in einer Hängematte rief uns zu: „Habitacion?“ Das war unser Stichwort! Die Unterkunft war, naja wie sollen wir es beschreiben, ok für unsere Zwecke? Ja, vielleicht. Die Toilette war nur durch einen kleinen Vorhang von der Außenwelt bedeckt und so hatte man viele Zuschauer bei seinem Geschäft! 😀 Aber es gab ein Bett, ein Moskitonetz und einen Ventilator in unserem Zimmer. Statt der geplanten drei Nächte sind wir allerdings nur eine geblieben, denn auch das Dorf hat uns leider gar nicht überzeugt. Es war wirklich sehr schön, viel Grün und ein schöner Strand, aber alles andere wirkte sehr aufgesetzt. Es war ein Hippie-Tempel und jeder der nicht irgendwie völlig abgespaced und heftig alternativ durch die Gegend lief, wurde schräg begutachtet. Zumindest fühlte es sich für uns so an. Naja wir waren wohl einfach nicht bereit für diesen Ort. Abends haben wir uns dann aber noch mit einem Bierchen an den Strand gesetzt und einen unheimlich schönen Sternenhimmel bewundern können. 🙂

Huatulco

Am nächsten Morgen sollte es dann weiter gehen nach Huatulco. (Auch ein Strandort, an einem Nationalpark gelegen, etwas weiter südlich)

Den Weg dorthin sind wir wieder getrampt. Es ist kräftezehrend, weil man teilweise ziemlich lange in der Sonne steht und auf ein Auto wartet, aber es macht sooo viel Spaß, weil man die unterschiedlichsten Menschen kennenlernt. Zuerst nahm uns eine Mexikanerin mit, dann zwei Schweizer und dann noch mal zwei Mexikaner. So haben wir fast 70 Kilometer bestritten und natürlich fleißig gespart.

In Huatulco angekommen waren wir dann gar nicht mehr so happy. Vor uns lag eine Touristadt, mit vielen schicken Hotels und gar nicht mehr das Mexiko, dass wir so lieben gelernt haben. Wir hätten uns im Vorfeld einfach ein bisschen besser informieren sollen, aber auch das ist eine Erfahrung.  Grund für den Tourismus ist der Hafen, an dem auch große Kreuzfahrtschiffe anlegen können. Im Vorfeld, hatten wir wieder ein Zimmer über AirBnB gebucht. Es lag abseits, in einem kleinen etwas ‚mexikanischerem‘ Viertel und haben uns eigentlich sehr wohlgefühlt, bis es Nacht wurde. Die Geräusche in der Nacht ließen uns kaum schlafen. Irgendwas ist immer. Entweder sind es die Hunde, die einen Chor bilden, Vögel, die hier noch mal einige Dezibel lauter zwitschern, Autos, Menschen, Musik…   einfach alles. Es war auch in den Nächten davor nie ruhig und diese Hunde in der Nacht gab es bisher überall, aber wahrscheinlich hat sich die allgemeine, etwas niedergeschlagene Stimmung, seinen Teil dazu beigetragen. Letztendlich haben wir in fast keiner Nacht wirklich gut geschlafen, bis auf die letzte. Alles war unheimlich ruhig, ganz merkwürdig. Aber dann gab es in den Morgenstunden ein kleines Erdbeben. Wir sind ein wenig im Bett hin und her geschaukelt worden und dann war es auch schon wieder vorbei. Sehr merkwürdig insgesamt. 😀

Nichtsdestotrotz sind wir immer noch unheimlich froh über unsere gemeinsame Zeit hier und freuen uns auf das was noch kommt. Mexiko ist ein so wunderbares Land. Die Menschen sind  immer für einen kleinen Plausch zu haben und nehmen sich Zeit, trotz unserer noch immer nicht vorhandenden Spanischkenntnisse.  Die Agua frescas (frischer Fruchtsaftmix mit Zucker und Eiswürfeln) gibt es hier an jeder Ecke, genauso wie die kleine Tacostände oder die Cantinas, in denen man wohl das beste hausgemachte Essen für richtig kleines Geld bekommt. Heute Mittag hatten wir beispielsweisen je zwei Quessadillas und einem Liter Agua fresca für insgsamt 3 Euro!! 😉

Heute Nacht geht es weiter nach San Cristobal de las Casas, wieder in die Kälte, 11 Stunden Nachtbus! Yeah!

Bis bald!

P.S einige Videos und Fotos fehlen noch, werden aber in den nächsten Tagen nachgereicht! 😉

Das große Wiedersehen!

So, da sind wir wieder!

Wir sitzen gerade in unserem Hostel in Oaxaca (ausgesprochen: Wahaka) und gucken einen Film über Netflix im Gemeinschaftsraum.

 

***UPDATE#2***

Endlich hat es auch mit den Bilder geklappt und wir haben noch kleines Vorabvideo von unserem gestrigen Tag! Mehr folgt..versprochen!

***UPDATE***

In der südlichen Hälfte von Mexiko ist das Internet ausgefallen und somit hatten wir in unserem Hostel auch kein WLAN mehr. Aber wir sitzen jetzt gerade bei Mc Donalds und trinken einen Alibi-Kaffee, damit ihr auf jeden Fall noch eure News bekommt! 😉 Fotos folgen ganz bald… leider ist die Geschwindigkeit sehr langsam.

Aber zuerst fangen wir mal ganz vorne an…

Dr. Pizza

Nachdem wir uns von der Familie in Cholula verabschiedet haben, sind wir in das 20km entfernte Puebla getrampt! Das hat wirklich wunderbar funktioniert. Nach etwa einer viertel Stunde hat uns ein Paar in einem Kleinwagen mitgenommen. Zwar hätte der Weg mit einem Combi (Kleinbus) kaum etwas gekostet, aber wir sind eine Erfahrung reicher. In Puebla angekommen haben wir dann Conrado getroffen. Es war ein ganz verrückter, schöner Moment, aber es fühlte sich überhaupt nicht fremd an. Sofort zeigte er uns das Haus seiner Familie, stellte uns seiner Schwester und seiner Mutter vor, es wurde für uns gekocht und wir aßen zusammen Nudeln mit Fleischbällchen. 😀 Conrado ist Medizinstudent und hat vor einem Jahr zusätzlich aus seiner „Kinderzimmer“ eine Pizzeria eröffnet. Zu Beginn seines Medizinstudiums bekam er ein  Stipendium und da überlegte er sich, wie er das Geld am besten einsetzten könnte. Er entschied sich einen Pizzaofen zu kaufen, weil er Lust hatte sich seine eigenen professionellen Pizzas zu machen. Da sein Zimmer an der Straße lag, fing er irgendwann an, die Pizza aus seinem Fenster zu verkaufen  und ein halbes Jahr später eröffnete er dann seine eigene Pizzeria. Somit hatten wir, während unserer Zeit da eine Pizzaflatrate! Adios Beachfigur!

Während unseres kurzen, aber schönen Aufenthalts bei Conrado, haben wir einiges erlebt. Unseren ersten Mezcal (quasi neben Tequila das Nationalgetränk), einen Nachttrip auf eine Festung in Puebla, hoch oben auf einem Berg, Tacos lingua (mit Kuhzunge) und Bier, Bier, Bier. 😀

Die Kolonialstadt Oaxaca de Juarez

Nach drei Tagen bei Conrado sind wir dann 5 Stunden in einem Bus nach Oaxaca gefahren. Endlich warm!… dachten wir. Aber nein, auch hier ist es noch nicht wirklich warm. Hier haben wir jetzt drei Nächte in einem 8er Zimmer im Hostel übernachtet. Hier haben wir viele Gleichgesinnte aus aller Welt getroffen und die bereits gemachten Erfahrungen ausgetauscht. Auch das Schlafen in einem 8er Zimmer war tatsächlich ok. Abends die Kopfhörer ins Ohr und ein Sherlock Holmes Hörbuch angemacht und alles war gut. 😉 Über Tag haben wir dann die Stadt erkundet. Alles ist sehr bunt und freundlich gestaltet. Vom kriminellen und gefährlichen Mexiko ist hier nichts zu spüren. Besonders nachts sind die Straßen voller Menschen und der Marktplatz wird zu einer großen Tanzfläche mit Liveband! Wir waren so begeistert! Ich wurde sogar von einem Herrn aufgefordert zu tanzen, habe mich aber nicht getraut. 😀 Im Nachhinein bereue ich das ein bisschen.

Hierve el Agua

Am Montag waren wir in den Bergen. Nach einer ziemlich mühsamen und holprigen Anfahrt durch die Berge und kleine Dörfer landeten wir an einem magischen Ort. Der Ausblick war sagenhaft und der Infinitypool, welcher aus einer natürlichen Quelle entstanden ist, war wirklich beeindruckend. Leider war es ziemlich kalt und unserer Tattoos noch zu frisch, als das wir dort hätten schwimmen gehen könnten, leider. Trotz der Kälte und dem bewölkten Wetter, haben wir beide einen ordentlichen Sonnenbrand im Gesicht abbekommen. Apropos Tattoos, Christians Tattoo Fangemeinde wird immer größer, gerade hier im Hostel fragen viele danach. 😉

Und sonst so

Insgesamt geht’s uns immer noch gut. Nur merkt man schon, dass sich Erschöpfung breit macht. Deshalb haben wir uns entschieden jetzt an die Pazifikküste zu fahren und uns ein eigenes Zimmer über Airbnb zu gönnen. Puerto Escondito, so nennt sich die Stadt, die wir anpeilen, ist schon eher ein Surf/Party/Backpacker Ort und wir versuchen deshalb die überfüllten Hostels zu vermeiden.  Drei Nächte haben wir für’s erste gebucht und danach schauen wir mal, wonach uns ist. 😉 Jetzt wollen wir aber erst mal Ruhe, Sonne und Meer!

Das nächste Mal melden wir uns vom Strand!!!

Bis bald!

P.S. Freut euch auf coole Fotos 😉

El Mexicano, Don Christian

Jetzt sitzen wir hier im Wohnzimmer bei der Familie Sanchez Nava und es ist tatsächlich schon der letzte Abend. Die Woche ist unheimlich schnell verflogen. Viel essen, viel lachen, viel reden… und ein bisschen arbeiten, haben die Woche für uns unvergesslich gemacht.

In der ganzen Zeit war der Schärfegrad der Mahlzeiten wirklich auszuhalten und wir dachten es würde einfach nur übertrieben werden…, bis es heute die Enchiladas gab! Muy pikante! In Mexiko ist scheinbar alles auf pikante (scharf) getrimmt. Ob jegliche Mahlzeit mit Chili, Früchte mit Chili, Eis mit Chili, Bonbons mit Chili und sogar Bier mit Chili, alles kein Problem!

Bier mit Chilli?

Das musste getestet werden:

Das Bier wird Michelada genannt und wird aus handelsüblichem Bier und einer roten Salsa hergestellt. Weil das ja noch nicht reicht, wird noch ein Chilirand hinzugefügt. Wir können euch sagen: es sieht nicht nur furchtbar aus, es ist auch wirklich nicht lecker. Aber wir sind jetzt eine Erfahrung reicher. Jedoch schmecken Früchte mit Chilipulver gar nicht so übel. 😉

Cholula City

Am Wochendende haben wir einen kleinen Marsch in die nächst größere Stadt gemacht. Dort steht eine sehr alte und leider auch eine viele Jahre verachlässigte Pyramide. Von der Pyramide selbst ist leider nicht mehr viel zusehen, viel mehr sieht es aus, wie ein kleiner Berg, der mit Wildwuchs überwuchert ist. Auf dieser Pyramide wurde eine Kirche erbaut, welches dem Ganzen einen märchenhaften Touch gibt. Aber schaut selbst! Wir haben uns mal an einem kleinen Video versucht! 😉

Work, work, work!

Aber wie wir oben schon geschrieben haben, haben wir natürlich auch gearbeitet. Begonnen haben wir nach dem Frühstück und um ca. 14 Uhr war dann Feierabend für uns. In den letzten drei Tagen war unser Hauptprojekt das Bäume stutzen. Es hat uns unheimlich viel Spaß gemacht, aber die pralle Sonne hat Spuren hinterlassen: ordentlichen Sonnenbrand. Zwischendurch hatten wir aber sogar Hilfe. Julia, die unter Morbus Parkinson und Demenz leidet hat ein starkes Bedürfnis sich zu bewegen und zu helfen. Deshalb haben wir sie dann in unsere Arbeit eingespannt und als Team die Äste zerkleinert.

Highlight! 😀

Eine Woche voller Highlights endet natürlich auch mit einem besonderen Highlight, denn plötzlich hatten wir einen Tattootermin! 😀 Ja, es stimmt, wenn sich jetzt einige denken: noch keine zwei Wochen auf reisen und schon ein Tattoo? Geplant, dass wir uns auf unserer Reise eine solche Erinnerung schaffen, hatten wir schon zu Beginn. Während des Frühstücks am Montagmorgen sprachen wir mit Keila und Sharon über Tattoos, weil auch sie beide welche haben und aus diesem Gespräch resultierte ein Termin am Dienstagabend. Grund dazu war aber insbesondere die Sicherheit, dass mit guten Produkten und hygienisch gearbeitet wird. Da kann das dann einfach schon mal passieren. 😉

Unsere neuen Errungenschaften findet besonders Vater Findecio richtig gut und nennt Christian nur noch den El Mexicano oder Don Christian. 😀 Wir sind beide sehr zufrieden und freuen uns auf unsere weiteren Erlebnisse!

Und wie geht’s weiter?

Ein ganz besonderes Erlebnis steht uns morgen bevor, denn dann werden wir Conrado treffen. Conrado war vor ca. 10 Jahren bei meiner Familie für ein paar Wochen „Gastkind“ aus Mexiko. Er war damals 13 Jahre alt und hat mit uns gelebt. Über Facebook sind wir immer ein wenig in Kontakt geblieben und morgen werden wir uns nach 10 Jahren wieder sehen!

Nach dem Frühstück werden wir morgen also unsere Sachen packen und uns auf dem Weg nach Puebla zu Conrado machen, wo wir dann zwei Nächte bleiben.

Beim nächsten Mal erzählen wir euch wie es war und wo es danach hingeht. 🙂

Bis bald!

 

Adios Mexico City, Hola Cholula

Wie der ein oder andere von euch vermutlich schon erfahren hat, sind wir vorgestern weiter gezogen. Aber vorher haben wir von Mexico City noch die Pyramiden von Teotihuacan besucht. Eine Stadt, die 100 – 650 n.Chr. ein florierendes Zentrum Mesoamerikas und auch eine der größten Städte der Welt war.

Gute zwei Stunden von Mexico City mit dem Bus bot sich ein atemberaubender Anblick der Sonnenpyramide! Der Aufstieg war anstrengender als gedacht, da die Treppenstufen weder eben, noch in gleichen Abständen angereiht sind. Aber oben angekommen, hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf das ganze Areal, umrandet von Bergen.

Wir sind ganz gemütlich durch das Areal geschlendert und haben vor allem die Sonne dort sehr genossen, da es in Mexico City doch recht kühl ist.

Abfahrt nach Cholula

Trotz der schönen Zeit in Mexico City sind wir nun weiter gereist. Wir haben uns schon von Deutschland über die Plattform www.workaway.de mit einer mexikanischen Familie in Colula verabredet. Dort tauschen wir unsere Arbeitskraft nun gegen Kost und Logie. Wir waren unheimlich aufgeregt, als wir mit dem Bus 3 Stunden in Richtung Süden gedüst sind. Es hieß, dass sie nur sehr wenig Englisch sprechen würden und  wir somit auf Spanisch kommunizieren müssten. Christian und ich haben deshalb aus lauter Nervosität alle möglichen Szenarien durchgespielt und die dazu notwenigen spanischen Sätze auswendig gelernt. Angekommen haben wir aber schnell gemerkt, dass zumindest die beiden Töchter sehr wohl Englisch sprechen und uns ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen. 😀

Wir leben nun also zusammen mit Mutter Rosalie, Vater Fidencio, den beiden Töchtern Keyla und Sharon, den beiden Großmüttern Julia (79) und Rosalie (90) und 2 Hunden unter einem Dach. Außer Keyla und Sharon spricht aber keiner Englisch und deshalb sind unsere Spanischkenntnisse in den letzten 2 Tagen tatsächlich schon um einiges besser geworden.

Uns fehlen tatsächlich die Worte um die Familie zu beschreiben. Eine solche Harmonie und ein solchen Gemeinschaftsgefühl haben weder Christian noch ich, in der Form und Intensität  je erlebt. Obwohl wir eigentlich Fremde sind, haben wir uns in keiner Minute so gefühlt. Wenn man bedenkt, aus welch verschiedenen Kulturen wir kommen und unser Spanisch sehr zu wünschen übrig lässt, aber man totzdem direkt dazu gehört. Da merkt man, wie einfach Integration sein kann, wenn man es wirklich möchte. „Dazu gehören“ heißt aber eben auch alle Rechte und Pflichten zu teilen. Wir sind keine Gäste und haben somit ebenso den Abwasch zu machen oder den Garten instand zu halten, dafür können wir aber ein richtig authentisches mexikanischen Familienleben miterleben. Wir bekommen drei Mal täglich reichlich und richtig gut zu Essen und können uns am Wasser sowie am Obstkorb einfach bedienen. Lediglich die Essenzeiten sind gewöhnungsbedürftig: ca. 9:30 Uhr, ca. 14:30 Uhr, ca. 20 Uhr. Aber irgendwie passen wir uns schon an. 😉

In den nächsten zwei Tagen haben wir aber frei und werden die Umgebung erkunden.

Bis bald!

P.S. Wir haben unsere Packliste endlich aktualisiert 😉

Endlich da!

Guten Morgen!

Wir sind gerade voll motiviert und besonders ausgeschlafen aus dem Bett gehüpft. Nein, eigentlich nicht. Wir sind ziemlich geschlaucht von der langen Anreise, die ohne die Übernachtung in Mailand mehr als 20 Stunden betrug.

Um in Mexiko einreisen zu dürfen benötigt man zwar kein Visum, jedoch bekommt man eine Touristenkarte, die jederzeit mit sich zu führen ist. Darauf ist u.a. vermerkt, wie lange wir uns in diesem Land aufhalten dürfen. Die maximale Anzahl der Tage sind 180. Um das zu bekommen, muss ein Rückflugticket vorgezeigt werden. Wir haben leider nicht bedacht, dass wir am Flufghafen erst einmal kein Internet haben werden und somit der Rückflug offline abzurufen sein sollte…  war er aber nicht. Nach ein paar lieben Worten zu der Dame am Schalter, durften wir jedoch auch ohne Ruckflugticket einreisen und haben sogar die vollen 180 Tage Aufenthaltserlaubnis bekommen! 😉

Wir haben uns dann mit Uber (privates Taxiunternehmen) zu unserem Hotel bringen lassen. Wunderbar unkompliziert, weil man einfach seine Daten in die App eingibt, eine gewünschte Zahlungsmethode auswählt und in den nächsten Minuten von einem Fahrer abgeholt wird. Wir haben uns für das Teilen eines Uber’s entschieden und haben damit sogar noch mehr gespart. Insgesamt haben wir umgerechnet 4,25€ für 10km bezahlt!

Um 21:00 Uhr Ortszeit, also 4:00 Uhr eure Zeit, sind wir im Hotel Fornos angekommen. Das Zimmer ist klein, aber gemütlich und für unsere Zwecke völlig ausreichend. Außerdem haben wir für 6 Übernachtungen nur knapp 100 Euro bezahlt.

 

In den nächsten Tagen werden wir euch von unseren ersten Eindrücken berichten.

Wir gehen jetzt erst Mal frühstücken und hoffen inständig, dass wir irgendwie an Kaffee kommen. 😉