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Adios Mexiko!

Tatsächlich reisen wir schon seit etwas über zwei Monaten durch Mexiko. Wir haben wunderschöne Dinge erlebt und ganz tolle Menschen getroffen, aber wir müssen jetzt weiter ziehen.

Die letzten Tage waren noch mal richtig schön. Besonders die Karibikküste mit den unterschiedlichsten Blautönen im Wasser.

Playa Delphines in Cancún

Nachdem wir in Cancun dann noch eine Nacht verbracht haben, sind wir weiter entlang der Karibikküste nach Tulum gereist. Gereist heißt hier wieder per Anhalter gefahren. 🙂 Dabei haben wir unter anderem eine Italienerin kennengelernt, die in Puerto Morelos ( auch Karibikküste Mexikos) lebt und gerade ihre Kinder aus der Waldorfschule abholte. Kurzerhand hat sie uns dann eingeladen mit ihr dorthin zu fahren und die Schule zu besuchen. Das war ein schönes Erlebnis, wobei überwiegend ausländische Kinder hier waren, da die Gebühren, verglichen mit einer öffentlichen Schule, schon eher hoch sind. Aber mitten in der Natur, umringt von verschiedensten Bäumen – sehr idyllisch.

Tulum – endlich ein Wasserbett

In Tulum waren wir dann mal wieder Zelten! Da wir in den letzten zwei Monate unsere Wäsche nur einmal in einem Waschsalon haben waschen lassen, wurde es so langsam mal wieder Zeit. (Sonst waschen wir per Handwäsche) Als wir dann vor Ort waren fing urplötzlich ein heftigere Regen an, sodass wir erst mal im Waschsalon bleiben mussten. Irgendwann fiel uns auf, dass wir unser Zelt offen gelassen hatten, aber da war eh schon alles zu spät. Da der Regen nicht aufhörte, sind wir in das nächstgelegene Hostel, wo Jannis und Julia ( das deutsche Paar, was wir in Valladolid kennengelernt haben) wohnten und haben uns die Zeit mit einer Happy Hour Caipirinha umsonst vertrieben. Als die Sturmflut sich irgendwann beruhigt hatte und wir noch ein Bier auf die vermutlich bevorstehende nasse Nacht getrunken hatten, sind Christian und ich zu unseren Wasserbett gestapft. Letztendlich stellte sich heraus, dass ein kühner Held unser Zelt zugemacht hat und deshalb nur die eine Hälfte der Matraze nass war! Besser als nichts! Alles muffte und die Nacht war mehr als bescheiden, aber wenigstens mussten wir am nächsten Tag nicht arbeiten. 😀

Vor unserem Zelt, nach einer super Nacht

Laguna Bacalar

Jetzt sind wir noch in Bacalar, aber die Rucksäcke sind schon fast fertig gepackt. Die letzten beiden Tage haben wir mit schwimmen und essen verbracht. 😀 Wer weiß, wann es wieder was vernünftiges gibt…

Hier gibt es eine große Lagune, die sich über ca. 70 Kilometer erstreckt und genau wie an der Karibikküste in unterschiedlichsten Blautönen glitzert. Uns hat es hier sehr gefallen, da der Ort sehr klein ist und nicht der ganze Massentourismus hierher unterwegs ist, wie an der Karibikküste. Sehr erholsam.

Mit diesen letzten Erinnerungen verabschieden wir uns also jetzt von Mexiko und brechen gleich auf nach Belize.

Wie die Grenzüberquerung über Land so lief und wie es uns dort gefällt, erfahrt ihr dann beim nächsten Mal.

Bis bald!

Von den Bergen in den Dschungel

„Herr Janosch, wie wichtig ist es, dass man im Leben ankommt?“ – „Wichtig ist nur, sich anständig treiben zu lassen. Ankommen tut man so ohnehin irgendwann irgendwo.“

Was für eine passende Antwort, findet ihr nicht? Manchmal macht man sich viel zu viele Gedanken um die Dinge, die vor einem liegen, anstatt die Dinge zu genießen, die jetzt passieren. Aber das ist so unheimlich schwer. Die deutsche Tugend… jaja, wir lernen schon früh strebsam zu sein, ein Ziel vor Augen zu haben und noch immer ein bisschen mehr zu wollen oder zu müssen? Aber das mal für einen kleinen Moment ablegen zu können, gibt einem ein wunderbares Gefühl von Freiheit.
Das sind die Gedanken zum Sonntag! 😉

Aktuell

Wir sind gerade in Campeche angekommen. Es ist unsere neue Anlaufstelle, nachdem wir uns mit einigem Kopfzerbrechen für die Weiterfahrt dahin entschieden haben. Campeche liegt zwar an der Karibikküste, ist aber nur wenig touristisch und hat laut Reiseführer auch nicht viel zu bieten.. (Wir wissen nicht mal, ob es einen Strand gibt.) Jedoch passt es wunderbar in unsere weitere Route und wir schauen mal was wir dort erleben. Wir werden es euch berichten!

Aber wir fangen mal wieder vorne an.

San Cristobal de las Casas

Wir waren für eine gute Woche in San Cristobal de las Casas. Ein wunderschönes Örtchen, umgeben von Bergen und auf einer Höhe von ca. 2.100m – also kalt! Dort haben wir wieder ein Zimmer über AirBnB gehabt wieder mal wirklich Glück gehabt. Wie ihr ja bereits sehen konntet, hatten wir eine tolle Dachterasse. 🙂 San Cristobal liegt in Chiapas, dem ärmsten Staat von Mexiko, nahe der guatemaltekischen Grenze. Hier leben viele indigene Bewohner, die ihre Wurzeln bei den alten Mayas haben. Sehr viele sprechen auch kein Spanisch sondern eben Maya. In der Stadt sah man viele dieser Menschen auf den Straßen, welche dort Kleidung und Schmuck verkauften. Auch die Kinder arbeiten hier den ganzen Tag. Nichtsdestotrotz, beziehungsweise gerade wegen den ganzen indigenen Einwohnern hat San Cristobal einen ganz besonderen Charme. Die Häuser sind alle sehr gut restauriert und voller Farben. Letztendlich sind wir statt 3 Tagen 6 Tage geblieben. In diesen Tagen haben wir weniger Sightseeing gemacht sondern viel mehr einfach in den Tag hineingelebt. Abends waren wir manchmal mit anderen Reisenden Essen oder ein Bierchen trinken.

 

Außerdem haben wir natürlich auch wieder den Markt besucht und es ist immer wieder aufregend am Geschehen teilzunehmen. Schöne Stände in bunten Farben, leckeres Essen und im nächsten Gang weiter, eine Halle mit rohem Fleisch und Fisch. Sehr kontrastreich, aber umso interessanter!

Gegen Ende unseres Aufenthalts dort, haben wir dann eine Tour zu einem Wasserfall (El Chiflón) und einem großen See (Montebello Lagoons) gebucht und uns sehr darauf gefreut, mal wieder was zu unternehmen. Am Morgen der Abreise hatte ich jedoch starke Magenschmerzen, sodass Christian dann allein gefahren ist. Es schien ganz schön gewesen zu sein. 😉

Die Sache mit den Erdbeben

Noch ein kleiner Einschub. Uns ist aufgefallen, dass wir noch gar nicht über das bzw. die Erdbeben berichtet haben. Vom großen Erdbeben in und um Mexico City im September 2017 ist noch sehr viel zu spüren. In eigentlich allen Städten, die wir hier bisher bereist haben, stehen Häuser mit Gerüsten davor und einige sind aufgrund von Einsturzgefährdung sogar vollständig gesperrt. Jedoch ist der allgemeine Umgang damit sehr gelassen, denn es gibt gute Frühwarnsysteme. In der Woche,  als wir in San Cristobal waren, gab es einen Alarm und ich kann euch sagen, uns wurde richtig komisch. Aber es tat sich nichts. Bzw. noch nicht, denn einige Tage später, als wir bereist abgereist waren, gab es ja tatsächlich ein größeres Erdbeben in der Region.

Palenque und eine brenzliche Busfahrt

Zwei Tage später sollte es dann weiter gehen nach Palenque. 9 Stunden für ca. 250 Kilometer. Die Zapatisten (indigene revolutionären Gruppierung welche im Süden Mexikos aktiv ist; EZLN) haben eine Straßensperre errichtet, die langwierig umfahren werden muss. Gleich zu Beginn der Fahrt merkte ich, dass meine Magenprobleme noch kein Ende gefunden haben und ich noch stärkere Magenkrämpfe bekam. Als unser Bus einen kurzen Halt gemacht hat, ist Christian schnell zu einer Apotheke gelaufen und hat Medikamente geholt, ist jedoch bei seiner Rückkehr erst einmal in einen falschen Bus eingestiegen. Gott sei Dank hat er seinen Fehler bemerkt. 😀 Mit den Medikamenten wurde die Fahrt dann etwas erträglicher, jedoch die Nacht wieder nicht… Christian hat es jetzt auch erwischt! Prima… es wird wohl erst mal eine Never-Ending-Story.

Die Ruinen im Dschungel

Aber wir lassen uns ja nicht unterkriegen und sind am nächsten Tag dann zu den Ruinen von Palenque gefahren. Eine alte Mayastadt, mit unheimlich vielen alten Tempeln und Häuschen, die im Dschungel verstreut sind. Wahnsinnig fasziniert standen wir wieder vor riesigen Bauten, die vor ungefähr 1600 Jahren von Menschenhand erschaffen wurde. Für uns immer noch unvorstellbar!

So, das wars erst mal wieder! Oh… nein… da war noch was!

Wir haben soeben unseren Flug nach Kuba gebucht! Am 4. März flitzen wir mal eben rüber! Somit hat sich unser noch bestehender Rückflugtermin von Mexico City nach Deutschland am 05. März wohl erledigt. 😉

Bis bald!

P.S. Wir freuen uns wirklich sehr, dass immer noch so viele Menschen unseren Blog verfolgen. Wir sehen zwar natürlich nicht wer darauf zugreift, aber wie viele von euch und es ist einfach bezaubernd! 🙂

Anki

9. Februar 2018

**UPDATE Zwei neue Videos zum Beitrag „Das Touristentrauma“ hinzugefügt!**

Ein Kaffee über den Dächern von San Cristobal !

Das Touristentrauma

So, jetzt also Strand! Die 11 stündige Busfahrt war es wirklich Wert! Wir reisen für solch lange Strecken mit den ´Luxusbussen‘  der ADO-Gesellschaft. Nicht nur weil sie scheinbar bequemer sind sondern vor allem wegen der Toilette! 😉 Außerdem sind sie sicherer, denn nichts ist furchtbarer, als mitten in der Nacht an der Straße zu stehen, weil der Bus streikt.

Puerto Escondido

Es ist wirklich ein wirklich schönes Örtchen. Touristisch, aber trotzdem noch authentisch mit wunderschönen Stränden. Es herrscht eine sehr entspannte Atmosphäre, mit vielen sonnengebräunten Menschen, die an ihrer Kokosnuss schlürfen und vielen Surfen. Wie bereits im vorherigen Bericht erwähnt, haben wir uns ein Zimmer über AirBnb gemietet. Ein wirklicher Glücksgriff! Sehr günstig, aber sehr sauber und bequem. Außer uns waren noch zwei Australier und ein Deutscher da, mit denen wir uns gut verstanden haben. Jeden Tag haben wir kleine oder auch größere Spaziergänge gemacht und richtig schöne Ecken entdeckt.

Dolphin Watching Tour

Trotz unserer extremen Sparfuchsmentalität wollten wir dann aber einmal ein richtiges Touristending machen, eine Dolphin Watching Tour! Ehrlich gesagt, es war tatsächlich das coolste, was wir bisher erlebt haben! Früh morgens wurden wir an unserer Unterkunft abgeholt und waren passend zum Sonnenaufgang am Strand. Dort stiegen wir dann mit 4 anderen Personen und zwei Guides in ein Bötchen und los gings. Erst fuhren wir ein paar Kilometer raus auf den Pazifik, stets auf der Suche nach Delfinen. Irgendwann waren wir umringt von 10 bis 20 Delfinen, die Seite an Seite mit dem Boot schwammen. Dann durften immer zwei Leute ins Wasser und mit ihnen schwimmen. An einem Seil, welches am Boot befestigt war, ums Handgelenk gebunden, sprangen wir ins Wasser. Wir hatten schon etwas Angst, einfach so im großen Pazifik zu schwimmen. Aber es war wirklich atemberaubend! Auf dem Rückweg haben wir dann tatsächlich noch einen Wal mit seinem Kind gesehen. Es sah richtig surreal aus. Der Guide war völlig aus dem Häuschen und ist direkt mit seiner Actioncam ins Wasser gesprungen. Als er alles gefilmt hat, rief er Christian zu auch reinzuspringen und zack ist Christian, ohne groß nachzudenken ins Wasser gehüpft und mit dem Wal geschwommen. 😀 Glücklich, aber mit einem riesen Muskelkater und zig blauen Flecken vom aus dem Wasser zurück ins Boot klettern kamen wir dann wieder in der Unterkunft an.

Mazunte

Nach ein paar schönen Tagen wollten wir dann weiter ins nächste Strandörtchen. Wir haben im Vorfeld viel positives über Mazunte gehört und hatten uns sehr gefreut. Auch hier hatten wir eine Unterkunft über AirBnb gebucht… nur leider für März… Das haben wir aber leider erst gemerkt, als wir vor der Unterkunft standen. Völlig planlos und mit unseren großen Rucksäcken sind wir dann durch das Dorf gelaufen und haben nach einem Zimmer gesucht. Irgendwann wurden wir fündig. Eine Dame in einer Hängematte rief uns zu: „Habitacion?“ Das war unser Stichwort! Die Unterkunft war, naja wie sollen wir es beschreiben, ok für unsere Zwecke? Ja, vielleicht. Die Toilette war nur durch einen kleinen Vorhang von der Außenwelt bedeckt und so hatte man viele Zuschauer bei seinem Geschäft! 😀 Aber es gab ein Bett, ein Moskitonetz und einen Ventilator in unserem Zimmer. Statt der geplanten drei Nächte sind wir allerdings nur eine geblieben, denn auch das Dorf hat uns leider gar nicht überzeugt. Es war wirklich sehr schön, viel Grün und ein schöner Strand, aber alles andere wirkte sehr aufgesetzt. Es war ein Hippie-Tempel und jeder der nicht irgendwie völlig abgespaced und heftig alternativ durch die Gegend lief, wurde schräg begutachtet. Zumindest fühlte es sich für uns so an. Naja wir waren wohl einfach nicht bereit für diesen Ort. Abends haben wir uns dann aber noch mit einem Bierchen an den Strand gesetzt und einen unheimlich schönen Sternenhimmel bewundern können. 🙂

Huatulco

Am nächsten Morgen sollte es dann weiter gehen nach Huatulco. (Auch ein Strandort, an einem Nationalpark gelegen, etwas weiter südlich)

Den Weg dorthin sind wir wieder getrampt. Es ist kräftezehrend, weil man teilweise ziemlich lange in der Sonne steht und auf ein Auto wartet, aber es macht sooo viel Spaß, weil man die unterschiedlichsten Menschen kennenlernt. Zuerst nahm uns eine Mexikanerin mit, dann zwei Schweizer und dann noch mal zwei Mexikaner. So haben wir fast 70 Kilometer bestritten und natürlich fleißig gespart.

In Huatulco angekommen waren wir dann gar nicht mehr so happy. Vor uns lag eine Touristadt, mit vielen schicken Hotels und gar nicht mehr das Mexiko, dass wir so lieben gelernt haben. Wir hätten uns im Vorfeld einfach ein bisschen besser informieren sollen, aber auch das ist eine Erfahrung.  Grund für den Tourismus ist der Hafen, an dem auch große Kreuzfahrtschiffe anlegen können. Im Vorfeld, hatten wir wieder ein Zimmer über AirBnB gebucht. Es lag abseits, in einem kleinen etwas ‚mexikanischerem‘ Viertel und haben uns eigentlich sehr wohlgefühlt, bis es Nacht wurde. Die Geräusche in der Nacht ließen uns kaum schlafen. Irgendwas ist immer. Entweder sind es die Hunde, die einen Chor bilden, Vögel, die hier noch mal einige Dezibel lauter zwitschern, Autos, Menschen, Musik…   einfach alles. Es war auch in den Nächten davor nie ruhig und diese Hunde in der Nacht gab es bisher überall, aber wahrscheinlich hat sich die allgemeine, etwas niedergeschlagene Stimmung, seinen Teil dazu beigetragen. Letztendlich haben wir in fast keiner Nacht wirklich gut geschlafen, bis auf die letzte. Alles war unheimlich ruhig, ganz merkwürdig. Aber dann gab es in den Morgenstunden ein kleines Erdbeben. Wir sind ein wenig im Bett hin und her geschaukelt worden und dann war es auch schon wieder vorbei. Sehr merkwürdig insgesamt. 😀

Nichtsdestotrotz sind wir immer noch unheimlich froh über unsere gemeinsame Zeit hier und freuen uns auf das was noch kommt. Mexiko ist ein so wunderbares Land. Die Menschen sind  immer für einen kleinen Plausch zu haben und nehmen sich Zeit, trotz unserer noch immer nicht vorhandenden Spanischkenntnisse.  Die Agua frescas (frischer Fruchtsaftmix mit Zucker und Eiswürfeln) gibt es hier an jeder Ecke, genauso wie die kleine Tacostände oder die Cantinas, in denen man wohl das beste hausgemachte Essen für richtig kleines Geld bekommt. Heute Mittag hatten wir beispielsweisen je zwei Quessadillas und einem Liter Agua fresca für insgsamt 3 Euro!! 😉

Heute Nacht geht es weiter nach San Cristobal de las Casas, wieder in die Kälte, 11 Stunden Nachtbus! Yeah!

Bis bald!

P.S einige Videos und Fotos fehlen noch, werden aber in den nächsten Tagen nachgereicht! 😉

Das große Wiedersehen!

So, da sind wir wieder!

Wir sitzen gerade in unserem Hostel in Oaxaca (ausgesprochen: Wahaka) und gucken einen Film über Netflix im Gemeinschaftsraum.

 

***UPDATE#2***

Endlich hat es auch mit den Bilder geklappt und wir haben noch kleines Vorabvideo von unserem gestrigen Tag! Mehr folgt..versprochen!

***UPDATE***

In der südlichen Hälfte von Mexiko ist das Internet ausgefallen und somit hatten wir in unserem Hostel auch kein WLAN mehr. Aber wir sitzen jetzt gerade bei Mc Donalds und trinken einen Alibi-Kaffee, damit ihr auf jeden Fall noch eure News bekommt! 😉 Fotos folgen ganz bald… leider ist die Geschwindigkeit sehr langsam.

Aber zuerst fangen wir mal ganz vorne an…

Dr. Pizza

Nachdem wir uns von der Familie in Cholula verabschiedet haben, sind wir in das 20km entfernte Puebla getrampt! Das hat wirklich wunderbar funktioniert. Nach etwa einer viertel Stunde hat uns ein Paar in einem Kleinwagen mitgenommen. Zwar hätte der Weg mit einem Combi (Kleinbus) kaum etwas gekostet, aber wir sind eine Erfahrung reicher. In Puebla angekommen haben wir dann Conrado getroffen. Es war ein ganz verrückter, schöner Moment, aber es fühlte sich überhaupt nicht fremd an. Sofort zeigte er uns das Haus seiner Familie, stellte uns seiner Schwester und seiner Mutter vor, es wurde für uns gekocht und wir aßen zusammen Nudeln mit Fleischbällchen. 😀 Conrado ist Medizinstudent und hat vor einem Jahr zusätzlich aus seiner „Kinderzimmer“ eine Pizzeria eröffnet. Zu Beginn seines Medizinstudiums bekam er ein  Stipendium und da überlegte er sich, wie er das Geld am besten einsetzten könnte. Er entschied sich einen Pizzaofen zu kaufen, weil er Lust hatte sich seine eigenen professionellen Pizzas zu machen. Da sein Zimmer an der Straße lag, fing er irgendwann an, die Pizza aus seinem Fenster zu verkaufen  und ein halbes Jahr später eröffnete er dann seine eigene Pizzeria. Somit hatten wir, während unserer Zeit da eine Pizzaflatrate! Adios Beachfigur!

Während unseres kurzen, aber schönen Aufenthalts bei Conrado, haben wir einiges erlebt. Unseren ersten Mezcal (quasi neben Tequila das Nationalgetränk), einen Nachttrip auf eine Festung in Puebla, hoch oben auf einem Berg, Tacos lingua (mit Kuhzunge) und Bier, Bier, Bier. 😀

Die Kolonialstadt Oaxaca de Juarez

Nach drei Tagen bei Conrado sind wir dann 5 Stunden in einem Bus nach Oaxaca gefahren. Endlich warm!… dachten wir. Aber nein, auch hier ist es noch nicht wirklich warm. Hier haben wir jetzt drei Nächte in einem 8er Zimmer im Hostel übernachtet. Hier haben wir viele Gleichgesinnte aus aller Welt getroffen und die bereits gemachten Erfahrungen ausgetauscht. Auch das Schlafen in einem 8er Zimmer war tatsächlich ok. Abends die Kopfhörer ins Ohr und ein Sherlock Holmes Hörbuch angemacht und alles war gut. 😉 Über Tag haben wir dann die Stadt erkundet. Alles ist sehr bunt und freundlich gestaltet. Vom kriminellen und gefährlichen Mexiko ist hier nichts zu spüren. Besonders nachts sind die Straßen voller Menschen und der Marktplatz wird zu einer großen Tanzfläche mit Liveband! Wir waren so begeistert! Ich wurde sogar von einem Herrn aufgefordert zu tanzen, habe mich aber nicht getraut. 😀 Im Nachhinein bereue ich das ein bisschen.

Hierve el Agua

Am Montag waren wir in den Bergen. Nach einer ziemlich mühsamen und holprigen Anfahrt durch die Berge und kleine Dörfer landeten wir an einem magischen Ort. Der Ausblick war sagenhaft und der Infinitypool, welcher aus einer natürlichen Quelle entstanden ist, war wirklich beeindruckend. Leider war es ziemlich kalt und unserer Tattoos noch zu frisch, als das wir dort hätten schwimmen gehen könnten, leider. Trotz der Kälte und dem bewölkten Wetter, haben wir beide einen ordentlichen Sonnenbrand im Gesicht abbekommen. Apropos Tattoos, Christians Tattoo Fangemeinde wird immer größer, gerade hier im Hostel fragen viele danach. 😉

Und sonst so

Insgesamt geht’s uns immer noch gut. Nur merkt man schon, dass sich Erschöpfung breit macht. Deshalb haben wir uns entschieden jetzt an die Pazifikküste zu fahren und uns ein eigenes Zimmer über Airbnb zu gönnen. Puerto Escondito, so nennt sich die Stadt, die wir anpeilen, ist schon eher ein Surf/Party/Backpacker Ort und wir versuchen deshalb die überfüllten Hostels zu vermeiden.  Drei Nächte haben wir für’s erste gebucht und danach schauen wir mal, wonach uns ist. 😉 Jetzt wollen wir aber erst mal Ruhe, Sonne und Meer!

Das nächste Mal melden wir uns vom Strand!!!

Bis bald!

P.S. Freut euch auf coole Fotos 😉

El Mexicano, Don Christian

Jetzt sitzen wir hier im Wohnzimmer bei der Familie Sanchez Nava und es ist tatsächlich schon der letzte Abend. Die Woche ist unheimlich schnell verflogen. Viel essen, viel lachen, viel reden… und ein bisschen arbeiten, haben die Woche für uns unvergesslich gemacht.

In der ganzen Zeit war der Schärfegrad der Mahlzeiten wirklich auszuhalten und wir dachten es würde einfach nur übertrieben werden…, bis es heute die Enchiladas gab! Muy pikante! In Mexiko ist scheinbar alles auf pikante (scharf) getrimmt. Ob jegliche Mahlzeit mit Chili, Früchte mit Chili, Eis mit Chili, Bonbons mit Chili und sogar Bier mit Chili, alles kein Problem!

Bier mit Chilli?

Das musste getestet werden:

Das Bier wird Michelada genannt und wird aus handelsüblichem Bier und einer roten Salsa hergestellt. Weil das ja noch nicht reicht, wird noch ein Chilirand hinzugefügt. Wir können euch sagen: es sieht nicht nur furchtbar aus, es ist auch wirklich nicht lecker. Aber wir sind jetzt eine Erfahrung reicher. Jedoch schmecken Früchte mit Chilipulver gar nicht so übel. 😉

Cholula City

Am Wochendende haben wir einen kleinen Marsch in die nächst größere Stadt gemacht. Dort steht eine sehr alte und leider auch eine viele Jahre verachlässigte Pyramide. Von der Pyramide selbst ist leider nicht mehr viel zusehen, viel mehr sieht es aus, wie ein kleiner Berg, der mit Wildwuchs überwuchert ist. Auf dieser Pyramide wurde eine Kirche erbaut, welches dem Ganzen einen märchenhaften Touch gibt. Aber schaut selbst! Wir haben uns mal an einem kleinen Video versucht! 😉

Work, work, work!

Aber wie wir oben schon geschrieben haben, haben wir natürlich auch gearbeitet. Begonnen haben wir nach dem Frühstück und um ca. 14 Uhr war dann Feierabend für uns. In den letzten drei Tagen war unser Hauptprojekt das Bäume stutzen. Es hat uns unheimlich viel Spaß gemacht, aber die pralle Sonne hat Spuren hinterlassen: ordentlichen Sonnenbrand. Zwischendurch hatten wir aber sogar Hilfe. Julia, die unter Morbus Parkinson und Demenz leidet hat ein starkes Bedürfnis sich zu bewegen und zu helfen. Deshalb haben wir sie dann in unsere Arbeit eingespannt und als Team die Äste zerkleinert.

Highlight! 😀

Eine Woche voller Highlights endet natürlich auch mit einem besonderen Highlight, denn plötzlich hatten wir einen Tattootermin! 😀 Ja, es stimmt, wenn sich jetzt einige denken: noch keine zwei Wochen auf reisen und schon ein Tattoo? Geplant, dass wir uns auf unserer Reise eine solche Erinnerung schaffen, hatten wir schon zu Beginn. Während des Frühstücks am Montagmorgen sprachen wir mit Keila und Sharon über Tattoos, weil auch sie beide welche haben und aus diesem Gespräch resultierte ein Termin am Dienstagabend. Grund dazu war aber insbesondere die Sicherheit, dass mit guten Produkten und hygienisch gearbeitet wird. Da kann das dann einfach schon mal passieren. 😉

Unsere neuen Errungenschaften findet besonders Vater Findecio richtig gut und nennt Christian nur noch den El Mexicano oder Don Christian. 😀 Wir sind beide sehr zufrieden und freuen uns auf unsere weiteren Erlebnisse!

Und wie geht’s weiter?

Ein ganz besonderes Erlebnis steht uns morgen bevor, denn dann werden wir Conrado treffen. Conrado war vor ca. 10 Jahren bei meiner Familie für ein paar Wochen „Gastkind“ aus Mexiko. Er war damals 13 Jahre alt und hat mit uns gelebt. Über Facebook sind wir immer ein wenig in Kontakt geblieben und morgen werden wir uns nach 10 Jahren wieder sehen!

Nach dem Frühstück werden wir morgen also unsere Sachen packen und uns auf dem Weg nach Puebla zu Conrado machen, wo wir dann zwei Nächte bleiben.

Beim nächsten Mal erzählen wir euch wie es war und wo es danach hingeht. 🙂

Bis bald!

 

Adios Mexico City, Hola Cholula

Wie der ein oder andere von euch vermutlich schon erfahren hat, sind wir vorgestern weiter gezogen. Aber vorher haben wir von Mexico City noch die Pyramiden von Teotihuacan besucht. Eine Stadt, die 100 – 650 n.Chr. ein florierendes Zentrum Mesoamerikas und auch eine der größten Städte der Welt war.

Gute zwei Stunden von Mexico City mit dem Bus bot sich ein atemberaubender Anblick der Sonnenpyramide! Der Aufstieg war anstrengender als gedacht, da die Treppenstufen weder eben, noch in gleichen Abständen angereiht sind. Aber oben angekommen, hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf das ganze Areal, umrandet von Bergen.

Wir sind ganz gemütlich durch das Areal geschlendert und haben vor allem die Sonne dort sehr genossen, da es in Mexico City doch recht kühl ist.

Abfahrt nach Cholula

Trotz der schönen Zeit in Mexico City sind wir nun weiter gereist. Wir haben uns schon von Deutschland über die Plattform www.workaway.de mit einer mexikanischen Familie in Colula verabredet. Dort tauschen wir unsere Arbeitskraft nun gegen Kost und Logie. Wir waren unheimlich aufgeregt, als wir mit dem Bus 3 Stunden in Richtung Süden gedüst sind. Es hieß, dass sie nur sehr wenig Englisch sprechen würden und  wir somit auf Spanisch kommunizieren müssten. Christian und ich haben deshalb aus lauter Nervosität alle möglichen Szenarien durchgespielt und die dazu notwenigen spanischen Sätze auswendig gelernt. Angekommen haben wir aber schnell gemerkt, dass zumindest die beiden Töchter sehr wohl Englisch sprechen und uns ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen. 😀

Wir leben nun also zusammen mit Mutter Rosalie, Vater Fidencio, den beiden Töchtern Keyla und Sharon, den beiden Großmüttern Julia (79) und Rosalie (90) und 2 Hunden unter einem Dach. Außer Keyla und Sharon spricht aber keiner Englisch und deshalb sind unsere Spanischkenntnisse in den letzten 2 Tagen tatsächlich schon um einiges besser geworden.

Uns fehlen tatsächlich die Worte um die Familie zu beschreiben. Eine solche Harmonie und ein solchen Gemeinschaftsgefühl haben weder Christian noch ich, in der Form und Intensität  je erlebt. Obwohl wir eigentlich Fremde sind, haben wir uns in keiner Minute so gefühlt. Wenn man bedenkt, aus welch verschiedenen Kulturen wir kommen und unser Spanisch sehr zu wünschen übrig lässt, aber man totzdem direkt dazu gehört. Da merkt man, wie einfach Integration sein kann, wenn man es wirklich möchte. „Dazu gehören“ heißt aber eben auch alle Rechte und Pflichten zu teilen. Wir sind keine Gäste und haben somit ebenso den Abwasch zu machen oder den Garten instand zu halten, dafür können wir aber ein richtig authentisches mexikanischen Familienleben miterleben. Wir bekommen drei Mal täglich reichlich und richtig gut zu Essen und können uns am Wasser sowie am Obstkorb einfach bedienen. Lediglich die Essenzeiten sind gewöhnungsbedürftig: ca. 9:30 Uhr, ca. 14:30 Uhr, ca. 20 Uhr. Aber irgendwie passen wir uns schon an. 😉

In den nächsten zwei Tagen haben wir aber frei und werden die Umgebung erkunden.

Bis bald!

P.S. Wir haben unsere Packliste endlich aktualisiert 😉

Endlich da!

Guten Morgen!

Wir sind gerade voll motiviert und besonders ausgeschlafen aus dem Bett gehüpft. Nein, eigentlich nicht. Wir sind ziemlich geschlaucht von der langen Anreise, die ohne die Übernachtung in Mailand mehr als 20 Stunden betrug.

Um in Mexiko einreisen zu dürfen benötigt man zwar kein Visum, jedoch bekommt man eine Touristenkarte, die jederzeit mit sich zu führen ist. Darauf ist u.a. vermerkt, wie lange wir uns in diesem Land aufhalten dürfen. Die maximale Anzahl der Tage sind 180. Um das zu bekommen, muss ein Rückflugticket vorgezeigt werden. Wir haben leider nicht bedacht, dass wir am Flufghafen erst einmal kein Internet haben werden und somit der Rückflug offline abzurufen sein sollte…  war er aber nicht. Nach ein paar lieben Worten zu der Dame am Schalter, durften wir jedoch auch ohne Ruckflugticket einreisen und haben sogar die vollen 180 Tage Aufenthaltserlaubnis bekommen! 😉

Wir haben uns dann mit Uber (privates Taxiunternehmen) zu unserem Hotel bringen lassen. Wunderbar unkompliziert, weil man einfach seine Daten in die App eingibt, eine gewünschte Zahlungsmethode auswählt und in den nächsten Minuten von einem Fahrer abgeholt wird. Wir haben uns für das Teilen eines Uber’s entschieden und haben damit sogar noch mehr gespart. Insgesamt haben wir umgerechnet 4,25€ für 10km bezahlt!

Um 21:00 Uhr Ortszeit, also 4:00 Uhr eure Zeit, sind wir im Hotel Fornos angekommen. Das Zimmer ist klein, aber gemütlich und für unsere Zwecke völlig ausreichend. Außerdem haben wir für 6 Übernachtungen nur knapp 100 Euro bezahlt.

 

In den nächsten Tagen werden wir euch von unseren ersten Eindrücken berichten.

Wir gehen jetzt erst Mal frühstücken und hoffen inständig, dass wir irgendwie an Kaffee kommen. 😉