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Von den Bergen in den Dschungel

„Herr Janosch, wie wichtig ist es, dass man im Leben ankommt?“ – „Wichtig ist nur, sich anständig treiben zu lassen. Ankommen tut man so ohnehin irgendwann irgendwo.“

Was für eine passende Antwort, findet ihr nicht? Manchmal macht man sich viel zu viele Gedanken um die Dinge, die vor einem liegen, anstatt die Dinge zu genießen, die jetzt passieren. Aber das ist so unheimlich schwer. Die deutsche Tugend… jaja, wir lernen schon früh strebsam zu sein, ein Ziel vor Augen zu haben und noch immer ein bisschen mehr zu wollen oder zu müssen? Aber das mal für einen kleinen Moment ablegen zu können, gibt einem ein wunderbares Gefühl von Freiheit.
Das sind die Gedanken zum Sonntag! 😉

Aktuell

Wir sind gerade in Campeche angekommen. Es ist unsere neue Anlaufstelle, nachdem wir uns mit einigem Kopfzerbrechen für die Weiterfahrt dahin entschieden haben. Campeche liegt zwar an der Karibikküste, ist aber nur wenig touristisch und hat laut Reiseführer auch nicht viel zu bieten.. (Wir wissen nicht mal, ob es einen Strand gibt.) Jedoch passt es wunderbar in unsere weitere Route und wir schauen mal was wir dort erleben. Wir werden es euch berichten!

Aber wir fangen mal wieder vorne an.

San Cristobal de las Casas

Wir waren für eine gute Woche in San Cristobal de las Casas. Ein wunderschönes Örtchen, umgeben von Bergen und auf einer Höhe von ca. 2.100m – also kalt! Dort haben wir wieder ein Zimmer über AirBnB gehabt wieder mal wirklich Glück gehabt. Wie ihr ja bereits sehen konntet, hatten wir eine tolle Dachterasse. 🙂 San Cristobal liegt in Chiapas, dem ärmsten Staat von Mexiko, nahe der guatemaltekischen Grenze. Hier leben viele indigene Bewohner, die ihre Wurzeln bei den alten Mayas haben. Sehr viele sprechen auch kein Spanisch sondern eben Maya. In der Stadt sah man viele dieser Menschen auf den Straßen, welche dort Kleidung und Schmuck verkauften. Auch die Kinder arbeiten hier den ganzen Tag. Nichtsdestotrotz, beziehungsweise gerade wegen den ganzen indigenen Einwohnern hat San Cristobal einen ganz besonderen Charme. Die Häuser sind alle sehr gut restauriert und voller Farben. Letztendlich sind wir statt 3 Tagen 6 Tage geblieben. In diesen Tagen haben wir weniger Sightseeing gemacht sondern viel mehr einfach in den Tag hineingelebt. Abends waren wir manchmal mit anderen Reisenden Essen oder ein Bierchen trinken.

 

Außerdem haben wir natürlich auch wieder den Markt besucht und es ist immer wieder aufregend am Geschehen teilzunehmen. Schöne Stände in bunten Farben, leckeres Essen und im nächsten Gang weiter, eine Halle mit rohem Fleisch und Fisch. Sehr kontrastreich, aber umso interessanter!

Gegen Ende unseres Aufenthalts dort, haben wir dann eine Tour zu einem Wasserfall (El Chiflón) und einem großen See (Montebello Lagoons) gebucht und uns sehr darauf gefreut, mal wieder was zu unternehmen. Am Morgen der Abreise hatte ich jedoch starke Magenschmerzen, sodass Christian dann allein gefahren ist. Es schien ganz schön gewesen zu sein. 😉

Die Sache mit den Erdbeben

Noch ein kleiner Einschub. Uns ist aufgefallen, dass wir noch gar nicht über das bzw. die Erdbeben berichtet haben. Vom großen Erdbeben in und um Mexico City im September 2017 ist noch sehr viel zu spüren. In eigentlich allen Städten, die wir hier bisher bereist haben, stehen Häuser mit Gerüsten davor und einige sind aufgrund von Einsturzgefährdung sogar vollständig gesperrt. Jedoch ist der allgemeine Umgang damit sehr gelassen, denn es gibt gute Frühwarnsysteme. In der Woche,  als wir in San Cristobal waren, gab es einen Alarm und ich kann euch sagen, uns wurde richtig komisch. Aber es tat sich nichts. Bzw. noch nicht, denn einige Tage später, als wir bereist abgereist waren, gab es ja tatsächlich ein größeres Erdbeben in der Region.

Palenque und eine brenzliche Busfahrt

Zwei Tage später sollte es dann weiter gehen nach Palenque. 9 Stunden für ca. 250 Kilometer. Die Zapatisten (indigene revolutionären Gruppierung welche im Süden Mexikos aktiv ist; EZLN) haben eine Straßensperre errichtet, die langwierig umfahren werden muss. Gleich zu Beginn der Fahrt merkte ich, dass meine Magenprobleme noch kein Ende gefunden haben und ich noch stärkere Magenkrämpfe bekam. Als unser Bus einen kurzen Halt gemacht hat, ist Christian schnell zu einer Apotheke gelaufen und hat Medikamente geholt, ist jedoch bei seiner Rückkehr erst einmal in einen falschen Bus eingestiegen. Gott sei Dank hat er seinen Fehler bemerkt. 😀 Mit den Medikamenten wurde die Fahrt dann etwas erträglicher, jedoch die Nacht wieder nicht… Christian hat es jetzt auch erwischt! Prima… es wird wohl erst mal eine Never-Ending-Story.

Die Ruinen im Dschungel

Aber wir lassen uns ja nicht unterkriegen und sind am nächsten Tag dann zu den Ruinen von Palenque gefahren. Eine alte Mayastadt, mit unheimlich vielen alten Tempeln und Häuschen, die im Dschungel verstreut sind. Wahnsinnig fasziniert standen wir wieder vor riesigen Bauten, die vor ungefähr 1600 Jahren von Menschenhand erschaffen wurde. Für uns immer noch unvorstellbar!

So, das wars erst mal wieder! Oh… nein… da war noch was!

Wir haben soeben unseren Flug nach Kuba gebucht! Am 4. März flitzen wir mal eben rüber! Somit hat sich unser noch bestehender Rückflugtermin von Mexico City nach Deutschland am 05. März wohl erledigt. 😉

Bis bald!

P.S. Wir freuen uns wirklich sehr, dass immer noch so viele Menschen unseren Blog verfolgen. Wir sehen zwar natürlich nicht wer darauf zugreift, aber wie viele von euch und es ist einfach bezaubernd! 🙂