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On the road again…

Gefühlt ist jetzt schon wieder so viel Zeit vergangen seitdem wir uns das letzte Mal gemeldet haben, weil wir wieder so viel erlebt haben und dies natürlich mit euch teilen möchten.

Wie bereits im vergangenen Eintrag erwähnt sollte es am letzten Abend bei unserer Gastfamilie ein letztes gemeinsames Abendessen geben. Dazu wollte Elisabeth etwas besonderes für uns kochen. Das hat sie! Koreanisch! Dies hatte sie von einem koreanischen Studenten vor einigen Monaten gelernt. Das faszinierende dabei war, dass es im Grunde genommen wie Spaghetti Bologese geschmeckt hat und das war ein Highlight! Danach saßen wir noch mit ein paar Freunden der Familie zusammen und haben den Abend ausklingen lassen.

Danach sind wir nach Antigua aufgebrochen und haben zwei Tage dort verbracht. Dort haben wir die Stadt erkundet und sind auf einen Berg gewandert von dem man  einen schönen Ausblick auf den Vulkan Acatenango und die Stadt hat. Antigua war früher einmal die Hauptstadt Guatemalas. Jedoch liegt sie so ungünstig, dass bereits viele viele Erdbeben zahlreiche Gebäude zerstört haben. Dies sieht man beispielsweise an dem Wahrzeichen von Antigua, dass früher einmal Teil eines Klosters war.

El Salvador

Von Antigua sollte es dann nach El Salvador gehen! 🙂 Auf diesem Weg mussten wir mit 4 verschiedenen Bussen fahren, über die Grenze laufen, um dann zu merken, dass das Bussystem in El Salvador deutlich besser organisiert ist! In Guatemala sind wir noch mit den Chickenbussen gefahren, wo drei Leute auf einer Bank für zwei sitzen und der Rest im Gang steht. Die Rucksäcke werden einfach oben drauf geschmissen und wir haben jedes Mal gehofft, dass sie es überstehen und nicht zwischendurch vom Wagen fallen (Bei der Fahrweise würde es mich nicht wundern). In El Salvador sind die Busse nummeriert, Preise sind ausgeschildert, unsere Rucksäcke wurden sicher unten im Gepäckraum verstaut und es gab für jeden einen richigen Platz. Herrlich! Wir hatten zu keiner Zeit ein unsicheres Gefühl. Alle waren sehr nett und zuvorkommend und wir sind gut in unserem Hostel angekommen. Da das Hostel nur 10 Betten hatte, war es wie in eine Familie zu kommen. Wir haben dann auch gemeinsam in den nächsten Tagen verschiedenste Unternehmungen gemacht.

Wie zum Beispiel einen richtig heißen Wasserfall besucht!

Und weil ein Wasserfall nicht genug ist, haben wir auch noch einen zweiten, kalten besucht.

Am nächsten Tag haben wir dann gemeinsam unseren zweiten Vulkan bestiegen: Santa Ana!

Und uns nachher im Lake Coatepeque abgekühlt:

El Salvador ist einfach so so schön und hat so viel zu bieten. Es ist wirklich schade, dass dieses Land immer noch so ein schlechtes Image hat. Wir sind sehr froh, dass wir uns für El Salvador entschieden haben!

Schwere Entscheidungen

Die Entscheidung, wo es danach hingehen sollte, viel uns unheimlich schwer, da in Nicaragua heftige Unruhen waren. Es war lange nicht klar, ob wir Nicaragua überhaupt  über Land durchqueren können oder ob es zu gefährlich ist. Die Gründe für die Unruhen sind, dass die Regierung die Steuern ernorm erhöht hat, jedoch Leistungen gekürzt wurden. Mittlerweile wurde dies zürückgezogen, jedoch möchten die Einwohner die jetzige Regierung trotzdem stürzen. Dies führte dazu, dass zahlreiche Häuser abgebrannt wurden, es Demonstrationen mit Todesfällen gab und eigentlich das ganze Land völlig außer Kontrolle war. Laut den Nachrichten hat sich die Situation etwas beruhigt, sodass wir uns entschieden haben über Honduras nach Nicaragua zu reisen, um dann am 11.05 Mathias pünktlich vom Flughafen in Costa Rica abzuholen. Hierbei jedoch immer ein Ohr auf die Nachrichten haben. Die andere Alternative wäre gewesen von EL Salvador nach Costa Rica zu fliegen… ,aber das können wir uns eigentlich nicht leisten.

Honduras

Jetzt sind wir aber gerade in Honduras und somit in Land Nummer 6!

Um von El Salvador nach Honduras zu reisen mussten wir aber noch mal über Guatemala. Das hieß: 3 Länder, 2 Grenzkontrollen und erst etwa nach 6 verschiedenen Bussen haben wir unser Ziel Copan erreicht. Wir waren jetzt nicht mehr nur Christian und ich, sondern noch Jule, die sich entschlossen hat uns dorthin zu begleiten. Hier haben wir dann gemeinsam unsere definitiv letzten Mayaruinen besucht. 😉 Und in einer deutschen Brauerei Käsespätzle gegessen und gutes Bier getrunken!!!!!! Es ist unglaublich, wie man sich über die kleinen Freuden des Leben so sehr freuen kann. 😀 Aber unsere Ernährung ist sonst auch schon relativ einseitig. Morgens, wie ja bereits mal erwähnt Haferflocken, mittags und/oder abends, dann Weißbrot, Zwieback oder Tortillas mit Bohen in jeglicher Variation, Tomaten und/oder Avocado und Obst natürlich. Ach und das was wir an den Straßenstränden finden. 🙂

Jetzt sind wir gerade an einem See in einer Brauerei/Lodge ( http://ddbrewery.com ) umgeben vom Regenwald mit Kolibris, Tucanen und natürlich Bier. 🙂 Außer der Bierprobe kann man hier aber auch wunderbar Kayak fahren, was wir gestern direkt getestet haben.

Der See ist wunderschön! Wir waren ganz allein, außer ein paar kleiner Fischerboote.Hier haben wir dann einfach entspannt, denn Fischen zugeguckt, den Vögeln zugehört und uns natürlich einen Sonnenbrand geholt… 😀

Morgen früh um 6 Uhr treten wir dann eine 12 stündige Fahrt nach Nicaragua an!

Wir freuen uns rießig. 😉

Bis bald!

Von den Bergen in den Dschungel

„Herr Janosch, wie wichtig ist es, dass man im Leben ankommt?“ – „Wichtig ist nur, sich anständig treiben zu lassen. Ankommen tut man so ohnehin irgendwann irgendwo.“

Was für eine passende Antwort, findet ihr nicht? Manchmal macht man sich viel zu viele Gedanken um die Dinge, die vor einem liegen, anstatt die Dinge zu genießen, die jetzt passieren. Aber das ist so unheimlich schwer. Die deutsche Tugend… jaja, wir lernen schon früh strebsam zu sein, ein Ziel vor Augen zu haben und noch immer ein bisschen mehr zu wollen oder zu müssen? Aber das mal für einen kleinen Moment ablegen zu können, gibt einem ein wunderbares Gefühl von Freiheit.
Das sind die Gedanken zum Sonntag! 😉

Aktuell

Wir sind gerade in Campeche angekommen. Es ist unsere neue Anlaufstelle, nachdem wir uns mit einigem Kopfzerbrechen für die Weiterfahrt dahin entschieden haben. Campeche liegt zwar an der Karibikküste, ist aber nur wenig touristisch und hat laut Reiseführer auch nicht viel zu bieten.. (Wir wissen nicht mal, ob es einen Strand gibt.) Jedoch passt es wunderbar in unsere weitere Route und wir schauen mal was wir dort erleben. Wir werden es euch berichten!

Aber wir fangen mal wieder vorne an.

San Cristobal de las Casas

Wir waren für eine gute Woche in San Cristobal de las Casas. Ein wunderschönes Örtchen, umgeben von Bergen und auf einer Höhe von ca. 2.100m – also kalt! Dort haben wir wieder ein Zimmer über AirBnB gehabt wieder mal wirklich Glück gehabt. Wie ihr ja bereits sehen konntet, hatten wir eine tolle Dachterasse. 🙂 San Cristobal liegt in Chiapas, dem ärmsten Staat von Mexiko, nahe der guatemaltekischen Grenze. Hier leben viele indigene Bewohner, die ihre Wurzeln bei den alten Mayas haben. Sehr viele sprechen auch kein Spanisch sondern eben Maya. In der Stadt sah man viele dieser Menschen auf den Straßen, welche dort Kleidung und Schmuck verkauften. Auch die Kinder arbeiten hier den ganzen Tag. Nichtsdestotrotz, beziehungsweise gerade wegen den ganzen indigenen Einwohnern hat San Cristobal einen ganz besonderen Charme. Die Häuser sind alle sehr gut restauriert und voller Farben. Letztendlich sind wir statt 3 Tagen 6 Tage geblieben. In diesen Tagen haben wir weniger Sightseeing gemacht sondern viel mehr einfach in den Tag hineingelebt. Abends waren wir manchmal mit anderen Reisenden Essen oder ein Bierchen trinken.

 

Außerdem haben wir natürlich auch wieder den Markt besucht und es ist immer wieder aufregend am Geschehen teilzunehmen. Schöne Stände in bunten Farben, leckeres Essen und im nächsten Gang weiter, eine Halle mit rohem Fleisch und Fisch. Sehr kontrastreich, aber umso interessanter!

Gegen Ende unseres Aufenthalts dort, haben wir dann eine Tour zu einem Wasserfall (El Chiflón) und einem großen See (Montebello Lagoons) gebucht und uns sehr darauf gefreut, mal wieder was zu unternehmen. Am Morgen der Abreise hatte ich jedoch starke Magenschmerzen, sodass Christian dann allein gefahren ist. Es schien ganz schön gewesen zu sein. 😉

Die Sache mit den Erdbeben

Noch ein kleiner Einschub. Uns ist aufgefallen, dass wir noch gar nicht über das bzw. die Erdbeben berichtet haben. Vom großen Erdbeben in und um Mexico City im September 2017 ist noch sehr viel zu spüren. In eigentlich allen Städten, die wir hier bisher bereist haben, stehen Häuser mit Gerüsten davor und einige sind aufgrund von Einsturzgefährdung sogar vollständig gesperrt. Jedoch ist der allgemeine Umgang damit sehr gelassen, denn es gibt gute Frühwarnsysteme. In der Woche,  als wir in San Cristobal waren, gab es einen Alarm und ich kann euch sagen, uns wurde richtig komisch. Aber es tat sich nichts. Bzw. noch nicht, denn einige Tage später, als wir bereist abgereist waren, gab es ja tatsächlich ein größeres Erdbeben in der Region.

Palenque und eine brenzliche Busfahrt

Zwei Tage später sollte es dann weiter gehen nach Palenque. 9 Stunden für ca. 250 Kilometer. Die Zapatisten (indigene revolutionären Gruppierung welche im Süden Mexikos aktiv ist; EZLN) haben eine Straßensperre errichtet, die langwierig umfahren werden muss. Gleich zu Beginn der Fahrt merkte ich, dass meine Magenprobleme noch kein Ende gefunden haben und ich noch stärkere Magenkrämpfe bekam. Als unser Bus einen kurzen Halt gemacht hat, ist Christian schnell zu einer Apotheke gelaufen und hat Medikamente geholt, ist jedoch bei seiner Rückkehr erst einmal in einen falschen Bus eingestiegen. Gott sei Dank hat er seinen Fehler bemerkt. 😀 Mit den Medikamenten wurde die Fahrt dann etwas erträglicher, jedoch die Nacht wieder nicht… Christian hat es jetzt auch erwischt! Prima… es wird wohl erst mal eine Never-Ending-Story.

Die Ruinen im Dschungel

Aber wir lassen uns ja nicht unterkriegen und sind am nächsten Tag dann zu den Ruinen von Palenque gefahren. Eine alte Mayastadt, mit unheimlich vielen alten Tempeln und Häuschen, die im Dschungel verstreut sind. Wahnsinnig fasziniert standen wir wieder vor riesigen Bauten, die vor ungefähr 1600 Jahren von Menschenhand erschaffen wurde. Für uns immer noch unvorstellbar!

So, das wars erst mal wieder! Oh… nein… da war noch was!

Wir haben soeben unseren Flug nach Kuba gebucht! Am 4. März flitzen wir mal eben rüber! Somit hat sich unser noch bestehender Rückflugtermin von Mexico City nach Deutschland am 05. März wohl erledigt. 😉

Bis bald!

P.S. Wir freuen uns wirklich sehr, dass immer noch so viele Menschen unseren Blog verfolgen. Wir sehen zwar natürlich nicht wer darauf zugreift, aber wie viele von euch und es ist einfach bezaubernd! 🙂