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Guatemal wo wir sind!

Hallo Zusammen!

Wie einige von euch vermutlich schon gehört haben, sind wir mittlerweile in Guatemala angekommen. Es ist so ganz anders als in Mexiko und deshalb haben wir uns auch so lange nicht mehr gemeldet. Wir haben eine sehr anstrengende, aber aufregende Zeit hinter uns.

Grenzüberquerung Mexiko – Belize

Wie bereits befürchtet sollte de Grenzübergang spannend werden… Wir hatten schon gehört, dass die Grenzbeamten auf mexikanischer Seite gerne noch 300 Pesos von jedem Touristen einstecken der ausreist. Jedoch bezahlen alle diese Gebühr bei der Einreise nach Mexiko. Das heißt, wir waren uns sehr sicher, dass wir dies nicht bezahlen werden. Nichtsdestotrotz sollten wir sie dann bezahlen. Die Beamten haben versucht zu diskutieren, aber wir haben gesagt, dass wir gerne die deutsche Botschaft anrufen können um das zu klären. Danach war Totenstille und der Ausreisestempel wurde mit purer Gewalt in unsere Reisepässe gehauen.

Schnorcheln auf Caye Caulker, Belize

Wir waren nur für eine kurze Zeit in Belize, da es ziemlich teuer war und wir unser Budget bei weitem überschreiten mussten. Nichtsdestotrotz war es richtig cool. Wir haben das zweit größte Barrier Reef der Welt ‘erschnorchelt’. 😀 Sehr beeindruckend, aber wir haben uns ordentlich verbrannt! Noch immer pellt der Rücken.

Guatemala

Nach zwei Nächten sind wir schon weiter nach Guatemala gereist und haben uns verliebt. 🙂 Es ist wunder wunderschön hier und die Menschen sind unfassbar nett. Das wir uns beide mittlerweile schon relativ gut auf Spanisch ausdrücken können, ist natürlich ein Plus und macht viel aus. Jedoch hätten wir nicht erwartet, dass etwas Mexiko toppen könnte, obwohl das Reisen hier deutlich anstrengender ist.

Casa Naomi – San José, Flores

Die erste Anlaufstelle nach Belize war das Casa Naomi. Dort haben wir zusammen mit einer Familie für vier Nächte in einem Holzhaus gelebt. Kein Internet, kein fließend Wasser, kein Englisch, aber eine unheimlich herzliche Atmosphäre. Wir haben zusammen gegessen, gespielt und in der Hängematte gelesen und entspannt.

Reisen in Guatemala

Danach wollten wir uns auf den Weg nach Semuc Chempey machen. Dies ist ein Nationalpark mit natürlichen Wasserbecken. Da gab es dann die erste Lektion zum Reisen in Guatemala. Wir sind morgens von unserem kleinen zu Hause aufgebrochen und sind mit einem TucTuc zu einem großen Busbahnhof gefahren, um von dort aus einen Bus nach Semuc Chempey zu nehmen. Falsch gedacht… wir wurden mit großen Augen angeguckt und es wurde gesagt, dass wir heute definitiv nicht mehr dorthin kommen werden. Der Bus wäre bereits um 8 Uhr abgefahren und außerdem müsste man sich dafür anmelden. Allerdings hatten wir bereits eine Unterkunft gebucht und konnten die auch nicht stornieren. Ein dubioser Mann wollte uns dann direkt Tickets für die Tourishuttles austellen, die übrigens auch sehr teuer waren. Aber selbst nach mehrerem Nachfragen gab es scheinbar für uns keine andere Möglichkeit. Alles in uns hat sch dagegen gesträubt, aber mit unseren schweren Rücksäcken, mitten in einer guatemaltekischen Stadt? Wir habens einfach gemacht und dieses überteuerte Ticket gekauft. Wir konnten glücklicherweise noch eine Unterkunft finden (neben einem Nachtclub) und haben mehr schlecht als recht geschlafen. Ohne Gutenachttrunk wäre wohl gar nichts gegangen. Aber wir haben am nächsten Tag um 8 Uhr unseren Bus bekommen und sind auchvernünftig über gekommen. Auf dem Weg haben wir dann erfahren, dass es üblich sei, diese Tourishuttlebusse zu nutzen, da es keine Langstreckenbusse in Guatemala gibt. Wir hatten das Gefühl, dass unsere Geld nur so von uns davon fliegt und wir nicht glauben wollten, dass wir jetzt immer auf diese Touribuse angewiesen sind…

Semuc Chempey und Christians Geburtstag

Das letzte Stück nach Semuc Chempey mussten wir aufgrund der Straßenverhältnisse mit einem Geländewagen zurücklegen. Wir sind Stunden in den Dschungel gefahren und haben uns wirklich gefragt, ob da noch was kommen kann. Aber tatsächlich lag plötzlich unser Hostel vor uns. Völlig verückt. Außerdem dem Hostel und dem Parkeingang gab es dort aber tatsächlich nichts. Deshalb waren wir für die zwei Nächte, die wir dort verbracht haben, auch völlig von diesen Hostel abhängig. Aber es hat sich sehr gelohnt 🙂

Dort haben wir dann auch noch Julia und Sandra kennengelenrt, zwei Mädels aus Berlin, dieauf einem zweimonatigem Trip durchZentralamerika sind. Mit den beiden haben wir dann die nächsten Tage verbacht und auch Christians Geburtstag gefeiert. Das Hostel hat tatsächlich einen Geburtstagskuchen gebacken und Bier und Shots aufs Haus verteilt. Wie schön es ist Geburtstag zu haben. 😀

 

Christians Geburtstag, die zweite oder auch „Reisen in Guatemala wird nicht besser“

Ungeplanter weise sind wir an meinem Geburtstag weiter zum Lake Atitlan gefahren. Diese fahrt sollte ungefähr 13 Stunden dauern. So stellt man sich natürlich den idealen Gebutstag vor aber es sollte noch besser werden. Da wir alles nicht immer solange im voraus planen und wir die Tage davor kein Internet hatten, hatten wir auch noch keine Unterkunft am Zielort gebucht. Das haben wir dann ganz schnell bei einer Pause erledigt und ware froh sodass wir jetzt weiter gehen kann. Der Busfahrer, der scheinbar Hobbyrennfahrer ist, hat ordentlich Gas gegeben Trotzdem hat die Fahrt letztendlich 15 Stunden gebraucht und wir haben unsere Fähre verpasst. Da weitere vier Leute auch auf die Fähre angewiesen waren, haben wir kurzerhand eine private Fähre organisieren können und wieder flog das Geld nur so davon. Naja letztendlich sind wir an unserem Hostel angekommen und auch hier haben sich die Strapazen wieder gelohnt. Der Lake Atitlan ist ein See inmitten von Vulkanen und ist wunderschön, wie das Eingangsbild ja bereits zeigt. Hier haben wir drei Nächte in einem Hippidorf verbracht und das war wirklich sehr entspannt. Gestern haben wir sogar an einer Meditation mit Kakao teilgenommen. Auch eine spannende Erfahrung. 😀

Yeah, wieder reisen!

Aber das Thema mit den Tourishuttlebussen war fur uns irgendwie noch nicht durch und so haben wir rumgefragt, ob wir nicht irgendwie anders und vor allem günstiger reisen können. Undja, es geht. Die Antwort sind die Camionetas – Chickenbusse (Völlig überfüllte alte amerikanische Schulbusse zu sehr günstigen Preisen), genau unser Ding. 😀 Damit sind wir heute nach Quetzaltenango, auch Xela genannt, gereist und es war super. Jetzt sitzen wir glücklich und zufireden in unserem Hostel und beginnen am Montag hier einen zweiwöchigen Sprachkurs. In dieser Zeit werden wir auch bei einer guatemaltekischen Familie leben. Wir freuen uns sehr!

Bis bald!

Von den Bergen in den Dschungel

„Herr Janosch, wie wichtig ist es, dass man im Leben ankommt?“ – „Wichtig ist nur, sich anständig treiben zu lassen. Ankommen tut man so ohnehin irgendwann irgendwo.“

Was für eine passende Antwort, findet ihr nicht? Manchmal macht man sich viel zu viele Gedanken um die Dinge, die vor einem liegen, anstatt die Dinge zu genießen, die jetzt passieren. Aber das ist so unheimlich schwer. Die deutsche Tugend… jaja, wir lernen schon früh strebsam zu sein, ein Ziel vor Augen zu haben und noch immer ein bisschen mehr zu wollen oder zu müssen? Aber das mal für einen kleinen Moment ablegen zu können, gibt einem ein wunderbares Gefühl von Freiheit.
Das sind die Gedanken zum Sonntag! 😉

Aktuell

Wir sind gerade in Campeche angekommen. Es ist unsere neue Anlaufstelle, nachdem wir uns mit einigem Kopfzerbrechen für die Weiterfahrt dahin entschieden haben. Campeche liegt zwar an der Karibikküste, ist aber nur wenig touristisch und hat laut Reiseführer auch nicht viel zu bieten.. (Wir wissen nicht mal, ob es einen Strand gibt.) Jedoch passt es wunderbar in unsere weitere Route und wir schauen mal was wir dort erleben. Wir werden es euch berichten!

Aber wir fangen mal wieder vorne an.

San Cristobal de las Casas

Wir waren für eine gute Woche in San Cristobal de las Casas. Ein wunderschönes Örtchen, umgeben von Bergen und auf einer Höhe von ca. 2.100m – also kalt! Dort haben wir wieder ein Zimmer über AirBnB gehabt wieder mal wirklich Glück gehabt. Wie ihr ja bereits sehen konntet, hatten wir eine tolle Dachterasse. 🙂 San Cristobal liegt in Chiapas, dem ärmsten Staat von Mexiko, nahe der guatemaltekischen Grenze. Hier leben viele indigene Bewohner, die ihre Wurzeln bei den alten Mayas haben. Sehr viele sprechen auch kein Spanisch sondern eben Maya. In der Stadt sah man viele dieser Menschen auf den Straßen, welche dort Kleidung und Schmuck verkauften. Auch die Kinder arbeiten hier den ganzen Tag. Nichtsdestotrotz, beziehungsweise gerade wegen den ganzen indigenen Einwohnern hat San Cristobal einen ganz besonderen Charme. Die Häuser sind alle sehr gut restauriert und voller Farben. Letztendlich sind wir statt 3 Tagen 6 Tage geblieben. In diesen Tagen haben wir weniger Sightseeing gemacht sondern viel mehr einfach in den Tag hineingelebt. Abends waren wir manchmal mit anderen Reisenden Essen oder ein Bierchen trinken.

 

Außerdem haben wir natürlich auch wieder den Markt besucht und es ist immer wieder aufregend am Geschehen teilzunehmen. Schöne Stände in bunten Farben, leckeres Essen und im nächsten Gang weiter, eine Halle mit rohem Fleisch und Fisch. Sehr kontrastreich, aber umso interessanter!

Gegen Ende unseres Aufenthalts dort, haben wir dann eine Tour zu einem Wasserfall (El Chiflón) und einem großen See (Montebello Lagoons) gebucht und uns sehr darauf gefreut, mal wieder was zu unternehmen. Am Morgen der Abreise hatte ich jedoch starke Magenschmerzen, sodass Christian dann allein gefahren ist. Es schien ganz schön gewesen zu sein. 😉

Die Sache mit den Erdbeben

Noch ein kleiner Einschub. Uns ist aufgefallen, dass wir noch gar nicht über das bzw. die Erdbeben berichtet haben. Vom großen Erdbeben in und um Mexico City im September 2017 ist noch sehr viel zu spüren. In eigentlich allen Städten, die wir hier bisher bereist haben, stehen Häuser mit Gerüsten davor und einige sind aufgrund von Einsturzgefährdung sogar vollständig gesperrt. Jedoch ist der allgemeine Umgang damit sehr gelassen, denn es gibt gute Frühwarnsysteme. In der Woche,  als wir in San Cristobal waren, gab es einen Alarm und ich kann euch sagen, uns wurde richtig komisch. Aber es tat sich nichts. Bzw. noch nicht, denn einige Tage später, als wir bereist abgereist waren, gab es ja tatsächlich ein größeres Erdbeben in der Region.

Palenque und eine brenzliche Busfahrt

Zwei Tage später sollte es dann weiter gehen nach Palenque. 9 Stunden für ca. 250 Kilometer. Die Zapatisten (indigene revolutionären Gruppierung welche im Süden Mexikos aktiv ist; EZLN) haben eine Straßensperre errichtet, die langwierig umfahren werden muss. Gleich zu Beginn der Fahrt merkte ich, dass meine Magenprobleme noch kein Ende gefunden haben und ich noch stärkere Magenkrämpfe bekam. Als unser Bus einen kurzen Halt gemacht hat, ist Christian schnell zu einer Apotheke gelaufen und hat Medikamente geholt, ist jedoch bei seiner Rückkehr erst einmal in einen falschen Bus eingestiegen. Gott sei Dank hat er seinen Fehler bemerkt. 😀 Mit den Medikamenten wurde die Fahrt dann etwas erträglicher, jedoch die Nacht wieder nicht… Christian hat es jetzt auch erwischt! Prima… es wird wohl erst mal eine Never-Ending-Story.

Die Ruinen im Dschungel

Aber wir lassen uns ja nicht unterkriegen und sind am nächsten Tag dann zu den Ruinen von Palenque gefahren. Eine alte Mayastadt, mit unheimlich vielen alten Tempeln und Häuschen, die im Dschungel verstreut sind. Wahnsinnig fasziniert standen wir wieder vor riesigen Bauten, die vor ungefähr 1600 Jahren von Menschenhand erschaffen wurde. Für uns immer noch unvorstellbar!

So, das wars erst mal wieder! Oh… nein… da war noch was!

Wir haben soeben unseren Flug nach Kuba gebucht! Am 4. März flitzen wir mal eben rüber! Somit hat sich unser noch bestehender Rückflugtermin von Mexico City nach Deutschland am 05. März wohl erledigt. 😉

Bis bald!

P.S. Wir freuen uns wirklich sehr, dass immer noch so viele Menschen unseren Blog verfolgen. Wir sehen zwar natürlich nicht wer darauf zugreift, aber wie viele von euch und es ist einfach bezaubernd! 🙂