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Pura Vida – Costa Rica

Christian und ich sind nun schon seit Anfang Januar unterwegs und haben mittlerweile viel dazugelernt und auch ein anderes Verständnis von Urlaub oder Reisen und diese beiden Arten treffen jetzt also aufeinander: Mathias hat drei Wochen Urlaub und begleitet uns ein Stück auf unserer Reise, aber was ist anders am Reisen als am Urlaub ? Gibt es einen Unterschied? Wir können euch sagen, den gibt es, denn eigendlich war und ist Christians und mein größter Feind das Geldausgeben, aber im Urlaub will man sich ja mal was gönnen. Wir alle haben Kompromisse geschlossen und hatten deshalb eine wirklich schöne  Zeit.

Pura Vida heißt übrigens in etwa „das reine Leben“, ist aber eine richtige Lebenseinstellung in Costa Rica. Vermutlich am ehesten mit Entspannung, Leichtigkeit und die Freude am Leben zu definieren.

Wir haben zusammen nach Unterkünften geschaut, gemeinsam gekocht, haben aber auch mal gemeinsam ein Restaurant besucht, und sogar richtige Touri Touren gemacht! Es wurde ein bunter Mix aus Erlebnissen, die Zusammengefügt ein cooles Paket ergaben. Aber genug vom Vorgeplänkel, ich fange mal an zu erzählen.

Notiz an Mathias: Falls du anderer Meinung bist, schreib doch bitte ein Kommentar. 😀

In the middle of nowhere!

Nachdem wir ein paar schöne Tage in Quepos verbracht haben, wie bereits im letzten Eintrag erwähnt, fuhren wir danach mit unserem Geländewagen weiter in die Wildnis. Wir hatten uns ein AirBnb gebuch, mitten im Nichts. Ihr fragt euch sicherlich, warum wir einen Geländewagen genommen haben, aber das war mehr als nötig. Die Straßenverhältnisse sind auf den Hauptverkehrstraßen zwar gut, sobald man jedoch auf eine Nebenstraße gerät, verschlechtert sich die Straßenlage ziemlich. Es gibt quasi keine richtigen Straßen mehr sondern vielmehr etwas das wir als Feldwege bezeichnen würden. Wir haben für 80 Kilometer ca. 7 Stunden gebraucht. Ich glaube das erklärt einiges. Wir mussten sogar einmal umkehren, da wir selbst mit dem Geländewagen nicht hoch kamen.

Weiß jemand wie man einen Fisch ausnimmt?

Nach einer wirklich anstrengenden Fahrt kamen wir in unserer neuen Unterkunft an. Ein eigenes kleines Holzhäuschen mit Fischteich für uns, ohne Internet. 🙂 Natürlich würde direkt die Angel rausgeholt und getestet und wir haben es tatsächlich geschafft ein köstliches Essen zu zaubern, obwohl keiner wirklich wusste, wie man einen Fisch ausnimmt. 😀

 

Station Nummer 3: Santa Elena & Monteverde

Mit besten Omega-3 Fettsäuren bestärkt sind wir dann weiter nach Santa Elena. Hier haben wir den gleichnamigen Nationalpark und auch eine Kaffeeplantage besucht.

Bei der Kaffeetour haben wir dann nicht nur die Kaffepflanzen und die Röstung von Kaffee sehen können, sondern auch die Verarbeitung von Kakaobohnen und Zuckerrohr. Der Ochsenkarren, den ihr unten in den Bildern sehen könnt, wurde früher zur Beförderung von Kaffee genutzt.

Station 4: Pazifikküste Samara

Im Großen und Ganzen hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt ziemlich schlechtes Wetter. So auch in Samara. Eigentlich ein sehr schönes, entspanntes Örtchen an der Pazifikküste, jedoch fing es jeden Tag bereits vor dem Mittagessen an zu regnen und so blieb uns nicht viel Zeit am Strand, haben aber die Zeit mit gutem Essen vertrieben. 😀 Das Nationalgericht heißt Casado und war eins unserer Hauptnahrungsmittel. Es besteht aus Reis und Bohnen (wer hätte das gedacht? :D) und einer Sorte Fleisch nach Wahl, einem kleinen Salat und frittierten Kochbananen. Leider haben wir davon irgendwie kein Foto gemacht. Aber es gab natürlich auch noch was anderes zu essen:

Station 5: Liberia, der Nationalpark Rincon de la Vieja und die faulen Eier

In Liberia wurde das Wetter so langsam besser und wir haben von dort aus einen Tagestrip zum Nationalpark Rincon de la Vieja gemacht. Hier haben wir eine ordentliche Wanderung zu einem Waserfall gemacht. Der Wasserfall an sich war nicht sonderlich spektakulär, aber der Weg ist das Ziel 😀

Dieser 12 km Marsch sollte jedoch nicht der letzte für desen Tag bleiben, denn es hieß es gäbe noch heiße Quellen in der Nähe. Nachdem wir die letzten vier Kilometer der Wasserfallwanderung schon im Regen hinter uns gebracht haben, waren wir natürlich pitsche nass! Aber heiße Quellen klangen verlockend und so haben wir noch mal 6 Kilometer im Regen auf uns genommen, um zu den Quellen zugelangen. Dabei sind wir durch Flüsse gewatet und sind Schildkröten und sogar einer Schlange begegnet! Aber es hat sich gelohnt!

Einen einzigen Nachteil gab es bei dieser Aktion… wir stinken bis heute noch nach faulen Eiern. Die Haut hat irgendwann aufgehört danach zu riechen, aber unsere Badesachen ziehen einen ordentlichen Geruch nach sich.

Station 6: La Fortuna

La Fortuna ist ein ganz typischer Touristenort, der um den wunderschönen Vulkan Arenal und dem gleichnamigen See  gelegen ist. Den Vulkan kann man leider nicht besteigen, da aus ihm giftige Dämpfe austreten und es damit viel zu gefährlich ist. Es gibt viele Restaurants, Cafe’s und Souvenirläden zum stöbern. Wir haben hier irgendwie nur wenig Fotos gemacht, aber nichtsdestotrotz hatten wir einige coole Erlebnisse. Mathias hat z.B. eine Canopytour gemacht und ist wie Tarzan durch den Wald geflogen und wir zusammen haben wir danach eine Wildwasser Rafting Tour gemacht. Mit dem Schlauchboot über reißendes Wasser… das war wirklich witzig und einige sind dabei gekentert – so auch Mathias. 😀

Station 7: Puerto Viejo und Cahuita – die Karibikküste

Da wir an der Pazifikküste mit dem Wetter nicht so viel Glück hatten, mussten wir natürlich die Karibikküste testen. Es war herrlich. Natürlich hat es hier auch geregnet, aber längst nicht so viel, sodass wir viel Zeit hatten unsere Umgebung zu erkunden.

Eigentlich eher zufällig sind wir an einem ganz besondern Ort gelandet. Eine Permakultur Farm, die sich vorwiegend mit dem organischem und nachhaltigem Anbau von Obst und Gemüse beschäftigt, aber auch der Schutz des angrenzenden Regenwaldes. WIr haben hier also quasi mitten im Regenwald gewohnt. Carsten, der deutsche Besitzer lebt hier mit seiner Frau, die einem Indianerstamm angehört und den vier Kindern. Preisfrage: Wusstet ihr, dass es in Costa Rica Indianerstämme gibt? Wir wussten es nicht und waren sehr überrascht. Carsten hat mit uns zwei Touren durch sein 33 Hecktar große Plantage/Regenwald gemacht und es war wirklich schön noch mal eine ganz andere Seite von Costa Rica kennenzulernen.

Neugierig auf die costaricanische Indianerkultur haben wir dann noch eine Indianerfamilie besucht. Hier wurden wir durch den Garten der Familie geführt und uns wurden verschiedene Heilpfanzen gezeigt und wie bzw. wozu diese genutzt werden. Abschluss der runde war die Zubereitung von Kakao auf indianische Weise und es gab einen leckeren Schokoladendrink. 🙂 Da dort niemand Englisch sprach, haben wir die ganze Tour auf Spanisch gemacht und es hat sogar geklappt!

Die restliche Zeit haben wir dann einfach den Strand genossen und versucht an Mathias‘ Urlaubsbräune zu arbeiten 😀

 

Aktuell sind wir schon in Panama angekommen und Mathias ist wieder in Deutschland. Seit gestern sind wir in einem Hostel, in dem wir jetzt für ca. einen Monat arbeiten gegen ein Dach über dem Kopf und Frühstück. Unsere Vorbereitungen für unseren Umzug nach Göteborg laufen auch schon. ( Ja, es geht nach Göteborg – ich glaube, dass hatte ich hier vergessen zu erwähnen 😀 ) Die Spanischbücher werden jetzt gegen die Schwedischbücher getauscht, das Zugticket ist gebucht für den 07.August und unsere erste Mini-Unterkunft haben wir zum Glück auch.

Aber wie es hier weiter geht und was Panama so für uns bereit hält, erzählen wir euch beim nächsten mal.

Bis bald!

P.S. Wenn ihr noch mal einen netten Kommentar habt – wir freuen uns immer und sind interessiert wer unseren Blog tatsächlich immer noch verfolgt. 🙂

On the road again…

Gefühlt ist jetzt schon wieder so viel Zeit vergangen seitdem wir uns das letzte Mal gemeldet haben, weil wir wieder so viel erlebt haben und dies natürlich mit euch teilen möchten.

Wie bereits im vergangenen Eintrag erwähnt sollte es am letzten Abend bei unserer Gastfamilie ein letztes gemeinsames Abendessen geben. Dazu wollte Elisabeth etwas besonderes für uns kochen. Das hat sie! Koreanisch! Dies hatte sie von einem koreanischen Studenten vor einigen Monaten gelernt. Das faszinierende dabei war, dass es im Grunde genommen wie Spaghetti Bologese geschmeckt hat und das war ein Highlight! Danach saßen wir noch mit ein paar Freunden der Familie zusammen und haben den Abend ausklingen lassen.

Danach sind wir nach Antigua aufgebrochen und haben zwei Tage dort verbracht. Dort haben wir die Stadt erkundet und sind auf einen Berg gewandert von dem man  einen schönen Ausblick auf den Vulkan Acatenango und die Stadt hat. Antigua war früher einmal die Hauptstadt Guatemalas. Jedoch liegt sie so ungünstig, dass bereits viele viele Erdbeben zahlreiche Gebäude zerstört haben. Dies sieht man beispielsweise an dem Wahrzeichen von Antigua, dass früher einmal Teil eines Klosters war.

El Salvador

Von Antigua sollte es dann nach El Salvador gehen! 🙂 Auf diesem Weg mussten wir mit 4 verschiedenen Bussen fahren, über die Grenze laufen, um dann zu merken, dass das Bussystem in El Salvador deutlich besser organisiert ist! In Guatemala sind wir noch mit den Chickenbussen gefahren, wo drei Leute auf einer Bank für zwei sitzen und der Rest im Gang steht. Die Rucksäcke werden einfach oben drauf geschmissen und wir haben jedes Mal gehofft, dass sie es überstehen und nicht zwischendurch vom Wagen fallen (Bei der Fahrweise würde es mich nicht wundern). In El Salvador sind die Busse nummeriert, Preise sind ausgeschildert, unsere Rucksäcke wurden sicher unten im Gepäckraum verstaut und es gab für jeden einen richigen Platz. Herrlich! Wir hatten zu keiner Zeit ein unsicheres Gefühl. Alle waren sehr nett und zuvorkommend und wir sind gut in unserem Hostel angekommen. Da das Hostel nur 10 Betten hatte, war es wie in eine Familie zu kommen. Wir haben dann auch gemeinsam in den nächsten Tagen verschiedenste Unternehmungen gemacht.

Wie zum Beispiel einen richtig heißen Wasserfall besucht!

Und weil ein Wasserfall nicht genug ist, haben wir auch noch einen zweiten, kalten besucht.

Am nächsten Tag haben wir dann gemeinsam unseren zweiten Vulkan bestiegen: Santa Ana!

Und uns nachher im Lake Coatepeque abgekühlt:

El Salvador ist einfach so so schön und hat so viel zu bieten. Es ist wirklich schade, dass dieses Land immer noch so ein schlechtes Image hat. Wir sind sehr froh, dass wir uns für El Salvador entschieden haben!

Schwere Entscheidungen

Die Entscheidung, wo es danach hingehen sollte, viel uns unheimlich schwer, da in Nicaragua heftige Unruhen waren. Es war lange nicht klar, ob wir Nicaragua überhaupt  über Land durchqueren können oder ob es zu gefährlich ist. Die Gründe für die Unruhen sind, dass die Regierung die Steuern ernorm erhöht hat, jedoch Leistungen gekürzt wurden. Mittlerweile wurde dies zürückgezogen, jedoch möchten die Einwohner die jetzige Regierung trotzdem stürzen. Dies führte dazu, dass zahlreiche Häuser abgebrannt wurden, es Demonstrationen mit Todesfällen gab und eigentlich das ganze Land völlig außer Kontrolle war. Laut den Nachrichten hat sich die Situation etwas beruhigt, sodass wir uns entschieden haben über Honduras nach Nicaragua zu reisen, um dann am 11.05 Mathias pünktlich vom Flughafen in Costa Rica abzuholen. Hierbei jedoch immer ein Ohr auf die Nachrichten haben. Die andere Alternative wäre gewesen von EL Salvador nach Costa Rica zu fliegen… ,aber das können wir uns eigentlich nicht leisten.

Honduras

Jetzt sind wir aber gerade in Honduras und somit in Land Nummer 6!

Um von El Salvador nach Honduras zu reisen mussten wir aber noch mal über Guatemala. Das hieß: 3 Länder, 2 Grenzkontrollen und erst etwa nach 6 verschiedenen Bussen haben wir unser Ziel Copan erreicht. Wir waren jetzt nicht mehr nur Christian und ich, sondern noch Jule, die sich entschlossen hat uns dorthin zu begleiten. Hier haben wir dann gemeinsam unsere definitiv letzten Mayaruinen besucht. 😉 Und in einer deutschen Brauerei Käsespätzle gegessen und gutes Bier getrunken!!!!!! Es ist unglaublich, wie man sich über die kleinen Freuden des Leben so sehr freuen kann. 😀 Aber unsere Ernährung ist sonst auch schon relativ einseitig. Morgens, wie ja bereits mal erwähnt Haferflocken, mittags und/oder abends, dann Weißbrot, Zwieback oder Tortillas mit Bohen in jeglicher Variation, Tomaten und/oder Avocado und Obst natürlich. Ach und das was wir an den Straßenstränden finden. 🙂

Jetzt sind wir gerade an einem See in einer Brauerei/Lodge ( http://ddbrewery.com ) umgeben vom Regenwald mit Kolibris, Tucanen und natürlich Bier. 🙂 Außer der Bierprobe kann man hier aber auch wunderbar Kayak fahren, was wir gestern direkt getestet haben.

Der See ist wunderschön! Wir waren ganz allein, außer ein paar kleiner Fischerboote.Hier haben wir dann einfach entspannt, denn Fischen zugeguckt, den Vögeln zugehört und uns natürlich einen Sonnenbrand geholt… 😀

Morgen früh um 6 Uhr treten wir dann eine 12 stündige Fahrt nach Nicaragua an!

Wir freuen uns rießig. 😉

Bis bald!