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Über Panama City nach Deutschland

Ich habe wirklich eine Weile überlegt, wie wohl unser vorerst letzter Beitrag betitelt werden sollte. „Abschluss“, „ein paar letzte Zeilen“, „Zurück in der Heimat“. Aber letztendlich kann nichts davon unsere letzten Wochen zusammenzufassen.

Am ehesten wäre es wohl „Zurück in die Heimat“ geworden, jedoch fühlte es sich schon nach den ersten Tagen in Deutschland nicht wirklich so an. Eigentlich ist es nur ein weiterer Stopp auf unserer Reise, die vermutlich in Schweden ihr Ende findet, wenn wir wieder ein richtiges zu Hause haben. Zur Zeit leben wir nämlich immer noch aus dem Rucksack und haben in den letzten zwei Wochen in Deutschland viele liebe Menschen wieder gesehen. Das haben wir sehr genossen, weil es so schön ist vertraute Menschen um sich herum zu haben.

Aber ein wichtiger Grund für diesen Beitrag ist, dass wir euch noch gar nicht von unseren letzten Tagen in Panama erzählt haben! Also:

Panama City

Im Vorfeld haben wir viel über Panama City gehört und vielen hat es insgesamt nicht gut gefallen. Wir waren jedoch sofort begeistert! Es ist  eine Stadt voller Gegensätze und ganz anders, als die anderen zentralamerikanischen Städte, die wir bisher besucht haben.

Auf der einen Seite das Bankenviertel mit riesen großen Wolkenkratzern und auf der anderen Seite die wunderschöne Altstadt im Kolonialstil mit kleinen Shops und Brauereien. 😉 Zwischen diesen beiden Stadtteilen erstreckt sich eine kilomterlange Promenade, die für ausgiebige Spaziergänge und Ausdauersport genutzt wird. Aber das ist nicht alles, denn abseits dieser beiden Stadtteile gibt es immer noch den typischen zentralamerikanischen Flair mit lauter Musik aus den Geschäften, günstigem Streetfood und dem allgemeinem etwas heruntergekommenem Erscheinungsbild.

Insgesamt also eine wunderbare Mischung aus Allem. Wir haben insgesamt vier Nächte dort verbracht. Die erste Nacht in einem großen Hostel mit Mehrbettzimmern und wirklich grausigen Pancakes zum Frühstück  (wir kannten ja jetzt die Guten :D) Nach einer Nacht haben wir uns dann überlegt, uns für die letzten Tage noch einmal was zu gönnen. Also haben wir ein tolles Hotel, mit Klimaanlage, Frühstücksbuffet und riesem Bett gebucht. Es war wie im Himmel! Das Hotel war jedoch ziemlich günstig, weil es eher in einer etwas schäbigerem Gegend lag. Das war für uns ganz recht, denn hier erleben wir meistens die besten Abendteuer. Zum Beispiel als beim Einkaufen auf einmal im ganzen Supermarkt der Strom ausfällt und wir für eine gefühlte Ewigkeit in einem stockdunkelen Supermarkt steht und die Hand vor seinen Augen nicht erkennen kann, oder als wir an einem kleinen Straßenstand interessantes Essen bei einer älteren Damen gefunden haben und uns genau erklärt wurde, wie man es am Besten zubereitet und uns sogar der passende Käse im Supermarkt nebenan gezeigt wurde. 😀

Links die Skyline, rechts der Fischmarkt

Auf dem Fischmark

Natürlich mussten wir auch den Fischmarkt besuchen, denn wir dachten, hier gäbe es guten, frischen Fisch für wenig Geld. Das mit dem gut und frisch stimmte, nur teuer war’s. Aber es war eine wahnsinnig gute Stimmung. Viele einheimische Familien auf einem riesen Fläche, die gemeinsam auf Plastikstühlen richtig gutes Essen genießen.

Wir haben uns für Garnelen in Knoblauchsoße und Patacones (fritierte Kochbananenscheiben) entschieden und als Vorspeise gab es sogar noch eine Meeresfrüchtesuppe auf’s Haus! 🙂 Wie erwartet war es natürlich richtig, richtig lecker.

Der Panama Kanal

Unter anderem haben wir natürlich auch den Panamakanal besucht. Aber irgendwie haben wir uns das spektakulärer vorgestellt. Jedoch ist die Tatsache, dass riesen Schiffe einmal quer durch Panama fahren können, schon eine verrückte Vorstellung. Dabei kostet diese 80 Kilometer lange Fahrt für ein Schiff zwischen 300.000 und 500.000 Dollar.

Wir waren an den Miraflores Locks, eine von 3 Schleusen in Panama.

Unser letzter Abend!

Der letzte Abend war wunderschön, denn den wohl spektakulärsten Blick in Panama City hat man abends auf die Skyline.

Nun verabschieden wir uns erstmal von euch und wir danken euch nochmals sehr, dass ihr uns auf unserer Reise begleitet habt!

Zurück in Deutschland

 

Ein Zuhause am anderen Ende der Welt

Nach langer Zeit wieder ein Lebenszeichen! 🙂

Wir sind gestern mit dem Bus in Panama City angekommen und haben euch mal wieder was zu erzählen!

Tatsächlich haben wir die letzten 5 Wochen in Boquete bei Greg in seinem Hostel verbracht.  Es wurde zu so einem gemütlichen Zuhause, das wir einfach nicht verlassen wollten. Zum Einen, weil Greg die Hilfe brauchte und zum Anderen, weil uns das Zusammenleben mit den Gästen und anderen Freiwilligen einfach Spaß gemacht hat. Wir waren Wandern, haben einen Ausflug zu heißen Quellen gemacht und haben hin und wieder auch gearbeitet. 😉

Vulkan Nr. 3 – Barú

Vor etwa 2 Wochen haben wir unsere dritten Vulkan bestiegen, den Barú! 3475 Meter hoch und somit höchster Punkt in Panama. Ich hatte wahnsinnigen Respekt davor, weil die Wanderung nachts um 12 Uhr losgehen sollte und insgesamt 30km dabei absolviert werden würden. Aber die Neugierde war einfach größer, denn von oben sollte man einen fantastischen Sonnenaufgang sehen können und mit ganz viel Glück beide Ozeane – Pazifik und Atlantik! Die Entscheidung war deshalb schnell getroffen und wir haben uns ein Taxi für Mitternacht bestellt, haben uns Brote geschmiert, Nüsse und Kekse gekauft und ordentlich Wasser eingepackt. Dann haben wir versucht etwas vorzuschlafen, aber wie ihr euch vorstellen könnt, war das kaum möglich. Um Punkt 0 Uhr war der Fahrer da und nach einer halbstündigen Fahrt sind Christian und ich mit unserer Kopflampe angefangen zu wandern. Ich kann euch sagen, es fühlt sich richtig komisch an, nur mit seiner kleinen Kopflampe, einen völlig fremden Weg zu folgen. Um 5:30 Uhr, nach ca. 15km nur Anstieg hatten wir unser Ziel erreicht:

Es war ein unbeschreibliches Gefühl dort oben. Endlich ein Vulkan mit Ausblick! Es war so bitterkalt dort oben, dass wir den Ausblick nicht lange genießen konnten und uns realtiv zügig wieder auf den Rückweg gemacht haben. Natürlich habe ich mir von dort oben noch eine Erkältung mitgenommen…. und in den nächsten Tagen hieß es von Greg dann immer, wenn neue Gäste kamen: „This is my Volunteer Christin, she is sick, be nice to her“ 😀

Die große Flut

Einige Tage später stand früh morgens plötzlich ein Gast vor unserem Bett und erzählte uns, dass das ganze Hostel unter Wasser stünde… Da wir beide völlig aus dem Schlaf gerissen wurden, haben wir natürlich nicht verstanden was los war. Als wir die Füße auf dem Boden setzten, standen wir in einem See. Oben im Badezimmer war ein Schlauch geplatzt. Deshalb stand fast auch der ganze obere Bereich, inklusive Küche und der Keller unter Wasser.

All unsere Sachen, inklusive Rucksack, sind dabei nass geworden und riechen jetzt ganz wunderbar muffig. 😀 Mit vereinten Kräften haben wir es dann jedoch wieder ziemlich schnell trocken bekommen.

Geburtstagsfeierei 🙂

Es kommt immer anders als geplant- das sei mal vorweg gesagt.

EIgentlich war unserer Plan meinen Geburtstag an einem kleinen Strandörtchen, weit abseits der Zivilisation zu verbringen. Da Christian jedoch in einem Bewerbungsverfahren steckte und eine gute Internetverbindung benötigte, haben wir uns entschieden noch weitere zwei Tage in Boquete zu bleiben. Nichtsdestotrotz hatte ich einen wirklich schönen Geburtstag!

Zuerst waren Kim (eine weitere Freiwillige), Christian und ich gemeinsam frühstücken und nach einigen Geburtstagstelefonaten sind wir dann gemeinsam mit Hostelgästen in die Brauerei gegangen. 🙂

 

Es geht weiter!

Auch wenn wir eigentlich nicht aus Boquete weg wollten, war es langsam wirklich an der Zeit für uns. Nur noch eine Woche bis zum Abflug! Irgendwie kommt es dann doch immer schneller als man denkt, oder? „Was sind schon 6 Monate?“, fragen wir uns jetzt.

Der Abschied von Greg, Kim und den Hunden (die Katze und ich wurden keine Freunde!) war wirklich nicht einfach, da ein Wiedersehen sehr sehr schwer wird.

Aber der ursprüngliche Plan mit Strand, Sonne und ohne Zivilisation sollte jetzt umgesetzt werden. Christian hatte mittlerweile seine Bewerbungen erledigt und somit ging es am Donnerstag wirklich weiter! Santa Catalina hieß unsere nächste Destination. 7 Stunden Busfahren und irgendwie hatten wir vergessen, wie anstrengend das sein kann, denn 7 Stunden Busfahren bedeutet auch 7 Stunden ununterbrochene Beschallung durch Musik in einer nur schwer tolerierbaren Lautstärke. War das immer so? Irgendwie hatten wir es anders in Erinnerung oder waren einfach nur verweichlicht von unserem ruhigen Leben in Boquete. WIe auch immer kamen wir irgendwann in unserem Hostel an und waren froh diesen Trip auf uns genommen zu haben. Es war einfach genau das was wir gerade wollten. Sonne, Strand und nicht so viele Touristen. Dort haben wir zwei Nächte verbracht, bevor wir uns auf die nächste 6 stündige, ähnlich laute, Fahrt nach Panama City gemacht haben.

Was wir nun in Panama City erleben, erzählen wir euch beim nächsten und vermutlich letzten Mal!

Bis bald!

(in zwei Tagen geht der Rückflug..verrückt)

 

Oh, wie schön ist Panama!

Erstmal vielen, vielen Dank für die lieben Kommentare! 🙂

Wir haben tatsächlich unser neuntes und somit letztes Land auf unserer Reise erreicht. Ein tolles, aber auch schreckliches Gefühl. Toll, weil wir schon so viel erleben durften und wahnsinnig faszinierende Länder und Kulturen kennenlernen durften, aber schrecklich, weil es tatsächlich in weniger als einem Monat erstmal vorbei ist. (Es wird natürlich definitv nicht die letzte Reise bleiben)

Auf den ersten Blick unterscheidet sich Panama nicht sehr von Costa Rica. Auch hier gibt es wunderschöne und vielfältige Natur. Das Straßenbild ist ähnlich und auch hier ist die Armut nicht auf den ersten Blick sichtbar, aber wenn man bedenkt, dass durschnittliche Einkommen eines panamaischen Bürgers bei ca. 1000 Dollar liegt und bei Deutschen in etwa bei 3600 Dollar ist das schon ganz ordentlich, denn Lebensmittel kosten in etwa das gleiche wie in Deutschland und Hygieneartikel können sogar noch teurer sein.

Grenzübergang Costa Rica – Panama und die Bananendörfer

Also über die Grenze nach Panama… Ich kann nur sagen, die Grenzübergänge werden nicht besser. Alles war wahnsinnig unorganisiert. Beim Währungswechsel haben wir 6 Dollar minus gemacht.  Wir waren wirklich genervt, denn sofort wollte man uns wieder in einen überteuerten Shuttlebus setzen und wir haben verzweifelt nach lokalen Bussen gesucht – nur einfach keine gefunden. Wir sollten zunächst für eine Stunde fahrt 15 Dollar bezahlen. Mit einem lokalen Bus hätten wir in etwa 4 bezahlt. Wir haben gesagt, dass wir keine 15 Dollar dafür haben und lieber den ganzen Tag hier sitzen und warten bis ein richtiger Bus kommt. Danach sagte er, wir könnten für 5 Dollar mitfahren, dürften das den anderen Mitfahrern aber nicht erzählen. Nunja, so läuft das Geschäft, moralisch irgendwie nicht ganz richtig, aber uns war es erstmal egal.

Die beiden Grenzorte  Sixaola (Costa Rica) und Changuinola (Panama) sind übrigens richtige Bananenstädte. Hier kommt ein großer Teil der Chiquitabananen her. Überall standen Chiquitacontainer, LKW’s und Züge und man fährt an ewig vielen Bananenplantagen vorbei. Wir haben gehört, dass es Changuinola ohne Chiquita gar nicht geben würde, da der Ort nur entstanden ist, um die ganzen Mitarbeiter zu beherbergen. Wieviel Wahrheit darin steckt, kann ich leider nicht sagen. Vorzustellen wäre es aber.

Noch in Deutschland haben wir so viel über Bocas del Toro gehört. „Ein MUSS für jeden Reisenden!„, „wunderschöne Strände“, „Toller Ort zum entspannen!“ usw....

Wir hatten also ein allgemeines Bild und wussten, dass wir definitiv dahin muss.

Bocas del Toro ist eigentlich eine Provinz, jedoch wird hier im Allgemeinen von einer Inselgruppe gesprochen. Wir sind also mit dem Boot zur größten Insel rübergefahren und waren etwas verwirrt. Im Gegensatz zu den anderen Inseln, die wir bisher besucht haben, war es eher ok. Die Gebäude sahen etwas heruntergekommen aus, man wurde direkt überfallen mit touristischen Angeboten und viele junge partywütige Menschen kamen uns entgegen. Auch fuhren auf der Insel Autos und insgesamt wirkte es einfach komisch. Der ausschlaggebende Punkt war vermutlich, dass wir zu Hohe Erwartungen hatten. Nichtsdestotrotz hatten wir eine wirklich schöne Unterkunft und das Wetter war traumhaft.

Da die Hauptinsel ziemlich groß ist, haben wir uns überlegt ein Fahrrad zu mieten und auf Erkundungstour zu gehen. Das war wirklich wunderschön, denn wir haben einen Strandabschnitt ganz für uns allein gefunden.

Ingesamt hat uns die Insel gut gefallen, wir verstehen nur nicht warum sie so sehr gefeiert wird überall.

Boquete – Arbeiten im Hostel

Nach ein paar schönen Tagen dort sind wir weiter gezogen nach Boquete, der Ort des ewigen Frühlings. Hier arbeiten wir nun für noch unbestimmte Zeit in einem Hostel. Boquete liegt in den Bergen, am Rande des Vulkan Barú, der noch auf unserer „Erklimmungsliste“ steht. 😉  Hier gibt es wunderschöne Wanderwege und frühlingshaftes Klima, sprich Sonne, Regen, Sonne, Regen und um die 25 Grad. Ein Paradies für alte Leute, was? Ja genau, dass haben sich nämlich auf viele viele pensionierte US-Amerikaner gedacht und genießen hier ihren Ruhestand. Ein verwirrendes Bild. Wir haben einige dieser Menschen kennenlernen dürfen und auch einige Sichtweisen auf ihr Leben hier. Eine Frau hat uns erzählt, dass sie seit 6 Jahren hier mit ihrem Mann lebt und kein Wort Spanisch spricht. Sie unterstützt das indigene Volk finanziel, (es gibt eine Organisation, gegründet von den überwiegend US-amerikanischen Einwandern in Boquete, die die indigene Bevölkerung unterstützt), sie möchte jedoch nichts mit den Menschen persönlich zu tun haben, da sie die nicht mag. Wir waren geschockt über diese Aussage und haben uns für sie geschämt. Aber ja, auch sowas gibt es.

Zum Glück liegt das Hostel ein Stückchen abseits von Boquete, sodass wir uns das Elend nicht jeden Tag angucken müssen. Unser Hostel hier ist ein kleines Paradies. Greg, der Besitzer, hat uns herzlich empfangen und uns unser neues zu Hause für die nächsten Wochen gezeigt. Ein Haus strahlt absolute Gemütlichkeit aus und wir haben unseren Platz hier schnell gefunden. Wir bereiten das Frühstück vor, beziehen Betten, bespaßen die Gäste mit Filmabenden oder sogenannten Familydinnern, an denen wir alle gemeinsam Essen.

Außer uns arbeitet noch Michelle hier, sie kommt aus den US und war noch bis vor kurzem mit ihrem Freund von Alaska nach Argentinien in einem Van unterwegs. In Panama hat sich ihr Freund von ihr getrennt und somit sitzt sie jetzt hier mit uns und überlegt, was sie jetzt mit ihrem Leben anfängt.

Oft gehen wir auch zusammen wandern und genießen die Natur.

Das war ein Überblick über unsere letzten drei Wochen und Janosch hat recht:Oh , wie schön ist Panama! 🙂

Bis bald!

 

 

Pura Vida – Costa Rica

Christian und ich sind nun schon seit Anfang Januar unterwegs und haben mittlerweile viel dazugelernt und auch ein anderes Verständnis von Urlaub oder Reisen und diese beiden Arten treffen jetzt also aufeinander: Mathias hat drei Wochen Urlaub und begleitet uns ein Stück auf unserer Reise, aber was ist anders am Reisen als am Urlaub ? Gibt es einen Unterschied? Wir können euch sagen, den gibt es, denn eigendlich war und ist Christians und mein größter Feind das Geldausgeben, aber im Urlaub will man sich ja mal was gönnen. Wir alle haben Kompromisse geschlossen und hatten deshalb eine wirklich schöne  Zeit.

Pura Vida heißt übrigens in etwa „das reine Leben“, ist aber eine richtige Lebenseinstellung in Costa Rica. Vermutlich am ehesten mit Entspannung, Leichtigkeit und die Freude am Leben zu definieren.

Wir haben zusammen nach Unterkünften geschaut, gemeinsam gekocht, haben aber auch mal gemeinsam ein Restaurant besucht, und sogar richtige Touri Touren gemacht! Es wurde ein bunter Mix aus Erlebnissen, die Zusammengefügt ein cooles Paket ergaben. Aber genug vom Vorgeplänkel, ich fange mal an zu erzählen.

Notiz an Mathias: Falls du anderer Meinung bist, schreib doch bitte ein Kommentar. 😀

In the middle of nowhere!

Nachdem wir ein paar schöne Tage in Quepos verbracht haben, wie bereits im letzten Eintrag erwähnt, fuhren wir danach mit unserem Geländewagen weiter in die Wildnis. Wir hatten uns ein AirBnb gebuch, mitten im Nichts. Ihr fragt euch sicherlich, warum wir einen Geländewagen genommen haben, aber das war mehr als nötig. Die Straßenverhältnisse sind auf den Hauptverkehrstraßen zwar gut, sobald man jedoch auf eine Nebenstraße gerät, verschlechtert sich die Straßenlage ziemlich. Es gibt quasi keine richtigen Straßen mehr sondern vielmehr etwas das wir als Feldwege bezeichnen würden. Wir haben für 80 Kilometer ca. 7 Stunden gebraucht. Ich glaube das erklärt einiges. Wir mussten sogar einmal umkehren, da wir selbst mit dem Geländewagen nicht hoch kamen.

Weiß jemand wie man einen Fisch ausnimmt?

Nach einer wirklich anstrengenden Fahrt kamen wir in unserer neuen Unterkunft an. Ein eigenes kleines Holzhäuschen mit Fischteich für uns, ohne Internet. 🙂 Natürlich würde direkt die Angel rausgeholt und getestet und wir haben es tatsächlich geschafft ein köstliches Essen zu zaubern, obwohl keiner wirklich wusste, wie man einen Fisch ausnimmt. 😀

 

Station Nummer 3: Santa Elena & Monteverde

Mit besten Omega-3 Fettsäuren bestärkt sind wir dann weiter nach Santa Elena. Hier haben wir den gleichnamigen Nationalpark und auch eine Kaffeeplantage besucht.

Bei der Kaffeetour haben wir dann nicht nur die Kaffepflanzen und die Röstung von Kaffee sehen können, sondern auch die Verarbeitung von Kakaobohnen und Zuckerrohr. Der Ochsenkarren, den ihr unten in den Bildern sehen könnt, wurde früher zur Beförderung von Kaffee genutzt.

Station 4: Pazifikküste Samara

Im Großen und Ganzen hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt ziemlich schlechtes Wetter. So auch in Samara. Eigentlich ein sehr schönes, entspanntes Örtchen an der Pazifikküste, jedoch fing es jeden Tag bereits vor dem Mittagessen an zu regnen und so blieb uns nicht viel Zeit am Strand, haben aber die Zeit mit gutem Essen vertrieben. 😀 Das Nationalgericht heißt Casado und war eins unserer Hauptnahrungsmittel. Es besteht aus Reis und Bohnen (wer hätte das gedacht? :D) und einer Sorte Fleisch nach Wahl, einem kleinen Salat und frittierten Kochbananen. Leider haben wir davon irgendwie kein Foto gemacht. Aber es gab natürlich auch noch was anderes zu essen:

Station 5: Liberia, der Nationalpark Rincon de la Vieja und die faulen Eier

In Liberia wurde das Wetter so langsam besser und wir haben von dort aus einen Tagestrip zum Nationalpark Rincon de la Vieja gemacht. Hier haben wir eine ordentliche Wanderung zu einem Waserfall gemacht. Der Wasserfall an sich war nicht sonderlich spektakulär, aber der Weg ist das Ziel 😀

Dieser 12 km Marsch sollte jedoch nicht der letzte für desen Tag bleiben, denn es hieß es gäbe noch heiße Quellen in der Nähe. Nachdem wir die letzten vier Kilometer der Wasserfallwanderung schon im Regen hinter uns gebracht haben, waren wir natürlich pitsche nass! Aber heiße Quellen klangen verlockend und so haben wir noch mal 6 Kilometer im Regen auf uns genommen, um zu den Quellen zugelangen. Dabei sind wir durch Flüsse gewatet und sind Schildkröten und sogar einer Schlange begegnet! Aber es hat sich gelohnt!

Einen einzigen Nachteil gab es bei dieser Aktion… wir stinken bis heute noch nach faulen Eiern. Die Haut hat irgendwann aufgehört danach zu riechen, aber unsere Badesachen ziehen einen ordentlichen Geruch nach sich.

Station 6: La Fortuna

La Fortuna ist ein ganz typischer Touristenort, der um den wunderschönen Vulkan Arenal und dem gleichnamigen See  gelegen ist. Den Vulkan kann man leider nicht besteigen, da aus ihm giftige Dämpfe austreten und es damit viel zu gefährlich ist. Es gibt viele Restaurants, Cafe’s und Souvenirläden zum stöbern. Wir haben hier irgendwie nur wenig Fotos gemacht, aber nichtsdestotrotz hatten wir einige coole Erlebnisse. Mathias hat z.B. eine Canopytour gemacht und ist wie Tarzan durch den Wald geflogen und wir zusammen haben wir danach eine Wildwasser Rafting Tour gemacht. Mit dem Schlauchboot über reißendes Wasser… das war wirklich witzig und einige sind dabei gekentert – so auch Mathias. 😀

Station 7: Puerto Viejo und Cahuita – die Karibikküste

Da wir an der Pazifikküste mit dem Wetter nicht so viel Glück hatten, mussten wir natürlich die Karibikküste testen. Es war herrlich. Natürlich hat es hier auch geregnet, aber längst nicht so viel, sodass wir viel Zeit hatten unsere Umgebung zu erkunden.

Eigentlich eher zufällig sind wir an einem ganz besondern Ort gelandet. Eine Permakultur Farm, die sich vorwiegend mit dem organischem und nachhaltigem Anbau von Obst und Gemüse beschäftigt, aber auch der Schutz des angrenzenden Regenwaldes. WIr haben hier also quasi mitten im Regenwald gewohnt. Carsten, der deutsche Besitzer lebt hier mit seiner Frau, die einem Indianerstamm angehört und den vier Kindern. Preisfrage: Wusstet ihr, dass es in Costa Rica Indianerstämme gibt? Wir wussten es nicht und waren sehr überrascht. Carsten hat mit uns zwei Touren durch sein 33 Hecktar große Plantage/Regenwald gemacht und es war wirklich schön noch mal eine ganz andere Seite von Costa Rica kennenzulernen.

Neugierig auf die costaricanische Indianerkultur haben wir dann noch eine Indianerfamilie besucht. Hier wurden wir durch den Garten der Familie geführt und uns wurden verschiedene Heilpfanzen gezeigt und wie bzw. wozu diese genutzt werden. Abschluss der runde war die Zubereitung von Kakao auf indianische Weise und es gab einen leckeren Schokoladendrink. 🙂 Da dort niemand Englisch sprach, haben wir die ganze Tour auf Spanisch gemacht und es hat sogar geklappt!

Die restliche Zeit haben wir dann einfach den Strand genossen und versucht an Mathias‘ Urlaubsbräune zu arbeiten 😀

 

Aktuell sind wir schon in Panama angekommen und Mathias ist wieder in Deutschland. Seit gestern sind wir in einem Hostel, in dem wir jetzt für ca. einen Monat arbeiten gegen ein Dach über dem Kopf und Frühstück. Unsere Vorbereitungen für unseren Umzug nach Göteborg laufen auch schon. ( Ja, es geht nach Göteborg – ich glaube, dass hatte ich hier vergessen zu erwähnen 😀 ) Die Spanischbücher werden jetzt gegen die Schwedischbücher getauscht, das Zugticket ist gebucht für den 07.August und unsere erste Mini-Unterkunft haben wir zum Glück auch.

Aber wie es hier weiter geht und was Panama so für uns bereit hält, erzählen wir euch beim nächsten mal.

Bis bald!

P.S. Wenn ihr noch mal einen netten Kommentar habt – wir freuen uns immer und sind interessiert wer unseren Blog tatsächlich immer noch verfolgt. 🙂

Plötzlich zu dritt

Schon wieder ist so viel Zeit vergangen! Mittlerweile ist Christians Bruder, Mathias, angekommen und wir erkunden jetzt zu dritt Costa Rica! Aber wir versuchen mal dort anzusetzten, wo wir aufgehört haben.

Von der Brauerei sind wir mit den lokalen Bussen tatsächlich bis nach Nicaragua gekommen. Nach 13 Stunden Busfahrt und wirklich sehr unfreundliche Grenzbeamten sind wir in Nicaragua angekommen. Aber wir waren wieder nicht allein unterwegs. Begleitet hat uns Levi aus den USA und er hat auch während wir ca. eine Stunde an der Grenze auf unsere Pässe warten mussten (keiner weiß wieso), den Bart gekämmt und die Fingernägel geschnitten. 😀

Menschen und Geschichten

Es ist wirklich spannend, wie viele unterschiedliche Leute, mit ihren unterschiedlichen Geschichten wir mittlerweile kennengelernt haben. Vom Maler, bis zum Lehrer, Mediziner, Psychologen, Blogger und irgendwelche freiberuflichen Weltenbummler in Wohnmobilen, die ihre Kinder selbst unterrichten, aber auch einen Mitarbeiter der European Space Agency, eine ehemalige Nonne, einen Tauchlehrer aus der Schweiz, der es sich nicht leisten kann wieder zurück zu gehen und einen Engländer, der verzweifelt versucht nach Kanada einzureisen.

Nicaragua

In Nicaragua änderte sich die Natur auf einmal komplett. Hier war alles sehr vertrocknet, aber deshalb nicht weniger schön. Leider fühlten wir uns in diesem Land nicht sehr wilkommen. Hier mussten wir wieder sehr darauf achten, dass wir nicht abegzogen werden.  Mit Ehrlichkeit war es hier nicht mehr so… Aber wir hatten ja eh nicht sehr viel Zeit für Nicaragua. Jedoch haben wir die Zeit, die wir hatten sehr sehr schön verbracht.

Zuerst waren wir in Leon, eine etwas größere Stadt im Norden Nicaraguas. Es war hier so heiß, dass wir nachts kaum geschlafen haben, da es einfach nicht abkühlte. Hier tobten noch vor wenigen Wochen wilde Demonstrationen, bei denen Häuser abgebrannt und Menschen verletzt wurden. Zu der Zeit als wir dort waren hatte es sich beruhigt. Jedoch wird mittlerweile wieder über Ausschreitungen berichtet.

Von Leon aus war es nur eine kurze, aber heftige Fahrt an die Küste. Wir sind in einem Pickup mitgefahren, da wir zum Terminal mussten, um unseren Bus zu bekommen und ich hatte das erste Mal richtige Angst. Wir standen mit unseren Rucksäcken auf der Ladefläche des Pickups, mit noch weiteren Menschen. Es gab Metalstangen zum festhalten, aber der Fahrer hat überhaupt keine Rücksicht auf seine Fahrgäste genommen und ist gefühlt, ein wildes Autorennen gefahren. Wir konnten uns an den Stangen nur schwer halten, da die Hände natürlich schwitzig waren und das Gewicht und die Fliehkraft unserer Rucksäcke hat uns dann den Rest gegeben. Es hätte wirklich nicht viel gefehlt und wir wären bei voller Fahrt von diesem Pickup geflogen. Letztendlich haben wir es überstanden, aber es war sicherlich die letzte Fahrt mit einem solchen Gefährt für uns.

Aber die Strapazen haben sich gelohnt! Denn am Strand wartete eine abgelegene Lodge auf uns, die herrlich zum entspannen einlud!

Nach einigen entspannten Tagen haben wir uns nach Costa Rica aufgemacht. Zunächst mit mäßigem Erfolg.

Aber auch das haben wir natürlich irgendwie überstanden. Wir wurden dann nach etwa einer Stunde von einem anderen Bus aufgegabelt und sicher ans Ziel gebracht.

Costa Rica

Wooooow… Land Nummer 8 und woooow… ist das teuer hier!

Costa Rica ist mit großem Abstand das teuerste Land auf unserer Reise und ein kulinarisches Highlight ist das Essen bisher nicht, aber die Menschen sind hier wieder deutlich Gastfreundlicher und die Natur ist atemberaubend schön und hat eine ganz besondere Artenvielfalt! Schon bei unserem ersten Stop in Costa Rica haben wir von der Haltestelle aus in den Bäumen, der gegenüberliegenden Straße, Äffen herumhüpfen sehen…

Weil wir noch einen Tag hatten, bevor wir Mathias in der Hauptstadt abholen wollten, haben wir in Liberia zwei Nächte verbracht und wer ahnt es? Entspannt! Von dort sind wir nach San Jose gefahren und haben Mathias abgeholt. Ein verrücktes Gefühl plötzlich ein bekanntes Gesicht zu sehen. 🙂 Nach einem Tag Gewöhnung haben wir uns einen Mietwagen geschnappt und sind losgedüst!

Die erste Anlaufstelle war Quepos und eine Wanderung zu einem nahegelegenen Wasserfall.

Am nächsten Tag haben wir den Nationalpark Manuel Antonio erwandert uuuuuuund unser erstes Faultier gesehen!!!!! EIn absolutes Highlight. Leider sind sie eher Fotoscheu.

Das war es erst mal für heute und wir melden uns dann demnächt mit bestimmt neuen spannenden Geschichten von unserem 3 wöchigem Roadtrip! 🙂

Bis bald!

Das Bohnenproblem

Wir haben uns immer noch nicht bewegt…

Aber finally, finally haben wir nach drei Wochen mit Lety unseren Unterricht abgeschlossen! Wir freuen uns sehr darüber, da es in unserem zu Hause immer komischer wird. Hier haben wir uns unseren Schulweg von heute morgen mal aufgenommen und ein Bild von unseren Diplomen! Yeah!

Apropos komisch

Wo fangen wir an… da gibt es Lavage (so wird er geschrieben :D) der immer die Nase hochzieht, dann gibt es Dennis der einfach nicht aufhört kontextlos zu reden und es gibt Elisabeth die irgendwie unter Stimmungsschwankungen leidet. Auch das Essen hat sie im Verlauf der Tage mehr oder weniger immer weiter auf Bohnen reduziert. Ich (Anki) bin soweit, dass ich sie nicht mehr essen kann. Morgens, mittags, abends… wirklich! Der Geschmack ist dabei kaum das Problem, sondern was übermäßger Bohnenverzehr mit den Magen-Darm-Trakt anstellt.

Ihr merkt schon: es wird Zeit zu gehen!

Santa Maria

Am letzten Samstag haben wir uns auf unseren ersten Vulkan getraut! Wir hatten wirklich Respekt, da der Anstieg ca. 4  Stunden dauern sollte und man dabei ca. 1300 Höhenmeter absolviert. Das unsere körperliche Fitness momentan eher auf einem „Nach-10-Treppenstufen-schnapp-ich-nach-Luft“- Level ist, macht es dabei eigentlich nicht besser.

Aber „We did it!“ Begleitet von einer Gemeinde aus Chichicastenango, die zum Beten auf den Berg wollten, sind wir gemeinsam hochgestapft. Jeder hat jeden ein wenig motiviert und so viel es uns im Ganzen auch nicht so schwer wir erwartet. Der mit Abstand größte Motivationskick war jedoch, dass unter der Gemeinde aus Chichicastenango auch ca. 60  Jahre alte Frauen waren, die in der traditionellen Kleidung (u.a. Rock und Ballerinas) den Berg erklommen haben. Unglaublich! Das war für uns ein Zeichen!

Da es an diesem Tag sehr bewölkt war, haben wir leider keine Aussicht über die Stadt gehabt, sondern über einer dicken Wolkendecke gestanden. Aber auch das war ein tolles Gefühl, zu Fuß bis über die Wolken gelaufen zu sein. Sehr stolz und ziemlich kaputt haben wir dann dort unsere Brotzeit mit Avokado und Tomate gemacht, während die Anderen in ihre Gebete einstiegen.

Hier haben wir ein paar Bilder vom Trip für euch zusammengestellt:

Die Taufe von Melanie

Am Sonntag war dann die Taufe von Melanie. An diesem Tag wurden in der Kirche noch ca. 8 weitere Kinder getauft, fast alle im gleichen Alter wie Melanie. Obwohl das tatsächlich eigentlich nicht üblich ist. Der Ablauf der Messe war exakt, wie eine katholische Messe in Deutschland. Danach wurden dann die Kinder getauft und nach ca. 2 Stunden wollten wir wieder nach Hause fahren. Wir waren zu acht und es gab nur ein Taxi – kein Problem! Das passt schon! Es war eine spannende Fahrt. 😀 Gut angekommen, gab es dann hier im Haus noch ein gemeinsames Mittagessen mit Familie und Freunden (Kartoffelbrei, irgendwas mit Fleisch, Paprika und Eiern und Rotkohl mit Mayonaise) auch das ein oder andere Glas Wodka und Whiskey gab es. Wir haben uns jedoch schnell aus besagter Feierlichkeit zurückgezogen, da wir noch etwas erschöpft vom Vortag (Vulkanbesteigung) waren uuuund auch natürlich auch noch Hausaufgaben zu machen hatten. 😉

Abreise

Heute Abend gibt es noch ein kleines Abschiedsessen mit der Familie, denn morgen brechen wir auf nach Antigua, Guatemala. Dort bleiben wir dann für ca. 2 Nächte, um dann in unser fünftes Land, El Salavador, zu reisen. Wir wissen, dass es eines der unsichersten Länder der Welt ist und wir waren uns auch Lange nicht sicher, ob wir es wirklich wagen sollen, aber diese Chance werden wir vermutlich nicht wieder haben und ja, deshalb versuchen wir es.

Wir melden uns dann demnächst mal wieder, bis bald!

P.S. Hier noch ein paar Fotos, die wir zwischendurch geschossen haben

 

Guatemal wo wir sind!

Hallo Zusammen!

Wie einige von euch vermutlich schon gehört haben, sind wir mittlerweile in Guatemala angekommen. Es ist so ganz anders als in Mexiko und deshalb haben wir uns auch so lange nicht mehr gemeldet. Wir haben eine sehr anstrengende, aber aufregende Zeit hinter uns.

Grenzüberquerung Mexiko – Belize

Wie bereits befürchtet sollte de Grenzübergang spannend werden… Wir hatten schon gehört, dass die Grenzbeamten auf mexikanischer Seite gerne noch 300 Pesos von jedem Touristen einstecken der ausreist. Jedoch bezahlen alle diese Gebühr bei der Einreise nach Mexiko. Das heißt, wir waren uns sehr sicher, dass wir dies nicht bezahlen werden. Nichtsdestotrotz sollten wir sie dann bezahlen. Die Beamten haben versucht zu diskutieren, aber wir haben gesagt, dass wir gerne die deutsche Botschaft anrufen können um das zu klären. Danach war Totenstille und der Ausreisestempel wurde mit purer Gewalt in unsere Reisepässe gehauen.

Schnorcheln auf Caye Caulker, Belize

Wir waren nur für eine kurze Zeit in Belize, da es ziemlich teuer war und wir unser Budget bei weitem überschreiten mussten. Nichtsdestotrotz war es richtig cool. Wir haben das zweit größte Barrier Reef der Welt ‘erschnorchelt’. 😀 Sehr beeindruckend, aber wir haben uns ordentlich verbrannt! Noch immer pellt der Rücken.

Guatemala

Nach zwei Nächten sind wir schon weiter nach Guatemala gereist und haben uns verliebt. 🙂 Es ist wunder wunderschön hier und die Menschen sind unfassbar nett. Das wir uns beide mittlerweile schon relativ gut auf Spanisch ausdrücken können, ist natürlich ein Plus und macht viel aus. Jedoch hätten wir nicht erwartet, dass etwas Mexiko toppen könnte, obwohl das Reisen hier deutlich anstrengender ist.

Casa Naomi – San José, Flores

Die erste Anlaufstelle nach Belize war das Casa Naomi. Dort haben wir zusammen mit einer Familie für vier Nächte in einem Holzhaus gelebt. Kein Internet, kein fließend Wasser, kein Englisch, aber eine unheimlich herzliche Atmosphäre. Wir haben zusammen gegessen, gespielt und in der Hängematte gelesen und entspannt.

Reisen in Guatemala

Danach wollten wir uns auf den Weg nach Semuc Chempey machen. Dies ist ein Nationalpark mit natürlichen Wasserbecken. Da gab es dann die erste Lektion zum Reisen in Guatemala. Wir sind morgens von unserem kleinen zu Hause aufgebrochen und sind mit einem TucTuc zu einem großen Busbahnhof gefahren, um von dort aus einen Bus nach Semuc Chempey zu nehmen. Falsch gedacht… wir wurden mit großen Augen angeguckt und es wurde gesagt, dass wir heute definitiv nicht mehr dorthin kommen werden. Der Bus wäre bereits um 8 Uhr abgefahren und außerdem müsste man sich dafür anmelden. Allerdings hatten wir bereits eine Unterkunft gebucht und konnten die auch nicht stornieren. Ein dubioser Mann wollte uns dann direkt Tickets für die Tourishuttles austellen, die übrigens auch sehr teuer waren. Aber selbst nach mehrerem Nachfragen gab es scheinbar für uns keine andere Möglichkeit. Alles in uns hat sch dagegen gesträubt, aber mit unseren schweren Rücksäcken, mitten in einer guatemaltekischen Stadt? Wir habens einfach gemacht und dieses überteuerte Ticket gekauft. Wir konnten glücklicherweise noch eine Unterkunft finden (neben einem Nachtclub) und haben mehr schlecht als recht geschlafen. Ohne Gutenachttrunk wäre wohl gar nichts gegangen. Aber wir haben am nächsten Tag um 8 Uhr unseren Bus bekommen und sind auchvernünftig über gekommen. Auf dem Weg haben wir dann erfahren, dass es üblich sei, diese Tourishuttlebusse zu nutzen, da es keine Langstreckenbusse in Guatemala gibt. Wir hatten das Gefühl, dass unsere Geld nur so von uns davon fliegt und wir nicht glauben wollten, dass wir jetzt immer auf diese Touribuse angewiesen sind…

Semuc Chempey und Christians Geburtstag

Das letzte Stück nach Semuc Chempey mussten wir aufgrund der Straßenverhältnisse mit einem Geländewagen zurücklegen. Wir sind Stunden in den Dschungel gefahren und haben uns wirklich gefragt, ob da noch was kommen kann. Aber tatsächlich lag plötzlich unser Hostel vor uns. Völlig verückt. Außerdem dem Hostel und dem Parkeingang gab es dort aber tatsächlich nichts. Deshalb waren wir für die zwei Nächte, die wir dort verbracht haben, auch völlig von diesen Hostel abhängig. Aber es hat sich sehr gelohnt 🙂

Dort haben wir dann auch noch Julia und Sandra kennengelenrt, zwei Mädels aus Berlin, dieauf einem zweimonatigem Trip durchZentralamerika sind. Mit den beiden haben wir dann die nächsten Tage verbacht und auch Christians Geburtstag gefeiert. Das Hostel hat tatsächlich einen Geburtstagskuchen gebacken und Bier und Shots aufs Haus verteilt. Wie schön es ist Geburtstag zu haben. 😀

 

Christians Geburtstag, die zweite oder auch „Reisen in Guatemala wird nicht besser“

Ungeplanter weise sind wir an meinem Geburtstag weiter zum Lake Atitlan gefahren. Diese fahrt sollte ungefähr 13 Stunden dauern. So stellt man sich natürlich den idealen Gebutstag vor aber es sollte noch besser werden. Da wir alles nicht immer solange im voraus planen und wir die Tage davor kein Internet hatten, hatten wir auch noch keine Unterkunft am Zielort gebucht. Das haben wir dann ganz schnell bei einer Pause erledigt und ware froh sodass wir jetzt weiter gehen kann. Der Busfahrer, der scheinbar Hobbyrennfahrer ist, hat ordentlich Gas gegeben Trotzdem hat die Fahrt letztendlich 15 Stunden gebraucht und wir haben unsere Fähre verpasst. Da weitere vier Leute auch auf die Fähre angewiesen waren, haben wir kurzerhand eine private Fähre organisieren können und wieder flog das Geld nur so davon. Naja letztendlich sind wir an unserem Hostel angekommen und auch hier haben sich die Strapazen wieder gelohnt. Der Lake Atitlan ist ein See inmitten von Vulkanen und ist wunderschön, wie das Eingangsbild ja bereits zeigt. Hier haben wir drei Nächte in einem Hippidorf verbracht und das war wirklich sehr entspannt. Gestern haben wir sogar an einer Meditation mit Kakao teilgenommen. Auch eine spannende Erfahrung. 😀

Yeah, wieder reisen!

Aber das Thema mit den Tourishuttlebussen war fur uns irgendwie noch nicht durch und so haben wir rumgefragt, ob wir nicht irgendwie anders und vor allem günstiger reisen können. Undja, es geht. Die Antwort sind die Camionetas – Chickenbusse (Völlig überfüllte alte amerikanische Schulbusse zu sehr günstigen Preisen), genau unser Ding. 😀 Damit sind wir heute nach Quetzaltenango, auch Xela genannt, gereist und es war super. Jetzt sitzen wir glücklich und zufireden in unserem Hostel und beginnen am Montag hier einen zweiwöchigen Sprachkurs. In dieser Zeit werden wir auch bei einer guatemaltekischen Familie leben. Wir freuen uns sehr!

Bis bald!

Adios Mexiko!

Tatsächlich reisen wir schon seit etwas über zwei Monaten durch Mexiko. Wir haben wunderschöne Dinge erlebt und ganz tolle Menschen getroffen, aber wir müssen jetzt weiter ziehen.

Die letzten Tage waren noch mal richtig schön. Besonders die Karibikküste mit den unterschiedlichsten Blautönen im Wasser.

Playa Delphines in Cancún

Nachdem wir in Cancun dann noch eine Nacht verbracht haben, sind wir weiter entlang der Karibikküste nach Tulum gereist. Gereist heißt hier wieder per Anhalter gefahren. 🙂 Dabei haben wir unter anderem eine Italienerin kennengelernt, die in Puerto Morelos ( auch Karibikküste Mexikos) lebt und gerade ihre Kinder aus der Waldorfschule abholte. Kurzerhand hat sie uns dann eingeladen mit ihr dorthin zu fahren und die Schule zu besuchen. Das war ein schönes Erlebnis, wobei überwiegend ausländische Kinder hier waren, da die Gebühren, verglichen mit einer öffentlichen Schule, schon eher hoch sind. Aber mitten in der Natur, umringt von verschiedensten Bäumen – sehr idyllisch.

Tulum – endlich ein Wasserbett

In Tulum waren wir dann mal wieder Zelten! Da wir in den letzten zwei Monate unsere Wäsche nur einmal in einem Waschsalon haben waschen lassen, wurde es so langsam mal wieder Zeit. (Sonst waschen wir per Handwäsche) Als wir dann vor Ort waren fing urplötzlich ein heftigere Regen an, sodass wir erst mal im Waschsalon bleiben mussten. Irgendwann fiel uns auf, dass wir unser Zelt offen gelassen hatten, aber da war eh schon alles zu spät. Da der Regen nicht aufhörte, sind wir in das nächstgelegene Hostel, wo Jannis und Julia ( das deutsche Paar, was wir in Valladolid kennengelernt haben) wohnten und haben uns die Zeit mit einer Happy Hour Caipirinha umsonst vertrieben. Als die Sturmflut sich irgendwann beruhigt hatte und wir noch ein Bier auf die vermutlich bevorstehende nasse Nacht getrunken hatten, sind Christian und ich zu unseren Wasserbett gestapft. Letztendlich stellte sich heraus, dass ein kühner Held unser Zelt zugemacht hat und deshalb nur die eine Hälfte der Matraze nass war! Besser als nichts! Alles muffte und die Nacht war mehr als bescheiden, aber wenigstens mussten wir am nächsten Tag nicht arbeiten. 😀

Vor unserem Zelt, nach einer super Nacht

Laguna Bacalar

Jetzt sind wir noch in Bacalar, aber die Rucksäcke sind schon fast fertig gepackt. Die letzten beiden Tage haben wir mit schwimmen und essen verbracht. 😀 Wer weiß, wann es wieder was vernünftiges gibt…

Hier gibt es eine große Lagune, die sich über ca. 70 Kilometer erstreckt und genau wie an der Karibikküste in unterschiedlichsten Blautönen glitzert. Uns hat es hier sehr gefallen, da der Ort sehr klein ist und nicht der ganze Massentourismus hierher unterwegs ist, wie an der Karibikküste. Sehr erholsam.

Mit diesen letzten Erinnerungen verabschieden wir uns also jetzt von Mexiko und brechen gleich auf nach Belize.

Wie die Grenzüberquerung über Land so lief und wie es uns dort gefällt, erfahrt ihr dann beim nächsten Mal.

Bis bald!

Von den Bergen in den Dschungel

„Herr Janosch, wie wichtig ist es, dass man im Leben ankommt?“ – „Wichtig ist nur, sich anständig treiben zu lassen. Ankommen tut man so ohnehin irgendwann irgendwo.“

Was für eine passende Antwort, findet ihr nicht? Manchmal macht man sich viel zu viele Gedanken um die Dinge, die vor einem liegen, anstatt die Dinge zu genießen, die jetzt passieren. Aber das ist so unheimlich schwer. Die deutsche Tugend… jaja, wir lernen schon früh strebsam zu sein, ein Ziel vor Augen zu haben und noch immer ein bisschen mehr zu wollen oder zu müssen? Aber das mal für einen kleinen Moment ablegen zu können, gibt einem ein wunderbares Gefühl von Freiheit.
Das sind die Gedanken zum Sonntag! 😉

Aktuell

Wir sind gerade in Campeche angekommen. Es ist unsere neue Anlaufstelle, nachdem wir uns mit einigem Kopfzerbrechen für die Weiterfahrt dahin entschieden haben. Campeche liegt zwar an der Karibikküste, ist aber nur wenig touristisch und hat laut Reiseführer auch nicht viel zu bieten.. (Wir wissen nicht mal, ob es einen Strand gibt.) Jedoch passt es wunderbar in unsere weitere Route und wir schauen mal was wir dort erleben. Wir werden es euch berichten!

Aber wir fangen mal wieder vorne an.

San Cristobal de las Casas

Wir waren für eine gute Woche in San Cristobal de las Casas. Ein wunderschönes Örtchen, umgeben von Bergen und auf einer Höhe von ca. 2.100m – also kalt! Dort haben wir wieder ein Zimmer über AirBnB gehabt wieder mal wirklich Glück gehabt. Wie ihr ja bereits sehen konntet, hatten wir eine tolle Dachterasse. 🙂 San Cristobal liegt in Chiapas, dem ärmsten Staat von Mexiko, nahe der guatemaltekischen Grenze. Hier leben viele indigene Bewohner, die ihre Wurzeln bei den alten Mayas haben. Sehr viele sprechen auch kein Spanisch sondern eben Maya. In der Stadt sah man viele dieser Menschen auf den Straßen, welche dort Kleidung und Schmuck verkauften. Auch die Kinder arbeiten hier den ganzen Tag. Nichtsdestotrotz, beziehungsweise gerade wegen den ganzen indigenen Einwohnern hat San Cristobal einen ganz besonderen Charme. Die Häuser sind alle sehr gut restauriert und voller Farben. Letztendlich sind wir statt 3 Tagen 6 Tage geblieben. In diesen Tagen haben wir weniger Sightseeing gemacht sondern viel mehr einfach in den Tag hineingelebt. Abends waren wir manchmal mit anderen Reisenden Essen oder ein Bierchen trinken.

 

Außerdem haben wir natürlich auch wieder den Markt besucht und es ist immer wieder aufregend am Geschehen teilzunehmen. Schöne Stände in bunten Farben, leckeres Essen und im nächsten Gang weiter, eine Halle mit rohem Fleisch und Fisch. Sehr kontrastreich, aber umso interessanter!

Gegen Ende unseres Aufenthalts dort, haben wir dann eine Tour zu einem Wasserfall (El Chiflón) und einem großen See (Montebello Lagoons) gebucht und uns sehr darauf gefreut, mal wieder was zu unternehmen. Am Morgen der Abreise hatte ich jedoch starke Magenschmerzen, sodass Christian dann allein gefahren ist. Es schien ganz schön gewesen zu sein. 😉

Die Sache mit den Erdbeben

Noch ein kleiner Einschub. Uns ist aufgefallen, dass wir noch gar nicht über das bzw. die Erdbeben berichtet haben. Vom großen Erdbeben in und um Mexico City im September 2017 ist noch sehr viel zu spüren. In eigentlich allen Städten, die wir hier bisher bereist haben, stehen Häuser mit Gerüsten davor und einige sind aufgrund von Einsturzgefährdung sogar vollständig gesperrt. Jedoch ist der allgemeine Umgang damit sehr gelassen, denn es gibt gute Frühwarnsysteme. In der Woche,  als wir in San Cristobal waren, gab es einen Alarm und ich kann euch sagen, uns wurde richtig komisch. Aber es tat sich nichts. Bzw. noch nicht, denn einige Tage später, als wir bereist abgereist waren, gab es ja tatsächlich ein größeres Erdbeben in der Region.

Palenque und eine brenzliche Busfahrt

Zwei Tage später sollte es dann weiter gehen nach Palenque. 9 Stunden für ca. 250 Kilometer. Die Zapatisten (indigene revolutionären Gruppierung welche im Süden Mexikos aktiv ist; EZLN) haben eine Straßensperre errichtet, die langwierig umfahren werden muss. Gleich zu Beginn der Fahrt merkte ich, dass meine Magenprobleme noch kein Ende gefunden haben und ich noch stärkere Magenkrämpfe bekam. Als unser Bus einen kurzen Halt gemacht hat, ist Christian schnell zu einer Apotheke gelaufen und hat Medikamente geholt, ist jedoch bei seiner Rückkehr erst einmal in einen falschen Bus eingestiegen. Gott sei Dank hat er seinen Fehler bemerkt. 😀 Mit den Medikamenten wurde die Fahrt dann etwas erträglicher, jedoch die Nacht wieder nicht… Christian hat es jetzt auch erwischt! Prima… es wird wohl erst mal eine Never-Ending-Story.

Die Ruinen im Dschungel

Aber wir lassen uns ja nicht unterkriegen und sind am nächsten Tag dann zu den Ruinen von Palenque gefahren. Eine alte Mayastadt, mit unheimlich vielen alten Tempeln und Häuschen, die im Dschungel verstreut sind. Wahnsinnig fasziniert standen wir wieder vor riesigen Bauten, die vor ungefähr 1600 Jahren von Menschenhand erschaffen wurde. Für uns immer noch unvorstellbar!

So, das wars erst mal wieder! Oh… nein… da war noch was!

Wir haben soeben unseren Flug nach Kuba gebucht! Am 4. März flitzen wir mal eben rüber! Somit hat sich unser noch bestehender Rückflugtermin von Mexico City nach Deutschland am 05. März wohl erledigt. 😉

Bis bald!

P.S. Wir freuen uns wirklich sehr, dass immer noch so viele Menschen unseren Blog verfolgen. Wir sehen zwar natürlich nicht wer darauf zugreift, aber wie viele von euch und es ist einfach bezaubernd! 🙂

Anki

9. Februar 2018

**UPDATE Zwei neue Videos zum Beitrag „Das Touristentrauma“ hinzugefügt!**

Ein Kaffee über den Dächern von San Cristobal !