Adios Mexiko!

Tatsächlich reisen wir schon seit etwas über zwei Monaten durch Mexiko. Wir haben wunderschöne Dinge erlebt und ganz tolle Menschen getroffen, aber wir müssen jetzt weiter ziehen.

Die letzten Tage waren noch mal richtig schön. Besonders die Karibikküste mit den unterschiedlichsten Blautönen im Wasser.

Playa Delphines in Cancún

Nachdem wir in Cancun dann noch eine Nacht verbracht haben, sind wir weiter entlang der Karibikküste nach Tulum gereist. Gereist heißt hier wieder per Anhalter gefahren. 🙂 Dabei haben wir unter anderem eine Italienerin kennengelernt, die in Puerto Morelos ( auch Karibikküste Mexikos) lebt und gerade ihre Kinder aus der Waldorfschule abholte. Kurzerhand hat sie uns dann eingeladen mit ihr dorthin zu fahren und die Schule zu besuchen. Das war ein schönes Erlebnis, wobei überwiegend ausländische Kinder hier waren, da die Gebühren, verglichen mit einer öffentlichen Schule, schon eher hoch sind. Aber mitten in der Natur, umringt von verschiedensten Bäumen – sehr idyllisch.

Tulum – endlich ein Wasserbett

In Tulum waren wir dann mal wieder Zelten! Da wir in den letzten zwei Monate unsere Wäsche nur einmal in einem Waschsalon haben waschen lassen, wurde es so langsam mal wieder Zeit. (Sonst waschen wir per Handwäsche) Als wir dann vor Ort waren fing urplötzlich ein heftigere Regen an, sodass wir erst mal im Waschsalon bleiben mussten. Irgendwann fiel uns auf, dass wir unser Zelt offen gelassen hatten, aber da war eh schon alles zu spät. Da der Regen nicht aufhörte, sind wir in das nächstgelegene Hostel, wo Jannis und Julia ( das deutsche Paar, was wir in Valladolid kennengelernt haben) wohnten und haben uns die Zeit mit einer Happy Hour Caipirinha umsonst vertrieben. Als die Sturmflut sich irgendwann beruhigt hatte und wir noch ein Bier auf die vermutlich bevorstehende nasse Nacht getrunken hatten, sind Christian und ich zu unseren Wasserbett gestapft. Letztendlich stellte sich heraus, dass ein kühner Held unser Zelt zugemacht hat und deshalb nur die eine Hälfte der Matraze nass war! Besser als nichts! Alles muffte und die Nacht war mehr als bescheiden, aber wenigstens mussten wir am nächsten Tag nicht arbeiten. 😀

Vor unserem Zelt, nach einer super Nacht

Laguna Bacalar

Jetzt sind wir noch in Bacalar, aber die Rucksäcke sind schon fast fertig gepackt. Die letzten beiden Tage haben wir mit schwimmen und essen verbracht. 😀 Wer weiß, wann es wieder was vernünftiges gibt…

Hier gibt es eine große Lagune, die sich über ca. 70 Kilometer erstreckt und genau wie an der Karibikküste in unterschiedlichsten Blautönen glitzert. Uns hat es hier sehr gefallen, da der Ort sehr klein ist und nicht der ganze Massentourismus hierher unterwegs ist, wie an der Karibikküste. Sehr erholsam.

Mit diesen letzten Erinnerungen verabschieden wir uns also jetzt von Mexiko und brechen gleich auf nach Belize.

Wie die Grenzüberquerung über Land so lief und wie es uns dort gefällt, erfahrt ihr dann beim nächsten Mal.

Bis bald!

Kuba – eine Zeitreise

  • Es folgt ein sehr langer Bericht über unsere Reise nach Kuba – leider konnten wir es nicht kürzer Fassen. Aber es gibt auch Bilder 😉

Die Ankunft auf Kuba

Oft ist es doch so, man kommt an einen Flughafen und erreicht einen Ort der Neutralität. An vielen Flughäfen sieht es erstmal relativ identisch aus und auch die Standards sind ähnlich, nicht auf Kuba.

Angekommen auf dem Hauptstadtflughafen „Jose Marti“ sah dieser Standard plötzlich anders aus. Dunkle Korridore, wenig Farbe, viele Brauntöne und eher in die ehemalige DDR passend. Trotz vieler anderer Touristen fühlten wir uns irgendwie unwohl. Wir mussten einige Kontrollen durchlaufen, die im Endeffekt jedoch nicht so streng waren, wie es zunächst aussah.

Der erste Blick nach draußen war verrückt! Plötzlich gab es das totale Kontrastprogramm zu den tristen Bauten. Überall bunte amerikanische Autos aus den 50er Jahren. So richtige Ami-Schlitten. Neben den amerikanischen Autos, die überwiegend als Sammeltaxis dienen, gibt es auch noch viele alte russische Autos der Marke Lada und kleine gelbe Taxikugeln für kürzere Strecken. 😀

Ganz viele Fragezeichen

Die erste richtig große Herausforderung für uns war die Währung. Es gibt nicht eine Währung sondern gleich zwei. Die eine ist dem Dollar gleich und wird auch als „Touristenwährung“ angesehen. Das bedeutet, dass man als Tourist beim Geldautomaten auch nur diese Währung (CUC) bekommt. Dann gibt es aber noch die zweite Währung. Kubaner nennen sie Moneda national (CUP). Ein CUC sind dabei 25 CUP (1CUP = 0,04€) Verwirrt? Ja, wir auch!!! Vor allem weil nicht immer deutlich wird, welcher Preis gerade im Restaurant oder in Straßencafes angezeigt wird. Was wir aber bereits am ersten Tag herausgefunden haben war, dass es deutlich besser für uns wäre auch CUP zu besitzen. Denn im Prinzip läuft es so, dass Kubaner in beiden Währungen bezahlen. Jedoch CUP für Lebensmittel oder eben kleinere Dinge und CUC für Luxusgüter, aber auch z.B. Benzin genutzt wird. Wenn wir uns also eine Kugel Eis (1 CUP) kaufen wollte, sollten wir plötzlich 1 CUC bezahlen, was maßlos überteuert war. Wir waren uns also sicher, dass wir CUP brauchen und sind dann zu einer Bank gegangen um das Geld zu wechseln. Letztendlich habe ich dort 3 Stunden meines Lebens verbracht um zu warten, denn auch das ist in Kuba normal. Es gibt Warteschlangen vor fast allem, was irgendwie wichtig ist, selbst für Brot.

Die zweite große Herausforderung war das Finden von Wasser. So ganz verstanden haben wir das System immer noch nicht, aber es scheint so zu sein, dass man je nach Art des Lebensmittels in unterschiedliche Läden muss. Das heißt es gibt Läden für Nudeln, Öl, Ketchup und co. , dann für Seife und Waschmittel, für Süßigkeiten und Cornflakes und eben auch Getränkemärkte. Man beachte: Rum gab es überall! 😀 Es ist eigentliche genau das andere Extrem zu einem deutschen Supermarkt, in dem man häufig von der Vielfalt der Produkte nahezu erschlagen wird. Hier in Kuba gibt es in den Supermärkten sehr wenig Auswahl an Produkten.

Unterkünfte

Da es zwar Hotels, aber keine kostengünstigere Variante, wie z.B. Hostels  gibt, wird man als normaler Tourist in Familien untergebracht (Casas particulares). Diese sind von der Regierung registriert und dürfen ihre Zimmer vermieten. Wir haben unser erstes in Zimmer über das Portal AirBnb in Havanna gebucht. Dabei war es schon so, dass wir angeben mussten, warum wir nach Kuba reisen. Unsere Familie hat uns sehr herzlich mit einem frischen Smoothie in ihrem Wohnzimmer empfangen. Das Zimmer war, wie auch in allen anderen Unterkünften makellos und mit eigenem Bad! Die Einrichtung des Hauses wirkte stilistisch ziemlich alt, aber in einen sehr guten Zustand. Diese Einrichtungen fanden wir eigentlich in allen Unterkünften, während unserer Reise und auch einen Begrüßungssmoothie gab es überall. 😀 Zusätzlich zur Unterkunft konnten wir auch das Frühstück und das Abendessen dazu buchen. Was tatsächlich für uns unheimlich teuer war. Frühstück (4 Euro) und Abendessen (7 Euro) pro Person, dafür war es jedoch authentisch kubanisches Essen, in riesen Portionen und sehr, sehr lecker.

Insgesamt war Kuba für uns ein sehr teures Land, jedoch gibt es einzelne, wenige Dinge für unglaublich wenig Geld, wie z.B Eis, Rum, Zigaretten und Brot.

Die Hautpstadt – La Habana (Havanna)

Eigentlich waren wir selbst Schuld, dass wir diese neue Welt nicht verstanden haben. Unsere Vorbereitung für die Reise nach Kuba waren auch nicht so sehr groß. (In Mexiko gab es ja noch so viel zu tun :D) Um uns einen Überblick zu verschaffen und die Geschichte Kubas zu verstehen, sind wir in das Revolutionsmuseum gegangen und waren ehrlich gesagt ziemlich geschockt. Wir müssten zu weit ausholen um alles näher zu erleutern und der Beitrag wird vermutlich eh schon der längste seit Beginn unserer Reise. 😀 Jedoch ist die Rivalität zu den USA in dem Museum deutlicher geworden, als wir sie auf der Straße wahrgenommen haben. Bei einem Cuba Libre in einer Bar sind wir dann noch mit einem Kubaner in Kontakt gekommen und auch er sagte, dass das Leben auf Kuba seit der Revolution nicht unbedingt besser geworden ist. Trotzdem werden Fidel Castro und Che Guevarra hier immer noch richtig gefeiert.

Nationalpark Vinales

Nach zwei Nächten in dem historischen Havanna sind wir mit deinem Sammeltaxi in den Nationalpark Vinales gefahren und haben auf dem Weg an einer Tabakplantage Halt gemacht. Hier gab es für jeden eine Zigarre und Kaffee umsonst und auch eine kleine Unterrichtsstunde im Tabakanbau. Auf der Strecke sahen wir viele Kutschen und Ochsenkarren, die scheinbar auch irgendeine Berechtigung auf der Autobahn hatten. 😀

In Vinales angekommen, gab es wie immer zunächst einen Smoothie aufs Haus. Unsere Unterkunft war etwas außerhalb des Zentrums und deshalb auch eher ruhiger gelegen, was uns doch ganz entgegen kam. Am nächsten Morgen sind wir nach ausführlichem Frühstück auf eigene Faust losgelaufen um den Nationalpark zu erkunden und zu sehen gab es ziemlich viel. Von Geiern die über uns kreisten, über Tabakernte und die Trockenhäuser in denen die Tabakblätter hingen, bis hin zu einer Höhle in die wir zusammen mit einem Guide gute 200m bei totaler Finsternis erkundet haben.

Städtetouren

Unser nächster Stopp war Cienfuegos. Diese Stadt liegt an der Südküste von Kuba und das Zentrum der Stadt besteht größtenteils noch aus Häusern die in der Kolonialzeit erbaut wurden. Viel mehr gibt es darüber leider nicht zu berichten und uns wurde immer mehr bewusst wie sehr uns Mexiko jetzt schon fehlt.

Am nächsten Tag sind wir dann noch weiter Richtung Süden in das Städtchen Trinidad gefahren. Hier sind wir über den Markt geschlendert und durch die kleinen Gassen gelaufen. Es gab viele Kunstateliers und Galerien zu bestaunen und den Kunsthandwerkermakt an dem traditionelle Kleidung, sowie Holzarbeiten, etc. angeboten werden. Als Fortbewegungsmittel dominierten die  Pferdekutschen mit Glöckchen. Das gibt ein schönes und vor allem sehr altes Bild und man war in dem Moment ganz und gar nicht mehr im Jahr 2018. Wir hatten dann noch die Möglichkeit auf einen Berg zu steigen und von dort auf das ganze Städtchen, inklusive dem angrenzenden Meer zu blicken.

Rückblick nach 4 Tagen

Trotz aller schöner und kurioser Erlebnisse fühlten wir uns einfach nicht wohl und waren tatsächlich froh, als wir von Trinidad zurück nach Havanna gefahren sind.

Insgesamt waren die Menschen hier, mit einigen Außnahmen, hilfsbereit und freundlich, jedoch trotzdem sehr verschlossen. Es gab für uns eine keine Chance das richtige Kuba kennen zu lernen und hinter die Fassade zu blicken. Man lebte in der Parallelwelt, was wir zunächst auf unsere kurzen Aufenthalt zurückgeführt haben. Nach Gesprächen mit anderen Reisenden haben wir aber herausgefunden, dass es auch bei längeren Aufenthalten scheinbar kaum anders möglich ist. Man bleibt Tourist mit Geld und nur selten einfach Mensch.

Zurück in Mexiko!

Nur ein kurzes Hallo an alle! Wir sind heute wieder in Mexiko gelandet und verbringen noch eine Nacht n Cancún, bevor wir morgen die Weiterreise antreten. Wie es uns auf Kuba gefallen hat und alles weitere werden wir euch hier bald wissen lassen. 🙂

 

Bis bald!

Into the wild!

Da sind wir wieder! 🙂

Campeche

Ja, Campeche hat eigentlich überhaupt nichts mit Into the wild zu tun. Wir haben zwei Nächte in dem Küstenstädtchen verbracht, was eigentlich schon zu viel war. Eine wunderschöne Stadt mit gut erhaltener kolonialer Architektur, nur leider einfach ausgestorben. Auf den Straßen sah man kaum Menschen und wenn, dann waren es Touristen wie wir. Wir haben während unseres Aufenthaltes leider auch nicht herausfinden können, wo sich die Einheimischen aufhalten und so haben wir viel Zeit in unserer Unterkunft verbracht und auf unsere Weiterfahrt gewartet. Das war nicht das schlechteste, weil wir so einfach mal ein bisschen für uns sein konnten. Das ist in Mexiko nicht ganz so einfach, weil überall Menschen sind und gerade in Hostels ist man immer von vielen Menschen umgeben.

Merida

Auch Merida war für uns nicht das Gelbe vom Ei. Da wir bereits viele Städte auf unsere Reise besucht haben, war es eigentlich eben nur wieder eine Stadt in Mexiko, mit toller Architektur, vielen Kirchen, einem Zocalo (dem Park im Zentrum) und vielen Läden zu entdecken. Weil Merida sehr groß ist, haben wir drei Nächte hier verbracht, um auch noch die Ruinen vom Uxmal zu besuchen. Auch wieder wunderschön und unglaublich… Aber hatten wir das alles nicht schon mal gesehen? Bestimmt nicht, trotzdem hatten wir das Gefühl. Insgesamt war die Stimmung nicht schlecht, nur eben auch nicht gut. Es hört sich komisch an, aber unser Highlight war der Kauf von Erdnussbutter in einem Walmart Wir essen eigentlich jeden Morgen aufgekochte Haferflocken mit Bananen oder Papaya und auch das wurde langsam etwas eintönig, aber mit einem Erdnussbuttertopping… herrlich! 😀 Es sind eben die kleinen Freuden des Lebens.  In Merida war es unheimlich heiß und die Nächte waren selbst mit Ventilator kaum auszuhalten, deshalb war der Schlafmangel auch nicht wirklich besser für die Stimmung. Am Morgen wollten wir dann nach Chichen Itza, aber in dem Moment , als wir die Tür zuzogen, viel mir ein, dass ich mein Handy auf dem Bett liegen lassen habe. Wir hatten keine Möglichkeit wieder in die Unterkunft zu kommen, weil unser Host genau an dem Tag auswärts arbeitete. Wir entschieden uns unseren Trip fortzuführen und dann irgendwann zurück zu kommen.

Chichen Itza

Es wollte einfach nicht besser werden… Wir haben wirklich gehadert, ob es sich für uns lohnt Chichen Itza zu besuchen. Jedoch ist es eins der neuen Weltwunder und das ist ja nicht umsonst so oder? Der Eintritt war für mexikanische Verhältnisse schon sehr teuer, aber trotzdem haben wir uns entschieden dort hin zu fahren. Um etwas Geld zu sparen, haben wir uns überlegt auf dem Weg zu unserer nächsten Destination über Chichen Itza zu fahren und unsere Rucksäcke mitzunehmen und dann mit dem nächsten Bus weiter nach Valladolid zu fahren. Das war nicht die schlauste Idee, denn die Gebühr für Schließfächer vor Ort war maßlos überteuert. Letztendlich haben wir also kein Geld gespart. Apropos sparen, Chichen Itza hätten wir und tatsächlich sparen können. Menschenmassen waren auf dem Gelände und unheimlich viele Verkäufer, die ihre Kunst an den Touri bringen wollten. Die ganze Atmosphäre, die wir in den Ruinen zuvor gespürt haben, war einfach nicht vorhanden.

Aber dann! – Valladolid

Und plötzlich waren alle Sorgen verschwunden. Angekommen in Valldolid, befanden wir uns in einem kleinen urigen Städtchen. Keine Tourihochburg, keine aufdringlichen Verkäufer, einfach eine mexikanische Kleinstadt im Herzen Yucatans. Von der Bushaltestelle mussten wir ca. zwei Kilometer bis zu unserer Unterkunft laufen. Mitten im Wald auf einer Bienenfarm stand ein Zelt für uns bereit und wir haben uns direkt wohl gefühlt. Die Bienenfarm ist ein Projekt von einer mexikanischen Familie, um das Aussterben der lokalen Bienenarten zu vermeiden. Da diese Bienenarten nur sehr sehr wenig Honig produzieren sind sie für den kommerziellen Honigvertrieb nicht geeignet und es werden vermehrt ausländische Bienenarten vorgezogen. Auf dieser Farm haben wir ganz wunderbare Menschen kennengelernt. Unter anderem Thomas, ein französischer Reisender, der dort für eine kostenlose Unterkunft etwas auf der Farm geholfen hat. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht mit ihm die Tage zu verbringen, gemeinsam zu kochen und einfach nur zu entspannen (und eins, zwei, drei Bier zu trinken). Auch haben wir Julia und Jannis kennengelernt. Ein Paar aus Deutschland, dass ein Teil ihres Urlaubs auf dieser Farm verbracht haben. Wir haben zusammen eine Fahrradtour zu unheimlich schönen Cenoten gemacht. (Cenoten sind natürliche, mit Wasser gefüllte Höhlen, die durch unterirdische Tunnelsysteme verbunden sind und zahlreich in Yucatan zu finden sind) Für die Cenoten zahlt man in der Regel Eintritt, was sich aber absolut lohnt, denn man Betritt eine völlig neue Welt.  Eigentlich wollten wir nur drei Nächte bleiben, sind aber letztendlich fünf geblieben.

Eine sehr gute Entscheidung, denn an unserem vierten Tag wurden wir von einem Mexikaner auf der Straße angesprochen, ob wir Interesse hätten Cenoten im Dschungel anzuschauen, die nur sehr wenig Leute kennen. Wir waren erst etwas skeptisch, haben dennoch eingewilligt und wohl eines der schönsten Dinge gesehen, die unsere Erde zu bieten hat. Morgens um 8:00 Uhr hat uns Mario (der besagte Mann) mit dem Rad abgeholt und uns über holprige Pisten zu drei verschiedenen Cenoten gebracht. Alle sind sehr unterschiedlich und nicht miteinander zu vergleichen. Auf dem Weg sind wir mexikanischen Einwohnern begegnet, die nur Maya sprachen. Mario hat sie nach dem Weg für eine bestimmte Cenote gefragt und es haben uns dann alle begleitet. Es war wirklich total verrückt, aber ein richtiges Abenteuer.

Im Nachhinein ist uns klar was uns gefehlt hat. Das Mexiko abseits der großen Städte, die Kultur der Menschen im Dorf, um das Land und die Menschen besser zu verstehen. Das macht für uns den Unterschied zwischen Urlaub und Reisen.

Isla Holbox  – ein kleines Paradies

Da wir die Nächte im Zelt sehr genossen haben, haben wir uns wieder für Camping entschieden. Diesmal in einem Ecocamping, fast ohne Strom und keinem Wlan. Das war sehr entspannt, weil wir nichts davon wirklich brauchten. Die Insel liegt im Norden der Halbinsel Yucatan und ist bekannt für die entspannte Atmosphäre. Autos dürfen hier nur mit Sondergenehmigung fahren, deshalb sind die Haupttransportmittel Golf Carts und Fahrräder. Es gibt keine geteerten Straßen, überall ist weißer Sand und das Wasser hellblau. Wirklich ein kleines Paradies. Dort haben wir einfach fortgeführt, was wir die Tage zuvor sehr gut gelernt haben… entspannen. Nach zwei Tagen mussten wir jedoch zurück, weil ja bald unser Flieger nach Cuba startet und so haben wir eine Fähre zurück aufs Festland genommen. Angekommen auf dem Festland mussten wir feststellen, dass die Busse nach Cancun (von hier geht unser Flug) völlig überteuert sind. Nach kurzer Überlegung entschlossen wir uns dann zu trampen. Es ist einfach wunderbar. Christian hat scheinbar einen magischen Daumen, denn direkt der erste Pickup hielt an und nahm uns bis zur Abzweigung für die Straße nach Cancun mit. So saßen wir hinten zwischen Kokusnüssen und Zuckerwatte in der Mittagssonne. Nach 1 ½ Stunden Fahrt sind wir dann ein kleines Stück gelaufen und auch hier nahm uns das erste Auto wieder mit. Ein brasilianisches Paar, das gerade in Mexiko Urlaub macht. Die haben uns dann sogar direkt bis zu unserem Hostel gebracht.

Und hier sind wir jetzt in einem kleinen, sehr familiären Hostel mit sehr netten Menschen und freuen und auf unseren Flug nach Kuba morgen Mittag!

Bis bald!

P.S. Mein Handy habe ich wieder. Habe es zwei Tage später wieder abgeholt. J

Von den Bergen in den Dschungel

„Herr Janosch, wie wichtig ist es, dass man im Leben ankommt?“ – „Wichtig ist nur, sich anständig treiben zu lassen. Ankommen tut man so ohnehin irgendwann irgendwo.“

Was für eine passende Antwort, findet ihr nicht? Manchmal macht man sich viel zu viele Gedanken um die Dinge, die vor einem liegen, anstatt die Dinge zu genießen, die jetzt passieren. Aber das ist so unheimlich schwer. Die deutsche Tugend… jaja, wir lernen schon früh strebsam zu sein, ein Ziel vor Augen zu haben und noch immer ein bisschen mehr zu wollen oder zu müssen? Aber das mal für einen kleinen Moment ablegen zu können, gibt einem ein wunderbares Gefühl von Freiheit.
Das sind die Gedanken zum Sonntag! 😉

Aktuell

Wir sind gerade in Campeche angekommen. Es ist unsere neue Anlaufstelle, nachdem wir uns mit einigem Kopfzerbrechen für die Weiterfahrt dahin entschieden haben. Campeche liegt zwar an der Karibikküste, ist aber nur wenig touristisch und hat laut Reiseführer auch nicht viel zu bieten.. (Wir wissen nicht mal, ob es einen Strand gibt.) Jedoch passt es wunderbar in unsere weitere Route und wir schauen mal was wir dort erleben. Wir werden es euch berichten!

Aber wir fangen mal wieder vorne an.

San Cristobal de las Casas

Wir waren für eine gute Woche in San Cristobal de las Casas. Ein wunderschönes Örtchen, umgeben von Bergen und auf einer Höhe von ca. 2.100m – also kalt! Dort haben wir wieder ein Zimmer über AirBnB gehabt wieder mal wirklich Glück gehabt. Wie ihr ja bereits sehen konntet, hatten wir eine tolle Dachterasse. 🙂 San Cristobal liegt in Chiapas, dem ärmsten Staat von Mexiko, nahe der guatemaltekischen Grenze. Hier leben viele indigene Bewohner, die ihre Wurzeln bei den alten Mayas haben. Sehr viele sprechen auch kein Spanisch sondern eben Maya. In der Stadt sah man viele dieser Menschen auf den Straßen, welche dort Kleidung und Schmuck verkauften. Auch die Kinder arbeiten hier den ganzen Tag. Nichtsdestotrotz, beziehungsweise gerade wegen den ganzen indigenen Einwohnern hat San Cristobal einen ganz besonderen Charme. Die Häuser sind alle sehr gut restauriert und voller Farben. Letztendlich sind wir statt 3 Tagen 6 Tage geblieben. In diesen Tagen haben wir weniger Sightseeing gemacht sondern viel mehr einfach in den Tag hineingelebt. Abends waren wir manchmal mit anderen Reisenden Essen oder ein Bierchen trinken.

 

Außerdem haben wir natürlich auch wieder den Markt besucht und es ist immer wieder aufregend am Geschehen teilzunehmen. Schöne Stände in bunten Farben, leckeres Essen und im nächsten Gang weiter, eine Halle mit rohem Fleisch und Fisch. Sehr kontrastreich, aber umso interessanter!

Gegen Ende unseres Aufenthalts dort, haben wir dann eine Tour zu einem Wasserfall (El Chiflón) und einem großen See (Montebello Lagoons) gebucht und uns sehr darauf gefreut, mal wieder was zu unternehmen. Am Morgen der Abreise hatte ich jedoch starke Magenschmerzen, sodass Christian dann allein gefahren ist. Es schien ganz schön gewesen zu sein. 😉

Die Sache mit den Erdbeben

Noch ein kleiner Einschub. Uns ist aufgefallen, dass wir noch gar nicht über das bzw. die Erdbeben berichtet haben. Vom großen Erdbeben in und um Mexico City im September 2017 ist noch sehr viel zu spüren. In eigentlich allen Städten, die wir hier bisher bereist haben, stehen Häuser mit Gerüsten davor und einige sind aufgrund von Einsturzgefährdung sogar vollständig gesperrt. Jedoch ist der allgemeine Umgang damit sehr gelassen, denn es gibt gute Frühwarnsysteme. In der Woche,  als wir in San Cristobal waren, gab es einen Alarm und ich kann euch sagen, uns wurde richtig komisch. Aber es tat sich nichts. Bzw. noch nicht, denn einige Tage später, als wir bereist abgereist waren, gab es ja tatsächlich ein größeres Erdbeben in der Region.

Palenque und eine brenzliche Busfahrt

Zwei Tage später sollte es dann weiter gehen nach Palenque. 9 Stunden für ca. 250 Kilometer. Die Zapatisten (indigene revolutionären Gruppierung welche im Süden Mexikos aktiv ist; EZLN) haben eine Straßensperre errichtet, die langwierig umfahren werden muss. Gleich zu Beginn der Fahrt merkte ich, dass meine Magenprobleme noch kein Ende gefunden haben und ich noch stärkere Magenkrämpfe bekam. Als unser Bus einen kurzen Halt gemacht hat, ist Christian schnell zu einer Apotheke gelaufen und hat Medikamente geholt, ist jedoch bei seiner Rückkehr erst einmal in einen falschen Bus eingestiegen. Gott sei Dank hat er seinen Fehler bemerkt. 😀 Mit den Medikamenten wurde die Fahrt dann etwas erträglicher, jedoch die Nacht wieder nicht… Christian hat es jetzt auch erwischt! Prima… es wird wohl erst mal eine Never-Ending-Story.

Die Ruinen im Dschungel

Aber wir lassen uns ja nicht unterkriegen und sind am nächsten Tag dann zu den Ruinen von Palenque gefahren. Eine alte Mayastadt, mit unheimlich vielen alten Tempeln und Häuschen, die im Dschungel verstreut sind. Wahnsinnig fasziniert standen wir wieder vor riesigen Bauten, die vor ungefähr 1600 Jahren von Menschenhand erschaffen wurde. Für uns immer noch unvorstellbar!

So, das wars erst mal wieder! Oh… nein… da war noch was!

Wir haben soeben unseren Flug nach Kuba gebucht! Am 4. März flitzen wir mal eben rüber! Somit hat sich unser noch bestehender Rückflugtermin von Mexico City nach Deutschland am 05. März wohl erledigt. 😉

Bis bald!

P.S. Wir freuen uns wirklich sehr, dass immer noch so viele Menschen unseren Blog verfolgen. Wir sehen zwar natürlich nicht wer darauf zugreift, aber wie viele von euch und es ist einfach bezaubernd! 🙂

Anki

9. Februar 2018

**UPDATE Zwei neue Videos zum Beitrag „Das Touristentrauma“ hinzugefügt!**

Ein Kaffee über den Dächern von San Cristobal !

Das Touristentrauma

So, jetzt also Strand! Die 11 stündige Busfahrt war es wirklich Wert! Wir reisen für solch lange Strecken mit den ´Luxusbussen‘  der ADO-Gesellschaft. Nicht nur weil sie scheinbar bequemer sind sondern vor allem wegen der Toilette! 😉 Außerdem sind sie sicherer, denn nichts ist furchtbarer, als mitten in der Nacht an der Straße zu stehen, weil der Bus streikt.

Puerto Escondido

Es ist wirklich ein wirklich schönes Örtchen. Touristisch, aber trotzdem noch authentisch mit wunderschönen Stränden. Es herrscht eine sehr entspannte Atmosphäre, mit vielen sonnengebräunten Menschen, die an ihrer Kokosnuss schlürfen und vielen Surfen. Wie bereits im vorherigen Bericht erwähnt, haben wir uns ein Zimmer über AirBnb gemietet. Ein wirklicher Glücksgriff! Sehr günstig, aber sehr sauber und bequem. Außer uns waren noch zwei Australier und ein Deutscher da, mit denen wir uns gut verstanden haben. Jeden Tag haben wir kleine oder auch größere Spaziergänge gemacht und richtig schöne Ecken entdeckt.

Dolphin Watching Tour

Trotz unserer extremen Sparfuchsmentalität wollten wir dann aber einmal ein richtiges Touristending machen, eine Dolphin Watching Tour! Ehrlich gesagt, es war tatsächlich das coolste, was wir bisher erlebt haben! Früh morgens wurden wir an unserer Unterkunft abgeholt und waren passend zum Sonnenaufgang am Strand. Dort stiegen wir dann mit 4 anderen Personen und zwei Guides in ein Bötchen und los gings. Erst fuhren wir ein paar Kilometer raus auf den Pazifik, stets auf der Suche nach Delfinen. Irgendwann waren wir umringt von 10 bis 20 Delfinen, die Seite an Seite mit dem Boot schwammen. Dann durften immer zwei Leute ins Wasser und mit ihnen schwimmen. An einem Seil, welches am Boot befestigt war, ums Handgelenk gebunden, sprangen wir ins Wasser. Wir hatten schon etwas Angst, einfach so im großen Pazifik zu schwimmen. Aber es war wirklich atemberaubend! Auf dem Rückweg haben wir dann tatsächlich noch einen Wal mit seinem Kind gesehen. Es sah richtig surreal aus. Der Guide war völlig aus dem Häuschen und ist direkt mit seiner Actioncam ins Wasser gesprungen. Als er alles gefilmt hat, rief er Christian zu auch reinzuspringen und zack ist Christian, ohne groß nachzudenken ins Wasser gehüpft und mit dem Wal geschwommen. 😀 Glücklich, aber mit einem riesen Muskelkater und zig blauen Flecken vom aus dem Wasser zurück ins Boot klettern kamen wir dann wieder in der Unterkunft an.

Mazunte

Nach ein paar schönen Tagen wollten wir dann weiter ins nächste Strandörtchen. Wir haben im Vorfeld viel positives über Mazunte gehört und hatten uns sehr gefreut. Auch hier hatten wir eine Unterkunft über AirBnb gebucht… nur leider für März… Das haben wir aber leider erst gemerkt, als wir vor der Unterkunft standen. Völlig planlos und mit unseren großen Rucksäcken sind wir dann durch das Dorf gelaufen und haben nach einem Zimmer gesucht. Irgendwann wurden wir fündig. Eine Dame in einer Hängematte rief uns zu: „Habitacion?“ Das war unser Stichwort! Die Unterkunft war, naja wie sollen wir es beschreiben, ok für unsere Zwecke? Ja, vielleicht. Die Toilette war nur durch einen kleinen Vorhang von der Außenwelt bedeckt und so hatte man viele Zuschauer bei seinem Geschäft! 😀 Aber es gab ein Bett, ein Moskitonetz und einen Ventilator in unserem Zimmer. Statt der geplanten drei Nächte sind wir allerdings nur eine geblieben, denn auch das Dorf hat uns leider gar nicht überzeugt. Es war wirklich sehr schön, viel Grün und ein schöner Strand, aber alles andere wirkte sehr aufgesetzt. Es war ein Hippie-Tempel und jeder der nicht irgendwie völlig abgespaced und heftig alternativ durch die Gegend lief, wurde schräg begutachtet. Zumindest fühlte es sich für uns so an. Naja wir waren wohl einfach nicht bereit für diesen Ort. Abends haben wir uns dann aber noch mit einem Bierchen an den Strand gesetzt und einen unheimlich schönen Sternenhimmel bewundern können. 🙂

Huatulco

Am nächsten Morgen sollte es dann weiter gehen nach Huatulco. (Auch ein Strandort, an einem Nationalpark gelegen, etwas weiter südlich)

Den Weg dorthin sind wir wieder getrampt. Es ist kräftezehrend, weil man teilweise ziemlich lange in der Sonne steht und auf ein Auto wartet, aber es macht sooo viel Spaß, weil man die unterschiedlichsten Menschen kennenlernt. Zuerst nahm uns eine Mexikanerin mit, dann zwei Schweizer und dann noch mal zwei Mexikaner. So haben wir fast 70 Kilometer bestritten und natürlich fleißig gespart.

In Huatulco angekommen waren wir dann gar nicht mehr so happy. Vor uns lag eine Touristadt, mit vielen schicken Hotels und gar nicht mehr das Mexiko, dass wir so lieben gelernt haben. Wir hätten uns im Vorfeld einfach ein bisschen besser informieren sollen, aber auch das ist eine Erfahrung.  Grund für den Tourismus ist der Hafen, an dem auch große Kreuzfahrtschiffe anlegen können. Im Vorfeld, hatten wir wieder ein Zimmer über AirBnB gebucht. Es lag abseits, in einem kleinen etwas ‚mexikanischerem‘ Viertel und haben uns eigentlich sehr wohlgefühlt, bis es Nacht wurde. Die Geräusche in der Nacht ließen uns kaum schlafen. Irgendwas ist immer. Entweder sind es die Hunde, die einen Chor bilden, Vögel, die hier noch mal einige Dezibel lauter zwitschern, Autos, Menschen, Musik…   einfach alles. Es war auch in den Nächten davor nie ruhig und diese Hunde in der Nacht gab es bisher überall, aber wahrscheinlich hat sich die allgemeine, etwas niedergeschlagene Stimmung, seinen Teil dazu beigetragen. Letztendlich haben wir in fast keiner Nacht wirklich gut geschlafen, bis auf die letzte. Alles war unheimlich ruhig, ganz merkwürdig. Aber dann gab es in den Morgenstunden ein kleines Erdbeben. Wir sind ein wenig im Bett hin und her geschaukelt worden und dann war es auch schon wieder vorbei. Sehr merkwürdig insgesamt. 😀

Nichtsdestotrotz sind wir immer noch unheimlich froh über unsere gemeinsame Zeit hier und freuen uns auf das was noch kommt. Mexiko ist ein so wunderbares Land. Die Menschen sind  immer für einen kleinen Plausch zu haben und nehmen sich Zeit, trotz unserer noch immer nicht vorhandenden Spanischkenntnisse.  Die Agua frescas (frischer Fruchtsaftmix mit Zucker und Eiswürfeln) gibt es hier an jeder Ecke, genauso wie die kleine Tacostände oder die Cantinas, in denen man wohl das beste hausgemachte Essen für richtig kleines Geld bekommt. Heute Mittag hatten wir beispielsweisen je zwei Quessadillas und einem Liter Agua fresca für insgsamt 3 Euro!! 😉

Heute Nacht geht es weiter nach San Cristobal de las Casas, wieder in die Kälte, 11 Stunden Nachtbus! Yeah!

Bis bald!

P.S einige Videos und Fotos fehlen noch, werden aber in den nächsten Tagen nachgereicht! 😉

Das große Wiedersehen!

So, da sind wir wieder!

Wir sitzen gerade in unserem Hostel in Oaxaca (ausgesprochen: Wahaka) und gucken einen Film über Netflix im Gemeinschaftsraum.

 

***UPDATE#2***

Endlich hat es auch mit den Bilder geklappt und wir haben noch kleines Vorabvideo von unserem gestrigen Tag! Mehr folgt..versprochen!

***UPDATE***

In der südlichen Hälfte von Mexiko ist das Internet ausgefallen und somit hatten wir in unserem Hostel auch kein WLAN mehr. Aber wir sitzen jetzt gerade bei Mc Donalds und trinken einen Alibi-Kaffee, damit ihr auf jeden Fall noch eure News bekommt! 😉 Fotos folgen ganz bald… leider ist die Geschwindigkeit sehr langsam.

Aber zuerst fangen wir mal ganz vorne an…

Dr. Pizza

Nachdem wir uns von der Familie in Cholula verabschiedet haben, sind wir in das 20km entfernte Puebla getrampt! Das hat wirklich wunderbar funktioniert. Nach etwa einer viertel Stunde hat uns ein Paar in einem Kleinwagen mitgenommen. Zwar hätte der Weg mit einem Combi (Kleinbus) kaum etwas gekostet, aber wir sind eine Erfahrung reicher. In Puebla angekommen haben wir dann Conrado getroffen. Es war ein ganz verrückter, schöner Moment, aber es fühlte sich überhaupt nicht fremd an. Sofort zeigte er uns das Haus seiner Familie, stellte uns seiner Schwester und seiner Mutter vor, es wurde für uns gekocht und wir aßen zusammen Nudeln mit Fleischbällchen. 😀 Conrado ist Medizinstudent und hat vor einem Jahr zusätzlich aus seiner „Kinderzimmer“ eine Pizzeria eröffnet. Zu Beginn seines Medizinstudiums bekam er ein  Stipendium und da überlegte er sich, wie er das Geld am besten einsetzten könnte. Er entschied sich einen Pizzaofen zu kaufen, weil er Lust hatte sich seine eigenen professionellen Pizzas zu machen. Da sein Zimmer an der Straße lag, fing er irgendwann an, die Pizza aus seinem Fenster zu verkaufen  und ein halbes Jahr später eröffnete er dann seine eigene Pizzeria. Somit hatten wir, während unserer Zeit da eine Pizzaflatrate! Adios Beachfigur!

Während unseres kurzen, aber schönen Aufenthalts bei Conrado, haben wir einiges erlebt. Unseren ersten Mezcal (quasi neben Tequila das Nationalgetränk), einen Nachttrip auf eine Festung in Puebla, hoch oben auf einem Berg, Tacos lingua (mit Kuhzunge) und Bier, Bier, Bier. 😀

Die Kolonialstadt Oaxaca de Juarez

Nach drei Tagen bei Conrado sind wir dann 5 Stunden in einem Bus nach Oaxaca gefahren. Endlich warm!… dachten wir. Aber nein, auch hier ist es noch nicht wirklich warm. Hier haben wir jetzt drei Nächte in einem 8er Zimmer im Hostel übernachtet. Hier haben wir viele Gleichgesinnte aus aller Welt getroffen und die bereits gemachten Erfahrungen ausgetauscht. Auch das Schlafen in einem 8er Zimmer war tatsächlich ok. Abends die Kopfhörer ins Ohr und ein Sherlock Holmes Hörbuch angemacht und alles war gut. 😉 Über Tag haben wir dann die Stadt erkundet. Alles ist sehr bunt und freundlich gestaltet. Vom kriminellen und gefährlichen Mexiko ist hier nichts zu spüren. Besonders nachts sind die Straßen voller Menschen und der Marktplatz wird zu einer großen Tanzfläche mit Liveband! Wir waren so begeistert! Ich wurde sogar von einem Herrn aufgefordert zu tanzen, habe mich aber nicht getraut. 😀 Im Nachhinein bereue ich das ein bisschen.

Hierve el Agua

Am Montag waren wir in den Bergen. Nach einer ziemlich mühsamen und holprigen Anfahrt durch die Berge und kleine Dörfer landeten wir an einem magischen Ort. Der Ausblick war sagenhaft und der Infinitypool, welcher aus einer natürlichen Quelle entstanden ist, war wirklich beeindruckend. Leider war es ziemlich kalt und unserer Tattoos noch zu frisch, als das wir dort hätten schwimmen gehen könnten, leider. Trotz der Kälte und dem bewölkten Wetter, haben wir beide einen ordentlichen Sonnenbrand im Gesicht abbekommen. Apropos Tattoos, Christians Tattoo Fangemeinde wird immer größer, gerade hier im Hostel fragen viele danach. 😉

Und sonst so

Insgesamt geht’s uns immer noch gut. Nur merkt man schon, dass sich Erschöpfung breit macht. Deshalb haben wir uns entschieden jetzt an die Pazifikküste zu fahren und uns ein eigenes Zimmer über Airbnb zu gönnen. Puerto Escondito, so nennt sich die Stadt, die wir anpeilen, ist schon eher ein Surf/Party/Backpacker Ort und wir versuchen deshalb die überfüllten Hostels zu vermeiden.  Drei Nächte haben wir für’s erste gebucht und danach schauen wir mal, wonach uns ist. 😉 Jetzt wollen wir aber erst mal Ruhe, Sonne und Meer!

Das nächste Mal melden wir uns vom Strand!!!

Bis bald!

P.S. Freut euch auf coole Fotos 😉

El Mexicano, Don Christian

Jetzt sitzen wir hier im Wohnzimmer bei der Familie Sanchez Nava und es ist tatsächlich schon der letzte Abend. Die Woche ist unheimlich schnell verflogen. Viel essen, viel lachen, viel reden… und ein bisschen arbeiten, haben die Woche für uns unvergesslich gemacht.

In der ganzen Zeit war der Schärfegrad der Mahlzeiten wirklich auszuhalten und wir dachten es würde einfach nur übertrieben werden…, bis es heute die Enchiladas gab! Muy pikante! In Mexiko ist scheinbar alles auf pikante (scharf) getrimmt. Ob jegliche Mahlzeit mit Chili, Früchte mit Chili, Eis mit Chili, Bonbons mit Chili und sogar Bier mit Chili, alles kein Problem!

Bier mit Chilli?

Das musste getestet werden:

Das Bier wird Michelada genannt und wird aus handelsüblichem Bier und einer roten Salsa hergestellt. Weil das ja noch nicht reicht, wird noch ein Chilirand hinzugefügt. Wir können euch sagen: es sieht nicht nur furchtbar aus, es ist auch wirklich nicht lecker. Aber wir sind jetzt eine Erfahrung reicher. Jedoch schmecken Früchte mit Chilipulver gar nicht so übel. 😉

Cholula City

Am Wochendende haben wir einen kleinen Marsch in die nächst größere Stadt gemacht. Dort steht eine sehr alte und leider auch eine viele Jahre verachlässigte Pyramide. Von der Pyramide selbst ist leider nicht mehr viel zusehen, viel mehr sieht es aus, wie ein kleiner Berg, der mit Wildwuchs überwuchert ist. Auf dieser Pyramide wurde eine Kirche erbaut, welches dem Ganzen einen märchenhaften Touch gibt. Aber schaut selbst! Wir haben uns mal an einem kleinen Video versucht! 😉

Work, work, work!

Aber wie wir oben schon geschrieben haben, haben wir natürlich auch gearbeitet. Begonnen haben wir nach dem Frühstück und um ca. 14 Uhr war dann Feierabend für uns. In den letzten drei Tagen war unser Hauptprojekt das Bäume stutzen. Es hat uns unheimlich viel Spaß gemacht, aber die pralle Sonne hat Spuren hinterlassen: ordentlichen Sonnenbrand. Zwischendurch hatten wir aber sogar Hilfe. Julia, die unter Morbus Parkinson und Demenz leidet hat ein starkes Bedürfnis sich zu bewegen und zu helfen. Deshalb haben wir sie dann in unsere Arbeit eingespannt und als Team die Äste zerkleinert.

Highlight! 😀

Eine Woche voller Highlights endet natürlich auch mit einem besonderen Highlight, denn plötzlich hatten wir einen Tattootermin! 😀 Ja, es stimmt, wenn sich jetzt einige denken: noch keine zwei Wochen auf reisen und schon ein Tattoo? Geplant, dass wir uns auf unserer Reise eine solche Erinnerung schaffen, hatten wir schon zu Beginn. Während des Frühstücks am Montagmorgen sprachen wir mit Keila und Sharon über Tattoos, weil auch sie beide welche haben und aus diesem Gespräch resultierte ein Termin am Dienstagabend. Grund dazu war aber insbesondere die Sicherheit, dass mit guten Produkten und hygienisch gearbeitet wird. Da kann das dann einfach schon mal passieren. 😉

Unsere neuen Errungenschaften findet besonders Vater Findecio richtig gut und nennt Christian nur noch den El Mexicano oder Don Christian. 😀 Wir sind beide sehr zufrieden und freuen uns auf unsere weiteren Erlebnisse!

Und wie geht’s weiter?

Ein ganz besonderes Erlebnis steht uns morgen bevor, denn dann werden wir Conrado treffen. Conrado war vor ca. 10 Jahren bei meiner Familie für ein paar Wochen „Gastkind“ aus Mexiko. Er war damals 13 Jahre alt und hat mit uns gelebt. Über Facebook sind wir immer ein wenig in Kontakt geblieben und morgen werden wir uns nach 10 Jahren wieder sehen!

Nach dem Frühstück werden wir morgen also unsere Sachen packen und uns auf dem Weg nach Puebla zu Conrado machen, wo wir dann zwei Nächte bleiben.

Beim nächsten Mal erzählen wir euch wie es war und wo es danach hingeht. 🙂

Bis bald!